{"id":17552,"date":"2007-03-28T08:10:20","date_gmt":"2007-03-28T08:10:20","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/03\/reginald-hill-mord-auf-widerruf\/"},"modified":"2022-06-16T01:25:12","modified_gmt":"2022-06-15T23:25:12","slug":"reginald-hill-mord-auf-widerruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/03\/reginald-hill-mord-auf-widerruf\/","title":{"rendered":"Reginald Hill: Mord auf Widerruf"},"content":{"rendered":"\n<p>Ge\u00fcbte LeserInnen dieses Blogs ahnen es bereits: Aha, ein Hill. Den wird der Rezensent \u00fcber den gr\u00fcnen Klee loben. Jawohl. Wir loben Reginald Hills \u201eMord auf Widerruf\u201c \u00fcber den gr\u00fcnen Klee. Nicht, weil der Titel 2003 schon einmal unter dem Titel \u201eDie dunkle Lady meint es ernst\u201c erschienen ist. Nicht, weil diese \u201edunkle Lady\u201c laut Personenregister \u201efrei nach Shakespeare\u201c agiert. Auch nicht, weil der Rezensent vor lauter Lesevergn\u00fcgen irgendwann den Kriminalfall aus den Augen verloren hat. Sondern weil Hill, indem er launig erz\u00e4hlt, selbst diesen Fall niemals aus den Augen verliert.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Detective Superintendent Dalziel steckt in der Klemme. Er hat, zweifelsfrei!, einen Mord beobachtet und den T\u00e4ter gleich festgenommen. Doch dann ist alles schiefgelaufen. Ein Zeuge widerspricht Dalziel, der vermeintliche T\u00e4ter, ein gewitzter Bauunternehmer namens Philip Swain, muss auf freien Fu\u00df gesetzt werden. Der Zeuge verschwindet, andere Personen aus Swains Umkreis verschwinden ebenfalls. Und als ob das noch nicht genug w\u00e4re, hat Dalziel auch noch eine Rolle im \u00f6rtlichen Mysterienspiel \u00fcbernommen. Er mimt, wen anders, GOTT. Und Swain spielt, wir ahnen es, den TEUFEL. Gut und B\u00f6se belauern sich auf gleicher intellektueller H\u00f6he, das ist neu f\u00fcr Dalziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem erreichen ihn merkw\u00fcrdige Briefe, in denen jemand, offensichtlich eine Frau (\u201edie dunkle Lady\u201c) ihren baldigen Selbstmord ank\u00fcndigt. Kollege Pascoe k\u00fcmmert sich drum, Dalziel ist ja gleich an zwei Fronten besch\u00e4ftigt und ger\u00e4t hier wie dort von einer Bredouille in die n\u00e4chste.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist es immer das Gleiche: Man fasst die Handlung zusammen und wird damit Hill nicht gerecht. Weder seinem Wortwitz noch den verschlungenen Pfaden, auf denen er uns mitten hinein ins dramatische Finale f\u00fchrt, das eigentlich ein Witz ist, aber ein verdammt guter. Und noch gesteigert wird, als uns \u201edie dunkle Lady\u201c pr\u00e4sentiert wird. Die allerdings hat der aufmerksame Leser, dem der Shakespeare-Hinweis nicht entgangen ist, schon viel fr\u00fcher identifiziert. Macht aber nichts, im Gegenteil. Nach exakt 557 Seiten klappen wir das Buch zu und fragen uns, warum Hills Romane immer so kurz sein m\u00fcssen. Wahrscheinlich, damit er bald einen neuen schreiben kann. Und auf den freuen wir uns schon jetzt. Der Rezensent wird ihn wieder loben.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Reginald Hill: Mord auf Widerruf. <br \/>Knaur 2007 <br \/>(Original: \u201eBones and Silence\u201c, 1990, deutsch von Xenia Osthelder). <br \/>557 Seiten. 8,95 \u20ac<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ge\u00fcbte LeserInnen dieses Blogs ahnen es bereits: Aha, ein Hill. Den wird der Rezensent \u00fcber den gr\u00fcnen Klee loben. Jawohl. Wir loben Reginald Hills \u201eMord auf Widerruf\u201c \u00fcber den gr\u00fcnen Klee. Nicht, weil der Titel 2003 schon einmal unter dem Titel \u201eDie dunkle Lady meint es ernst\u201c erschienen ist. 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