{"id":20930,"date":"2008-02-18T05:12:10","date_gmt":"2008-02-18T05:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2008\/02\/gedanken-fuer-eine-woche\/"},"modified":"2022-06-06T15:38:25","modified_gmt":"2022-06-06T13:38:25","slug":"gedanken-fuer-eine-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2008\/02\/gedanken-fuer-eine-woche\/","title":{"rendered":"Gedanken f\u00fcr eine Woche"},"content":{"rendered":"\n<p>KrimileserInnen sind wie kleine Eisb\u00e4ren. Irgendwie s\u00fc\u00fc\u00fc\u00fc\u00df (man lebt ja auch von ihnen), aber doch auch irgendwie unberechenbar; besonders, wenn sie gr\u00f6\u00dfer werden. Und sind sie dann ganz gro\u00df, werden sie einem gar gef\u00e4hrlich, vor allem, wenn sie aus ihrem K\u00e4fig der privaten Meinungen und Vorlieben ausbrechen und diese ihre Meinungen und Vorlieben \u00f6ffentlich kundtun. Als Blogger beispielsweise.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wie man so h\u00f6rt, laufen in einigen Verlagen momentan Untersuchungen zu Wesen und Auswirkung des Bloggens. Was sind das f\u00fcr Leute? Welche Macht \u00fcber andere haben sie, wie beeinflussen sie das Kaufverhalten ihrer LeserInnen? Man wei\u00df es nicht. Ich habe auch keine Ahnung. Aber ich mach mir Gedanken dar\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos kleine Eisb\u00e4ren. Die muss man ja noch f\u00fcttern, die k\u00f6nnen ihre Nahrung noch nicht selbst zerkleinern und runterschlucken und \u2013 verdauen, na ja, das m\u00fcssen sie schon selber, aber liest man so manchen Kriminalroman, hat man das Gef\u00fchl, dieses Verdauen n\u00e4hmen einem die Damen und Herren AutorInnen am liebsten auch noch ab. Die beiden von mir in der letzten Woche parallel gelesenen Werke jedenfalls sind Musterbeispiele f\u00fcr diese vor- und f\u00fcrsorgliche Belagerung des Leserintellekts. Mein Gott, wie bl\u00f6d man doch ist! Wie wenig man doch aus schlichten Tatsachen schlie\u00dfen kann! Alles muss einem erkl\u00e4rt und erkl\u00e4rt und noch einmal erkl\u00e4rt werden, bis die Geistesnahrung ein einziger Brei ist, der einem in der Kehle brennt. Dar\u00fcber muss ich mir auch Gedanken machen, denn am Donnerstag gibt es eine Rezension.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos Rezension. Bald soll es ja einen Kritikerstammtisch geben, aber bevor es den geben kann, muss es erst einmal ein Buch geben, das die Kritiker besprechen k\u00f6nnen. Aus den bisherigen Vorschl\u00e4gen hat sich noch kein Favorit herausgesch\u00e4lt. Es sollte ein &#8222;kontrovers zu besprechendes Buch&#8220; sein, obwohl es ja auch ganz interessant sein k\u00f6nnte, einen ausschlie\u00dflich positiv oder ausschlie\u00dflich negativ besprochenen Titel zu haben. Auch dort k\u00f6nnen gro\u00dfe Unterschiede zu besichtigen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Auswahl ein wenig einzugrenzen, hier vier Titel, die bereits Zustimmung erfahren haben:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Littell: Die S\u00f6hne Abrahams (Scherz Verlag)<br \/>Matt Beynon Rees: Der Verr\u00e4ter von Bethlehem (C.H. Beck)<br \/>Frank G\u00f6hre: Mo. Der Lebensroman des Friedrich Glauser (Pendragon; nat\u00fcrlich ist das kein Krimi, sondern eine Biografie)<br \/>Ein Band aus der &#8222;Hard Case Crime&#8220;-Reihe (Aufbau Verlag)<\/strong><br \/>Weitere Vorschl\u00e4ge sind noch bis Ende der Woche willkommen, ebenso ein Daumenrauf oder Daumenrunter zu den bisher genannten. Von denen ich einen gelesen habe, &#8222;Der Verr\u00e4ter von Bethlehem&#8220;, und da bin ich mir fast sicher, dass man diesen Titel kontrovers diskutieren wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wer wird diskutieren \/ rezensieren? Nun, bisher the following: Georg, Bernd, Claus et moi. Fr\u00e4ulein A. scheint noch zu schwanken, andere desgleichen. Den einen oder die andere w\u00e4re aber schon noch willkommen an unserem Stammtisch. Die Getr\u00e4nke sind nat\u00fcrlich frei&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KrimileserInnen sind wie kleine Eisb\u00e4ren. Irgendwie s\u00fc\u00fc\u00fc\u00fc\u00df (man lebt ja auch von ihnen), aber doch auch irgendwie unberechenbar; besonders, wenn sie gr\u00f6\u00dfer werden. Und sind sie dann ganz gro\u00df, werden sie einem gar gef\u00e4hrlich, vor allem, wenn sie aus ihrem K\u00e4fig der privaten Meinungen und Vorlieben ausbrechen und diese ihre Meinungen und Vorlieben \u00f6ffentlich kundtun. 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