{"id":20964,"date":"2008-03-14T07:00:57","date_gmt":"2008-03-14T07:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2008\/03\/tipps-trends-zum-wochenende\/"},"modified":"2022-06-06T22:45:54","modified_gmt":"2022-06-06T20:45:54","slug":"tipps-trends-zum-wochenende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2008\/03\/tipps-trends-zum-wochenende\/","title":{"rendered":"Tipps &#038; Trends zum Wochenende"},"content":{"rendered":"\n<p>Wohin am Sonntag? Was lesen wir im Sp\u00e4tsommer? Wird das \u00dcbernat\u00fcrliche der neue Krimitrend? Und gibt es bald einen Blogger-Krimipreis? Fragen, auf die man im Folgenden ersch\u00f6pfend Antwort erh\u00e4lt.<br \/>Sie spielen Fu\u00dfball, sitzen in Aufsichtsr\u00e4ten und auf Bundeskanzlerinnen-St\u00fchlen. Frauen sind, kein Zweifel, auf dem Vormarsch. Jetzt haben sie die letzte m\u00e4nnliche Bastion erobert: das Herausgeben von Krimianthologien. Und damit nicht genug: Sie wagen sich auch an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der gestern begonnenen Leipziger Buchmesse liest Henrike Heiland ihre famose Kurzgeschichte \u201eDer ungl\u00fcckliche Herr Dr. von und zu Wittenstein\u201c aus der Anthologie \u201eHell\u2019s Bells\u201c (\u2192<a href=\"http:\/\/www.poetenladen-der-verlag.de\/einzeltitel\/hells-bells.htm\">Poetenladen Verlag<\/a>). Und da es sich um ein kleines Theaterst\u00fcck handelt, liest Frau Heiland nicht allein. Auch die zweite hessische Hoffnungstr\u00e4gerin, Herausgeberin Christiane Geldmacher, kommt zu Wort, und als besonderes Bonbon wird der ebenfalls mit einem Geschichte in \u201eHell\u2019s Bells\u201c vertretene J\u00fcrgen Albertsen als Leiche re\u00fcssieren. Hier die Daten f\u00fcr Ihren Terminkalender:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2008\/cover\/leipzig.jpg\" alt=\"leipzig.jpg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nicht entgehen lassen! Das lohnt sich! Und kost\u2019 nix (im Gegensatz zum Krimijahrbuch 2008; das kostet 10 \u20ac und kann \u2192<a href=\"mailto:chef@alte-krimis.de\">hier bestellt <\/a>werden).<\/p>\n\n\n\n<p>Gute Nachricht f\u00fcr alle Freunde des gehobenen Schreibens \u00fcber Kriminalliteratur. Der unvergessliche Ex-Herausgeber der unvergesslichen metro-Reihe im Unionsverlag, Herr Thomas W\u00f6rtche, wird im Sp\u00e4tsommer eine Art \u201eBest Of\u201c seines umfangreichen Schaffens vorlegen. Und zwar im schweizer \u2192<a href=\"http:\/\/www.libelle.ch\/\">Libelle-Verlag<\/a>. Damit erf\u00fcllt er den sehnlichen Wunsch vieler Interessenten an der hierzulande eben nur sporadisch vorhandenen Krimikultur und wird diese, das steht zweifelsfrei fest, erheblich bef\u00f6rdern. Einzelheiten zum geplanten Werk sind leider noch nicht bekannt. (via \u2192<a href=\"http:\/\/giorgione.twoday.net\/\">Georg<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos W\u00f6rtche. Der beliebt Kriminalliteratur auf ihre \u201eRealit\u00e4tstauglichkeit\u201c zu \u00fcberpr\u00fcfen und tut gut daran. Was aber besagt Realit\u00e4tstauglichkeit? Dass alles auf dem Boden der durch die Aufkl\u00e4rung formierten und um s\u00e4mtliches \u00dcbersinnlich-Abergl\u00e4ubische bereinigten Logik zu bleiben hat? Nun, wie der Zufall so spielt, habe ich gerade drei Romane gelesen, die mit dem \u00dcbersinnlichen, dem durch rationale Logik nicht Fassbaren zumindestens kokettieren. Bei Tran-Nhuts \u201eDas schwarze Pulver von Meister Hou\u201c ist das ja noch verst\u00e4ndlich, spielt der Roman doch zu einer Zeit und in einer Kultur, die solches \u00dcbersinnliche in ihr Denken aufgenommen hatte. Anders verh\u00e4lt es sich bei Linus Reichlin (\u201eDie Sehnsucht der Atome\u201c) und Mikael Niemi (\u201eDer Mann, der starb wie ein Lachs\u201c). Hier bleibt wenigstens unklar, ob es nicht