{"id":21602,"date":"2009-04-22T07:56:18","date_gmt":"2009-04-22T07:56:18","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/04\/criminalbibliothek-1850-1933-neueste-lieferungen\/"},"modified":"2022-06-12T23:46:26","modified_gmt":"2022-06-12T21:46:26","slug":"criminalbibliothek-1850-1933-neueste-lieferungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/04\/criminalbibliothek-1850-1933-neueste-lieferungen\/","title":{"rendered":"&#8222;Criminalbibliothek 1850 &#8211; 1933&#8220;: neueste Lieferungen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2009\/cover\/cb_2_3.jpg\" alt=\"cb_2_3.jpg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zeit f\u00fcr ein wenig Werbung in Sachen Krimitradition. Dieser Tage erscheinen in der von mir herausgegebenen Reihe &#8222;Criminalbibliothek 1850 \u2013 1933&#8220; der zweite und dritte von insgesamt zehn B\u00e4nden. \u00dcber die Notwendigkeit, J.D.H. Temme in dieser Bibliothek zu pr\u00e4sentieren, muss hier nichts mehr gesagt werden. Der wohl wichtigste Krimiautor der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts, engagierter K\u00e4mpfer f\u00fcr das Recht und zugleich gl\u00e4nzendster Stilist, wird mit drei l\u00e4ngeren Erz\u00e4hlungen vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Auswahl war schwierig. Letztenendes gab den Ausschlag, dass ich Temme sowohl als politischen Kriminalschriftsteller, Wegweiser in formaler Stoffumsetzung und Pionier des &#8222;Ermittlerkrimis&#8220; pr\u00e4sentieren wollte. Wer die drei Erz\u00e4hlungen liest, wird hoffentlich verstehen, warum sie aus einer Vielzahl guter Exempel ausgew\u00e4hlt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass auch Benno Bronners &#8222;Herr von Syllabus&#8220; in der &#8222;Criminalbibliothek&#8220; seinen Platz finden musste, bedarf einer n\u00e4heren Erl\u00e4uterung. Handelt es sich bei dieser &#8222;Criminalnovelle&#8220; doch nicht um einen &#8222;Krimi&#8220; im eigentlichen Sinne, wohl aber um eine Krimiparodie \u2013 die meines Wissens erste in der Geschichte des Genres. Mehr noch: Sie liefert ein faszinierendes Zeitbild aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, beschreibt den Konflikt zwischen dem Althergebrachten und dem Neuen, der Kirche und der Industrialisierung, der tradierten Kunstauffassung und den aufstrebenden &#8222;umst\u00fcrzlerischen Elementen&#8220;. Besonders interessant wird dabei die Person des Autors (Benno Bronner ist ein Pseudonym) und seiner Absicht. Hieraus ergibt sich der finale Clou der Erz\u00e4hlung, die genau dadurch eben doch zum Krimi wird&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt der &#8222;Criminalbibliothek&#8220; soll ein weiterer Schritt auf dem langen Weg sein, all den vergessenen, in die Schundecke getriebenen Autorinnen und Autoren ein wenig Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Sie haben es verdient.<\/p>\n\n\n\n<p>Die B\u00e4nde kann man direkt beim Verlag, der \u2192<a href=\"http:\/\/www.peterfaecke.de\/inhalt\/neuerscheinungen.html\">Edition K\u00f6ln<\/a> ordern, im \u00f6rtlichen Buchhandel bestellen \u2013 und selbstverst\u00e4ndlich auch bei allen Online-Anbietern. Lehrreiches Lesevergn\u00fcgen wird hiermit garantiert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeit f\u00fcr ein wenig Werbung in Sachen Krimitradition. Dieser Tage erscheinen in der von mir herausgegebenen Reihe &#8222;Criminalbibliothek 1850 \u2013 1933&#8220; der zweite und dritte von insgesamt zehn B\u00e4nden. \u00dcber die Notwendigkeit, J.D.H. Temme in dieser Bibliothek zu pr\u00e4sentieren, muss hier nichts mehr gesagt werden. Der wohl wichtigste Krimiautor der zweiten H\u00e4lfte des 19. 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