{"id":17592,"date":"2007-04-19T10:17:36","date_gmt":"2007-04-19T10:17:36","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/04\/schleimiges-grinsen\/"},"modified":"2022-06-05T22:28:13","modified_gmt":"2022-06-05T20:28:13","slug":"schleimiges-grinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/04\/schleimiges-grinsen\/","title":{"rendered":"Schleimiges Grinsen"},"content":{"rendered":"\n<p>Nein, da muss er schon selber durch, der liebe Ludger. Nur ganz kurz: In einem inzwischen wegen der Androhung rechtlicher Schritte \u2192<a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/744\/zensiert.html\">entbloggten Beitrag<\/a> hatte Kollege Menke aus einer Rundmail der Autorenvereinigung Syndikat zitiert, die nicht gerade schmeichelhaften \u00c4u\u00dferungen Anne Chaplets zu seiner, Ludgers Person betreffend. Ob es sich hierbei um eine \u201e\u00f6ffentliche Aussage\u201c Frau Chaplets handelte oder nicht \u2013 das mag ich nicht entscheiden, darum soll es nicht gehen. Dass ich pers\u00f6nlich die Mail nicht ver\u00f6ffentlicht h\u00e4tte, sei hier nur der Vollst\u00e4ndigkeit halber angemerkt. Dass sich einige AutorInnen flugs zu Menkes Verhalten \u00e4u\u00dferten, w\u00e4re auch nicht weiter bemerkenswert, ist ihr gutes Recht. Aber dann ist mir was eingefallen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Und eigentlich wollte ich hier kein Wort dr\u00fcber verlieren. Am Anfang dieser Woche wurde in einem gut frequentierten deutschen Krimiforum die Behauptung aufgestellt, Andrea Schenkel habe ihr \u201eTann\u00f6d\u201c abgekupfert (man kennt die Diskussion und erspare mir weitere Details). Es wurde einfach so dahingeplappert, von einer Buchh\u00e4ndlerazubine, die ihre Vorverurteilung zwar nicht mit \u201eBeweisen\u201c, aber mit einer Werbung f\u00fcr ihren Arbeitgeber verband. Wissend, worauf ich mich einlassen w\u00fcrde, habe ich in besagtem Forum darauf hingewiesen, es sei doch arg dreist, jemanden auf diese Art und Weise an den Pranger zu stellen. Neben einigen zustimmenden Kommentaren flogen mir, wie erwartet, dann die Fetzen um die Ohren, als Kr\u00f6nung musste ich mich indirekt nationalsozialistischer Methoden bezichtigen lassen uswusf. (ich w\u00fcrde dieses Posting jetzt gerne hier verlinken, sehe aber, dass \u201ekrimicouch.de\u201c momentan nicht erreichbar ist; eh wurscht).<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt kommen wir zu dem, was mir ein-, nein: aufgefallen ist. Dass n\u00e4mlich kein einziger Kollege, keine einzige Kollegin von Frau Schenkel gegen die Unversch\u00e4mtheiten unserer Azubine und ihrer Helfershelfer protestiert hat. Einige st\u00f6bern ja durchaus im Krimicouch-Forum, und sobald Sie selbst zum Objekt leserlicher Anw\u00fcrfe werden, melden sie sich nat\u00fcrlich zu Wort. Im Falle Schenkel: Fehlanzeige.<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte jetzt argumentieren: Okay, lass das M\u00e4del doch daherreden, wen juckt das schon. Man k\u00f6nnte aber auch den Schlu\u00df ziehen, dass solche Dinge den Damen und Herren KrimiautorInnen v\u00f6llig am Arsch vorbeigehen, wie den meisten von ihnen das, was man Kultur nennt, unbemerkt am Allerwertesten entlangkriecht. Ihre Rezeptoren sind so grob wie das Zeugs, das sie niederschreiben, um die niederen Instinkte ihrer Leserschaft zu wecken, sie jodeln flei\u00dfig mit im Intrigantenstadel, regen sich aber furchtbar dar\u00fcber auf, wenn ein Fremdjodler seinen Kehlkopf zum Vibrieren bringt. Zu ihrer Arbeit haben sie nichts weiter zu sagen \u2013 was auch. So etwas wie Literatur produzieren sie ja nicht, halt nur Krimis, da verbietet sich das Nachdenken qua definitionem. Nur wenn der eigene Pelz nass zu werden droht, kommen sie kurz aus ihren H\u00f6hlen und brummen ein paar T\u00f6ne, dann ziehen sie sich wieder zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>In Ordnung. Kann jeder halten, wie er\/sie will. Aber um es klar zu sagen: Leute, die ihre M\u00e4uler nur zum Pseudoentr\u00fcstetsein \u00f6ffnen, kotzen mich an. Gegen das Syndikat, es sei erw\u00e4hnt, habe ich nichts. Ich habe auch nichts gegen den Hasenz\u00fcchterverein, der in der Kneipe um die Ecke seine Treffen abh\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, da muss er schon selber durch, der liebe Ludger. Nur ganz kurz: In einem inzwischen wegen der Androhung rechtlicher Schritte \u2192entbloggten Beitrag hatte Kollege Menke aus einer Rundmail der Autorenvereinigung Syndikat zitiert, die nicht gerade schmeichelhaften \u00c4u\u00dferungen Anne Chaplets zu seiner, Ludgers Person betreffend. 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