doch etwas \u00fcber der Wirklichkeit gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verbl\u00fcffende: Alle drei Romane wissen zu gefallen. Und werden hier oder andernorts besprochen, so nicht \u2192<a href=\"http:\/\/www.titel-forum.de\/modules.php?op=modload&amp;name=News&amp;file=article&amp;sid=6833&amp;mode=thread&amp;order=0&amp;thold=0&amp;POSTNUKESID=e57e861d83ded72bda6f1303b311679f\">bereits geschehen<\/a>. Dann wird man weitersehen. Ein neuer Trend? Beobachten und abwarten&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Beobachten sollte man auch das Krimipreis-Wesen, bei dem wir uns die naheliegende Erg\u00e4nzung \u201eUnwesen\u201c nur m\u00fchsam verkneifen k\u00f6nnen. Wie bekannt, droht ein neuer Krimipreis am Horizont, ein \u201eeurop\u00e4ischer\u201c gar, der Ripper Award, und hat im Kollegen Menke seinen h\u00e4rtesten und unerbittlichsten und nimmerm\u00fcdesten Widersacher gefunden. Jetzt hat ein Krimiblog-Leser, Bjoern, einen \u2192<a href=\"http:\/\/www.krimiblog.de\/963\/ripper-award-disput-und-eine-unruhmliche-tradition.html\">interessanten Vorschlag<\/a> unterbreitet:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Na, dann ist es doch Zeit f\u00fcr den Blog-Preis! Es kann doch nicht so schwer sein, da\u00df sich die Krimi-Blogs mal zusammentun. Und ein interessantes Projekt w\u00e4re es auch.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ich gestehe, fr\u00fcher ebenfalls mit dem Gedanken gelieb\u00e4ugelt zu haben, einen solchen Preis zu initiieren. Allerdings nur ganz kurz. Denn wir w\u00fcrden damit unweigerlich in eben die Falle tappen, die solche Preisgeschichten stets aufstellen. Der Blogger-Krimipreis w\u00e4re eine weitere statistisch dominierte Geschmacks- und Zufallsveranstaltung, wogegen nichts zu sagen w\u00e4re; indes: Es gibt genug davon, da wollen wir nicht auch noch als \u201eJuroren\u201c auftreten, obwohl sich das in der Biographie immer gut macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die Idee hat auch etwas Reizvolles. Da wir armen Krimiblogger einen solchen Preis finanziell nicht unterf\u00fcttern k\u00f6nnten, w\u00fcrden wir unsere LeserInnen bitten, Kandidaten f\u00fcr den Preis vorzuschlagen. Aber genau das h\u00e4tte seinen Preis. Wer einen Kandidaten benennt, zahlt mindestens 10 Euro (soviel kostet zuf\u00e4llligerweise auch das Krimijahrbuch, das <a href=\"mailto:chef@alte-krimis.de\">hier bestellt <\/a>werden kann!) auf ein Konto ein. Und der Gewinner, die Gewinnerin des Preises erh\u00e4lt dann die dort sich angesammelt habende Summe als Preisgeld&#8230; Hat was.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin h\u00e4tte ich bereits einen sch\u00f6nen Namen: Jodokus-Donatus-Hubertus-Temme-Preis. Temme, das ist der erste deutsche Kriminalautor, der eine eigene Krimisprache entwickelt hat. Unter anderem. Und der durchaus \u201eengagierte Literatur\u201c verfasst hat (worauf ich jetzt nicht n\u00e4her eingehe; aber Google hilft hier entscheidend weiter). Und da man diesen Temme mit seinem Streben durchaus auch europ\u00e4isch verorten kann, ja, unbedingt muss, w\u00e4re er auch ein passender Namenspatron f\u00fcr europ\u00e4ische Krimipreise&#8230;. Ludger w\u00fcrds freuen, mich auch, aber wir sind Realisten und wissen, dass es nicht so kommen wird.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wohin am Sonntag? Was lesen wir im Sp\u00e4tsommer? Wird das \u00dcbernat\u00fcrliche der neue Krimitrend? Und gibt es bald einen Blogger-Krimipreis? Fragen, auf die man im Folgenden ersch\u00f6pfend Antwort erh\u00e4lt.Sie spielen Fu\u00dfball, sitzen in Aufsichtsr\u00e4ten und auf Bundeskanzlerinnen-St\u00fchlen. Frauen sind, kein Zweifel, auf dem Vormarsch. 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