{"id":20875,"date":"2007-12-28T09:19:50","date_gmt":"2007-12-28T09:19:50","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/12\/in-katalogen-geblaettert\/"},"modified":"2022-06-09T11:20:54","modified_gmt":"2022-06-09T09:20:54","slug":"in-katalogen-geblaettert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2007\/12\/in-katalogen-geblaettert\/","title":{"rendered":"In Katalogen gebl\u00e4ttert"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2007\/cover\/richler.jpg\" alt=\"richler.jpg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Jahresende. Schauen wir ins n\u00e4chste. Peu \u00e0 peu treffen die Kataloge mit den Fr\u00fchjahrsneuigkeiten hier ein, der Rezensent hat die Qual der Wahl. Werfen wir ein paar erste Blicke in den broschurnen Hochglanz.<br \/>Die Ariadne-Krimis im Argument Verlag versprechen uns ein neues Werk von Christiane Lehmann, \u201ePferdekuss\u201c, <em>\u201eeine spannende Story um Argwohn, Schuld und Unschuld\u201c<\/em>. Avisiert wird damit der dritte Lisa-Nerz-Krimi in einer \u00fcberarbeiteten Version. (M\u00e4rz 2008)<\/p>\n\n\n\n<p>In der sogenannten \u201eHostentaschenedition\u201c werden drei Wiederauflagen von Dagmar Scharsich (\u201eDie gefrorene Charlotte\u201c), Sarah Dreher (\u201eStoner McTavish\u201c) und Katrin Kremmler (\u201eBlaubarts Handy\u201c) angeboten. (April 2008) Und Lisa Kuppler gibt eine Schwabenanthologie heraus (\u201eA Schwob, a Mord: no emmr&#8230;\u201c) (M\u00e4rz 2008)<\/p>\n\n\n\n<p>Der kleine, aber umso feinere Verlag Liebeskind k\u00fcndigt den abschlie\u00dfenden vierten Band von David Peace\u2019 \u201eKrimi-Quartett\u201c an. \u201e1983\u201c hei\u00dft das Werk (Februar 2008). Freuen tue ich mich auf Mordecai Richlers \u201eCocksure\u201c, einen Roman aus den Londoner \u201eSwinging Sixties\u201c. Krimi? Etwas \u00c4hnliches wohl schon. Und das Cover ist geil&#8230; (Februar 2008)<\/p>\n\n\n\n<p>Auch grafit kommt nat\u00fcrlich mit einem neuen Programm f\u00fcr die Jahreszeit der knospenden Natur. H\u00f6hepunkt Matti R\u00f6nk\u00e4s \u201eBruderland\u201c, als Hardcover f\u00fcr den April versprochen. Der Schweizer Ernst Sol\u00e8r setzt seine Reihe um den Hauptmann Fred Staub fort, \u201eStaub im Schnee\u201c hei\u00dft es diesmal und kommt im Februar. Bis zum Mai m\u00fcssen wir auf Jaroslav Kutaks \u201eTod unter Par\u201c warten, einen Krimi aus dem Golfermilieu. Eine Tscheche? Sollte man mal reingucken&#8230; Mit Lucie Klassen hat grafit ein neues Fr\u00e4uleinwunder an der Angel. Die Drei\u00dfigj\u00e4hrige deb\u00fctiert mit \u201eDer 13. Brief\u201c, einem Krimi aus dem ja von Natur aus kriminellen Schulmilieu. Kommt ebenfalls im Mai und vielleicht hat mir bis dahin jemand erkl\u00e4rt, was eine \u201eRai-Reitlehrerin\u201c ist. Als solche wurde die Autorin n\u00e4mlich ausgebildet.<\/p>\n\n\n\n<p>Erw\u00e4hnen wir noch Gabriella Wollenhaupts \u201eLeichentuch und Lumpengeld\u201c (Mai), der ein \u201eSchm\u00f6ker\u201c ist, ein \u201eWer war\u2019s\u201c dazu, vor dem Hintergrund des \u201eWeberaufstands\u201c \u201efiktiv\u201c im \u201eVorm\u00e4rz\u201c spielt und als Ermittler \u201ePolizist, junge Frau\u201c nennt. Nennt? Ja, genau. Bei grafit n\u00e4mlich geht man neue Wege. Jedem Krimi ist ein Infok\u00e4stchen zugeordnet, das \u201eStil\u201c, \u201eErmittler\u201c, \u201eSpannungsf\u00fchrung\u201c, \u201eHintergrund\u201c, \u201eSchauplatz\u201c und \u201eZeit\u201c in knappen Stichworten verr\u00e4t. Damit die nette Buchh\u00e4ndlerin nicht \u00fcberfordert ist? Oder der verwirrte Kunde zielsicher durch das Dickicht des Genres gef\u00fchrt wird? Keine Ahnung. Aber nett.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dicksten Kataloge schickt zweimal im Jahr garantiert der Deutsche Taschenbuch Verlag: Sachbuch \u2013 Literatur \u2013 Unterhaltung, Krimis findet man nat\u00fcrlich bei \u201eUnterhaltung\u201c. Diesmal etwa T.C. Boyles \u201eTalk Talk\u201c, vom dem laut Katalog bereits 80.000 Exemplare im Hardcover verkauft wurden. <em>\u201eIn diesem hochdramatischen Thriller erz\u00e4hlt Boyle davon, wie leicht es ist, einem Menschen die Identit\u00e4t zu rauben und wie schwierig f\u00fcr den Betrogenen, zu beweisen, dass er hereingelegt worden ist.\u201c<\/em> Klingt gut. Noch besser aber klingt das: <em>\u201eVerbrechen an einer Geh\u00f6rlosen, die auf eine taube Justiz st\u00f6\u00dft\u201c. <\/em>Hm, ist halt Unterhaltung und erscheint im Mai.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Friedrich Ani seinen \u201eSeher\u201c durch ein neues Abenteuer pr\u00fcgelt (\u201eWer t\u00f6tet, handelt\u201c, Mai), erw\u00e4hnen wir ebenso wie John Harveys \u201eSchlaf nicht zu lange\u201c, den abschlie\u00dfenden Band der Frank-Elder-Trilogie, die gewiss preisw\u00fcrdig ist, auf jeden Fall aber den Gro\u00dfen Preis f\u00fcr die hirnrissigsten Titeleindeutschungen verdient hat. Und behandelt Ani das Verbrechen an einem Blinden, der auf eine blinde Justiz st\u00f6\u00dft? Wir lassen uns \u00fcberraschen. (Juni)<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Axt in einem Holzklotz: So martialisch kommt das Cover von Peter Oberdorfers \u201eKreuzigers Tod\u201c (Juni) daher. \u00dcberschrift: <em>\u201eDas haut rein\u201c. <\/em>Ein <em>\u201eunkonventioneller Krimi f\u00fcr Leser mit Sinn f\u00fcr das Groteske und Schr\u00e4ge\u201c<\/em> und, f\u00fcrwahr, die Axt sitzt ziemlich schr\u00e4g im Holz. Wenn das kein gutes Zeichen ist. Dagegen wirkt die Anmoderation f\u00fcr Iain McDowells \u201eDer perfekte Tod\u201c (Juli) geradezu geradeaus: <em>\u201eDer Anblick des Todes kann nicht grausiger sein&#8230;\u201c <\/em>Das Lesen gewisser Werbepoesie schon.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresende. Schauen wir ins n\u00e4chste. Peu \u00e0 peu treffen die Kataloge mit den Fr\u00fchjahrsneuigkeiten hier ein, der Rezensent hat die Qual der Wahl. 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