{"id":21242,"date":"2012-05-29T08:52:28","date_gmt":"2012-05-29T08:52:28","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2012\/05\/robert-b-parker-bitteres-ende\/"},"modified":"2022-06-08T04:55:22","modified_gmt":"2022-06-08T02:55:22","slug":"robert-b-parker-bitteres-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2012\/05\/robert-b-parker-bitteres-ende\/","title":{"rendered":"Robert B. Parker: Bitteres Ende"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"160\" height=\"271\" class=\"mt-image-left\" style=\"float: left; margin: 0 20px 20px 0;\" src=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2012\/cover\/parker_ende.jpg\" alt=\"parker_ende.jpg\"\/>Gary Eisenhower hat&#8217;s drauf. Der Junge kriegt die jungen und frustrierten Frauen \u00e4lterer und reicher M\u00e4nner spielend ins Bett, b\u00f6se sein kann man ihm nicht, selbst wenn er auf die Idee verf\u00e4llt, seine Gespielinnen zu erpressen. Auch Spenser, der Eisenhower im Auftrag der Damen davon abbringen soll, sich die Lust auch noch mit Geld vers\u00fc\u00dfen zu lassen, findet den Erpresser sympathisch. Er versucht sein M\u00f6glichstes, bekommt es mit einem bizarren Gangsterp\u00e4rchen zu tun und handelt endlich einen Kompromiss aus. Einer seiner leichteren F\u00e4lle, sollte man meinen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Und tats\u00e4chlich: Ungef\u00e4hr die erste H\u00e4lfte von &#8222;Bitteres Ende&#8220; ist eher eine lockere Studie fremdgehender Frauen im Ambiente der hippen Fitnessclubs und diskreten Absteigen als ein Hardboiled, als dessen so ziemlich letzter Protagonist Privatdetektiv Spenser in Boston ermittelt. Ihm bleibt viel Zeit f\u00fcr Gespr\u00e4che mit seiner Traumfrau Susan Silverman, die Psychologin, deren Interesse an dem Fall auch beruflicher Natur ist. Vor allem: Warum scheint es Eisenhower zu genie\u00dfen, wenn die Frauen, die er verf\u00fchrt, verheiratet sind? Fr\u00fchkindlich oder was? Ganz gekl\u00e4rt wird das nicht, gut so, au\u00dferdem verweist schon der Titel darauf, dass der zweite Teil des Buches an handgreiflicher Dramatik deutlich zulegt und endlich auch mit dem aufwartet, was Spenser nun einmal ausmacht: fiese Ganoven und noch fiesere Morde.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei aller professionellen Routine, mit der Parker auch dieses Abenteuer herunterschreibt, vermag dieser zweite Teil des Romans weniger zu \u00fcberzeugen als der erste. Ein bissel zu plakativ das Gangsterp\u00e4rchen (Schie\u00dfk\u00fcnstler, der seinen grenzdebilen Exboxerfreund vor den Gefahren der Welt besch\u00fctzt), die Mordaufkl\u00e4rung im Rahmen dessen, was man erwarten konnte. Nein, nicht schlecht, Spenser eben, lakonisch-witzige Dialoge mit Susan und anderen, der \u00fcbliche Nachweis auch, dass unser Spenser nicht einfach ein Haudrauf ist, sondern Hemingway-Zitate schon erkennt, bevor sie \u00fcberhaupt ausgesprochen werden. Und selbstverst\u00e4ndlich inszenieren sich Spenser und Susan als das perfekte Paar angesichts all des Liebesleids um sich herum. Fazit: Ein eher mittelm\u00e4\u00dfiger Spenser, aber wie es halt so ist: Von Zeit zu Zeit liest man den alten Knaben immer wieder gern \u2013 und lieber ein Routine-Parker als ein (bitte Namen einsetzen).<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Robert B. Parker: Bitteres Ende. \nPendragon 2012. 216 Seiten. 9,95 \u20ac\n(\"The Professional\". 2009. Deutsch von Emanuel Bergmann)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gary Eisenhower hat&#8217;s drauf. Der Junge kriegt die jungen und frustrierten Frauen \u00e4lterer und reicher M\u00e4nner spielend ins Bett, b\u00f6se sein kann man ihm nicht, selbst wenn er auf die Idee verf\u00e4llt, seine Gespielinnen zu erpressen. 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