{"id":20868,"date":"2007-12-18T07:38:32","date_gmt":"2007-12-18T07:38:32","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/12\/joseph-finder-killer-instinct\/"},"modified":"2022-06-15T13:21:23","modified_gmt":"2022-06-15T11:21:23","slug":"joseph-finder-killer-instinct","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/12\/joseph-finder-killer-instinct\/","title":{"rendered":"Joseph Finder: Killer Instinct"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eKiller Instinct\u201c ist ein weiterer der \u201eCorporate Thrillers\u201c, mit denen Josef Finder in den USA zur Zeit viel Erfolg hat. Es sind B\u00fccher, die im gehobenen bis hohen Management von gro\u00dfen Firmen spielen und in denen die Helden mit genau den Gemeinheiten konfrontieren werden, von denen wir alle glauben, dass ihre realen Vorbilder mit ihnen tagt\u00e4glich zu tun haben. Dar\u00fcber hinaus geraten sie aber in Situationen, die sie ganz anders bedrohen. Die, wie man so sagt, den ganzen Mann fordern.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eKiller Instinct\u201c ist da nicht anders. Jason Steadman ist im Vertrieb einer gro\u00dfen Elektronikfirma und hat die Aufgabe, gro\u00dfe Mengen an Flachbildschirmen an Gro\u00dfkunden zu verkaufen. Abends auf dem Weg zu seiner Frau h\u00f6rt er Motivations-CDs, die ihn fit halten sollen, und daheim hat er eine Frau, die von dem gro\u00dfen Reichtum tr\u00e4umt, den ihre Familie einst besessen hatte und ihn antreibt, mehr aus sich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als er eines Tages mit Handy und BlackBerry im Auto &#8218;rumfummelt, passiert es. Er kommt von der Fahrbahn ab. Sein Wagen wird von Kurt abgeschleppt, schnell entdecken die beiden, dass sie die Leidenschaft f\u00fcr Baseball teilen. Steadman ist fasziniert, w\u00e4hrend er seine CDs h\u00f6rt und sich mit Spr\u00fcchen wie \u201eBusiness is War\u201c einpeitscht, war Kurt ganz real in &#8218;Stan und Irak, und er war dort nicht als gew\u00f6hnlicher Soldat, sondern als Teil der \u201eSpecial Forces\u201c. Man kommt sich n\u00e4her und Steadman verschafft Kurt beim Sicherheitsdienst der Firma einen Job.<\/p>\n\n\n\n<p>Und pl\u00f6tzlich nimmt Steadman Leben eine Wendung \u2013 ins Gute &#8230; vorerst. Zuerst geht es um eine Bef\u00f6rderung &#8230; und pl\u00f6tzlich haben die Mitbewerber Probleme. Es geht eine ganze Weile bergauf, er wird von Erfolg zu Erfolg getragen, bis ihm so langsam d\u00e4mmert, dass da etwas nicht passt. Es kommt wie es kommen muss, gute Seele die er ist, konfrontiert er Kurt mit seine \u00dcberlegungen und pl\u00f6tzlich schaut nicht mehr alles so rosig aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch liest sich &#8230; relaxt. Stressfrei, unangestrengt gleitet man durch den Text. Es ist intelligent geschrieben, und w\u00e4hrend Steadman meint, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, ist ihm de facto Kurt immer um einen Schritt voraus; und nat\u00fcrlich, es ist ein Thriller, wird\u2019s spannend zum Schluss, wenn auch fast ein wenig zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man das Buch mit seinem Vorg\u00e4nger,\u201cCompany Man\u201c, vergleicht, bleibt allerdings die Frage, weswegen man es lesen sollte. Sind wir gerecht: \u201eKiller Instinct\u201c ist gut zu lesen, erfreut diejenigen unter uns, die wir nicht im in leitender Position auf einem Wirtschaftsschlachtschiff t\u00e4tig sind und hat geholfen, dass Finder einen lukrativen Vertrag abschlie\u00dfen konnte. Aber die Struktur, die Art und Weise wie Wirtschaftstricks eingef\u00fcgt werden und das B\u00f6sen (neben Kurt), das von au\u00dferhalb kommt, man kennt es schon.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Kategorie Bestes Buch gewann es dieses Jahr den Preis der <em>International Thriller Writers <\/em>(ITW), die gegr\u00fcndet worden waren als Gegengewicht zu den <em>Mystery Writer of America<\/em> (MWA), H\u00fcter des Edgars, dem wichtigsten US-Krimipreis. Wenn nun \u201eKiller Instinct\u201c das beste Buch ist, welches ITW Mitglieder zustande gebracht hatten, dann s\u00e4he ich f\u00fcr die ITW literarisch ein wenig schwarz. In den anderen Kategorien gewannen jedoch Nick Stones <a href=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2007\/11\/nick-stone-mr-clarinet.php\">Mr. Clarinet<\/a> (deutsch Voodoo) und P.J. Parrishs <a href=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2007\/12\/pj-parrish-an-unquiet-grave.php\">The Unquiet Grave<\/a>, beides B\u00fccher, die auch au\u00dferhalb des ITW-Awards Erfolg hatten.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Joseph Finder: Killer Instinct. <br \/>St. Martin's Press 2007. 416 Seiten. 5,99 \u20ac <br \/>(deutsch: \u201eMasterplan\u201c, \u00fcbersetzt von Christina Roth-Drabusenigg, <br \/>Heyne 2007. 520 Seiten. 12,00 \u20ac)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKiller Instinct\u201c ist ein weiterer der \u201eCorporate Thrillers\u201c, mit denen Josef Finder in den USA zur Zeit viel Erfolg hat. 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