{"id":20957,"date":"2008-03-06T11:13:35","date_gmt":"2008-03-06T11:13:35","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2008\/03\/kjb-2008-die-preisschlacht\/"},"modified":"2022-06-07T00:46:55","modified_gmt":"2022-06-06T22:46:55","slug":"kjb-2008-die-preisschlacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2008\/03\/kjb-2008-die-preisschlacht\/","title":{"rendered":"KJB 2008 &#8211; die Preisschlacht"},"content":{"rendered":"\n<p>20 \u20ac musste investieren, wer sich bisher das Krimijahr in schriftlicher und kompakter Form leisten wollte. Das war, bei \u00fcber 300 Seiten Umfang, nicht zu viel. Publikationen, die unter vergleichbaren Bedingungen, insbesondere was die Auflagenh\u00f6he anbetrifft, auf dem Markt angeboten werden, sind meistens teurer. Mit dem \u2192<a href=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2008\/01\/kjb-2008-das-volle-programm.php\">KJB 2008<\/a> wird alles anders. Es tut uns leid, aber wir k\u00f6nnen den Preis nicht l\u00e4nger halten. Wir setzen ihn \u2013 runter.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Mit &#8222;ca. 14 \u20ac&#8220; kalkuliert der Verleger aktuell, mehr werdens auch nicht, eher noch weniger, und wer abonniert, darf sich zus\u00e4tzlich \u00fcber eine kleine Ersparnis freuen. Wir befinden uns also mitten im Segment des preisg\u00fcnstigen Taschenbuchkrimis, einem Segment, in das wir aus wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen heraus niemals absteigen d\u00fcrften \u2013 aber h\u00e4tten wir uns je mit so etwas wie &#8222;wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen&#8220; besch\u00e4ftigt, es h\u00e4tte wohl nie ein Krimijahrbuch gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt aber eins, und es lebt. Davon leben kann man nat\u00fcrlich nicht, wird man niemals k\u00f6nnen, perfekt ist es auch nicht, wird es niemals sein, besser werden soll es wohl, daran arbeiten wir. Einige halten das KJB inzwischen gar f\u00fcr unentbehrlich, f\u00fcr eine Institution \u2013 das freut uns, das befl\u00fcgelt uns. Manche kritisieren uns \u2013 sie seien dazu ermuntert, uns weiterhin zu kritisieren, \u00f6ffentlich oder in wohlmeinenden Worten an die Herausgeber selbst. Einigen wenigen passt die ganze Richtung nicht \u2013 nun denn, damit kommen wir klar. Alles in Ordnung, soweit.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, nicht ganz in Ordnung. Wir erheben nicht den Anspruch, ganz Krimideutschland mit unserem Produkt erobern zu wollen. 90 plus x % der KrimileserInnen dieses Landes werden wir niemals erreichen, immer nur eine Minderheit wird sich f\u00fcr Krimijahrb\u00fccher interessieren. Wir wollen auch nicht klagen, es seien zu wenige, die das bisher tun. Es SIND zu wenige, will man wenigstens im Ansatz das erreichen, was von Anfang an erreicht werden sollte: eine Krimikultur in diesem Land schaffen, so etwas wie eine Plattform, auf der nicht nur gesammelt, sondern auch diskutiert, gestritten, neue Erkenntnisse festgehalten, alte Wahrheiten kritisch be\u00e4ugt werden sollen. Es sind deshalb zu wenige, weil wir \u00fcberzeugt sind, dass es mehr geben muss. Wir wollen kein Organ f\u00fcr Sektierer und sonstige Eliten sein, sondern ein erschwingliches Buch f\u00fcr alle bereitstellen, die sich daf\u00fcr interessieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 20 \u20ac, obgleich ein fast schon unverantwortlich moderater Preis, sind f\u00fcr einige eben nicht erschwinglich. Das wissen wir, das sagt man uns hier und da. In Ordnung. Dann senken wir diesen Preis.<\/p>\n\n\n\n<p>Alfred Miersch, der Verleger von NordPark, hat noch einmal mit dem legend\u00e4ren spitzen Bleistift kalkuliert. &#8222;Ca. 14 \u20ac&#8220; soll nun das KJB 2008 kosten (das im April erscheinen wird), vielleicht, wie gesagt, noch weniger. Und f\u00fcr Abonnenten kostet das Buch dann h\u00f6chstens 12 \u20ac. Und genau um die soll es uns hier gehen. Ein Projekt wie das KJB braucht so etwas wie Planungssicherheit, denn es ist beileibe kein Selbstl\u00e4ufer. Haben wir ein Buch fertig, setzen wir uns nicht gleich ans n\u00e4chste, sondern fragen uns: Wird es \u00fcberhaupt ein n\u00e4chstes geben k\u00f6nnen? Wie lang halten wir die Selbstausbeutung noch aus? Wie lange m\u00fcssen wir Beitr\u00e4gerInnen mit einstelligen Eurobetr\u00e4gen &#8222;honorieren&#8220;?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preiskalkulation ist also ein bewusst eingegangenes Risiko. Vielleicht geht es schief und wir m\u00fcssen uns sagen: Nee, hat keinen Sinn mehr. Geben wir auf. Vielleicht aber verschaffen wir uns eine einigerma\u00dfen sichere Grundlage, gen\u00fcgend Menschen, die bereit sind, das KJB zu abonnieren. Damit reichen wir nun den Schwarzen Peter an diese LeserInnen weiter. Es liegt an euch, ob das KJB einer halbwegs gesicherten Zukunft entgegengeht. Was wir tun k\u00f6nnen, tun wir, das ist selbstverst\u00e4ndlich. Was IHR tun k\u00f6nnt, ist auch klar: Abonniert das Krimijahrbuch direkt beim Verlag!<\/p>\n\n\n\n<p>Was da auf uns zu kommt, ob wir am Ende angenehm \u00fcberrascht oder unangenehm ber\u00fchrt sein werden, wissen wir nicht. Es ist ein Experiment, es ist ein Angebot. Wer davon Gebrauch machen will, der kann seine Aboerkl\u00e4rung \u2192<a href=\"mailto:chef@alte-krimis.de\">hierher<\/a> schicken, ich reiche sie dann an den Verlag weiter (wer nat\u00fcrlich schon abonniert hat, braucht es nicht mehr zu tun&#8230; und wer nicht abonnieren will, aber das Buch im Handel erwerben m\u00f6chte, dem sei an dieser Stelle auch daf\u00fcr schon herzlich gedankt). Und jetzt bin ich mal gespannt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>dpr<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Dieser Beitrag war eigentlich f\u00fcr morgen vorgesehen. Jetzt ist er aber fertig und wichtig, deshalb erscheint er schon heute. Morgen im Laufe des Tages berichte ich vielleicht schon von den ersten Reaktionen.)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20 \u20ac musste investieren, wer sich bisher das Krimijahr in schriftlicher und kompakter Form leisten wollte. Das war, bei \u00fcber 300 Seiten Umfang, nicht zu viel. 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