{"id":21197,"date":"2008-08-14T08:55:22","date_gmt":"2008-08-14T08:55:22","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2008\/08\/digital-multimedial\/"},"modified":"2022-06-07T00:59:31","modified_gmt":"2022-06-06T22:59:31","slug":"digital-multimedial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2008\/08\/digital-multimedial\/","title":{"rendered":"Digital, multimedial?"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Wir versenden keine Leseexemplare &#8211; wir ziehen es vor, einen Vorgriff auf die Zukunft des Buches zu machen:<br \/>Seit Montag, 11. August, bis Freitag, 29. August, steht das komplette Buch online. Sie k\u00f6nnen es hier aufrufen, lesen, sich ausdrucken, abheften, binden, verschenken, verwerfen &#8211; was immer Sie wollen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit diesen Worten verweist der gesch\u00e4tzte Kollege und Edition K\u00f6ln \u2013 Verleger Peter Faecke auf seinen neuen Kriminalroman \u2192<a href=\"http:\/\/www.peterfaecke.de\/inhalt\/neuerscheinungen.html\">&#8222;Die Tangos\u00e4ngerin&#8220;<\/a>, und diese&#8220;Zukunft des Buches&#8220; sticht einem dabei nat\u00fcrlich ins Auge.<br \/>Aber was meint Faecke eigentlich damit? Die Zukunft des Buches als digitale Datei (&#8222;Die Tangos\u00e4ngerin&#8220; erscheint auch als e-book)? Die Zukunft des Buches als noch immer Druckwerk, dem sein digitaler Zwilling zu Werbezwecken beigesellt ist? Letzteres wohl. Denn nichts will der Autor weniger als einen digitalen Bestseller ohne Umsatz, w\u00e4hrend die Druckwerke im Keller verstauben. Und so falsch liegt er damit auch nicht. Noch leben wir in Zeiten, da B\u00fccher in die Hand genommen werden wollen. Die wenigsten schnappen sich ihr Leseger\u00e4t und ziehen sich einen mehrhundertseitigen Text durch die Aug\u00e4pfel. Die Gewichtungen werden sich sicher noch verschieben, aber das wird dauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe fr\u00fcher auch geglaubt, die Zukunft des Buches l\u00e4ge im Digitalen, genauer: im Multimedialen. Dass ich von diesem Glauben abgekommen bin, hat mehrere Gr\u00fcnde. Erstens: Ich kenne mich zuf\u00e4llig ein wenig in diesem Metier aus und wei\u00df, dass Anspruch und Wirklichkeit oft auseinander klaffen. Zweitens, und dieser Grund ist viel wichtiger: Wer etwa einen Krimi multimedial kreieren will, muss nicht nur schreiben k\u00f6nnen. Er muss auch wissen, mit welchen M\u00f6glichkeiten er was umzusetzen gedenkt, die Konzeption wird eine g\u00e4nzlich andere, der Text nicht mehr nur &#8222;Story&#8220;, sondern Teil eines gr\u00f6\u00dferen Ganzen, das weit \u00fcber die heute \u00fcblichen Formen und Intentionen des Schreibens hinausreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich, Versuche gibt es. Mir ist aber noch keiner begegnet, der es wert gewesen w\u00e4re, sich intensiv mit ihm zu besch\u00e4ftigen. Meistens artet das Ganze ins Spielerische aus (&#8222;Such das Indiz und klick drauf!), versumpft im Multiple-Choice-Elend (&#8222;Welches der vier Alibis ist falsch?&#8220;) oder w\u00e4hnt sich irgendwo zwischen H\u00f6rspiel, Videoclipperei und karger Drehbuchprosa.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, auch das wird noch dauern. Und eins sollte man nicht vergessen: Multimediale Krimis werden keine B\u00fccher mehr sein k\u00f6nnen. Und einen weitaus gr\u00f6\u00dferen Zeitaufwand erfordern. Und Programmierkenntnisse resp. jemanden, der welche hat und zur Verf\u00fcgung stellt, was die wenigsten nur f\u00fcr Gotteslohn tun. Aber die M\u00f6glichkeiten gibt es schon. Es bleibt also spannend.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wir versenden keine Leseexemplare &#8211; wir ziehen es vor, einen Vorgriff auf die Zukunft des Buches zu machen:Seit Montag, 11. August, bis Freitag, 29. August, steht das komplette Buch online. 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