{"id":20855,"date":"2007-12-04T05:28:19","date_gmt":"2007-12-04T05:28:19","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/12\/p-j-parrish-an-unquiet-grave\/"},"modified":"2022-06-15T16:15:40","modified_gmt":"2022-06-15T14:15:40","slug":"p-j-parrish-an-unquiet-grave","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/12\/p-j-parrish-an-unquiet-grave\/","title":{"rendered":"P.J. Parrish: An Unquiet Grave"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist ein gro\u00dfes Gel\u00e4nde, auf dem die leeren H\u00e4user verstreut liegen. Bis vor zwei Jahren war dort eine Verwahranstalt f\u00fcr psychisch Kranke. Jetzt sind kaum noch Menschen anwesend. Ein, zwei Schwestern, die die alten Akten aufr\u00e4umen, bevor die Geb\u00e4ude abgerissen und auf dem Gel\u00e4nde Wohnh\u00e4user errichtet werden, und Charlie, ein ehemaliger Patient, der kein anderes Daheim kennt und immer wieder zur ehemaligen Klinik zur\u00fcckgekehrt.<br \/>Louis Kincaid, mittlerweile in Florida lebender Privatdetektiv, dessen letztes Abenteuer <a href=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2007\/03\/pj-parrish-a-killing-rain.php\">-&gt; hier<\/a> beschrieben worden war, kehrt nach Michigan zur\u00fcck, weil sein Pflegevater ihn bat, ihm zu helfen. Eine alte Freundin des Pflegevaters war in der Krankenanstalt. Nachdem sie dort verstarb, wurde sie auf dem dortigen Friedhof bestattet. Als nun der Friedhof umziehen sollte, entdeckte man statt der Gebeine Steine in ihrem Grab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beziehung des Pflegevaters zu der Frau ist mysteri\u00f6s. Das Buch f\u00fchrt nicht nur ihn in seine Vergangenheit zur\u00fcck, sondern auch Kincaid in die seine. Und nat\u00fcrlich geht es auch um das Krankenhaus und seine Geschichte. Im Geb\u00e4ude E waren Verbrecher: Massenm\u00f6rder und Serienvergewaltiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung der Psychiatrie und ihre ungl\u00fccklichen Experimente in der Vergangenheit sind ein h\u00e4ufigeres Thema. Bange machen gilt also nicht: Die Toleranzschwelle ist hoch. \u201eAn Unquiet Grave\u201c erz\u00e4hlt, einigerma\u00dfen unspektakul\u00e4r eigentlich, aus der Krankenakte, wie eine Anstalt in Verbindung mit den Angeh\u00f6rigen sich anschickte, Gewalt \u00fcber den Geist ihrer \u201eSchutzbefohlenen\u201c zu erlangen und schafft es tats\u00e4chlich damit zu ber\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum Vorg\u00e4nger, \u201eA Killing Rain\u201c, ist das Buch emotionaler. Das Thema der Vergangenheit, die sie alle im Griff hat, bringt es mit sich. Ganz zwanglos ist das Krankenhaus der Kristallisationskern, an dem die Personen, seien es Angeh\u00f6rige, \u00c4rzte oder eben Kincaids Pflegevater, zusammenkommen und mit ihren fr\u00fcheren Handlungen konfrontiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer wieder zeigen sie in ihren B\u00fcchern, was f\u00fcr hervorragende Spannungsautoren P.J. Parrish sind. In \u201eAn Unquiet Grave\u201c sind es insbesondere die Szenen in den leeren R\u00e4umen der Bettenh\u00e4user oder in den Katakomben unterhalb der Geb\u00e4ude. Dunkle, geheimnisvolle G\u00e4nge, in denen auch dem sonst abgekl\u00e4rten Kincaid unheimlich ist, zumal er entdeckt, dass dort noch wer anderes sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass das Buch dieses Jahr zwei so unterschiedliche Preise wie den Thriller Award und den Shamus Award (f\u00fcr Privatdetektive) auf sich vereinigen konnte, zeigt auch, welche gro\u00dfe Spannweite es besitzt. Psychiatrie, Serient\u00e4ter, die B\u00fcrde der Vergangenheit: Das sind nicht unbedingt neue Themen. Aber die beiden Schwestern, die hinter dem Pseudonym P.J. Parrish stecken, laden diese Themen neu auf und stellen sie so dar, dass ein sehr guter, spannendes und lesenswerter Krimi dabei &#8218;rauskommt.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">P.J. Parrish: An Unquiet Grave. \nPinnacle Books 2006. 384 Seiten. 5,99 \u20ac \n(noch keine deutsche \u00dcbersetzung)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein gro\u00dfes Gel\u00e4nde, auf dem die leeren H\u00e4user verstreut liegen. Bis vor zwei Jahren war dort eine Verwahranstalt f\u00fcr psychisch Kranke. Jetzt sind kaum noch Menschen anwesend. 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