{"id":21661,"date":"2009-06-03T07:43:25","date_gmt":"2009-06-03T07:43:25","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/06\/aus-den-katalogen\/"},"modified":"2022-06-16T04:28:08","modified_gmt":"2022-06-16T02:28:08","slug":"aus-den-katalogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/06\/aus-den-katalogen\/","title":{"rendered":"Aus den Katalogen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Herbstkataloge flattern ins Haus. Und versprechen uns: Auch in den n\u00e4chsten Monaten wird der Krimistrom nicht abrei\u00dfen. Dick sind sie, diese Kataloge, hochgl\u00e4nzend, Marktgeschrei t\u00f6nt aus den Seiten. Aber wenden wir uns den schmaleren, n\u00fcchterneren, nicht ganz so lauten Katalogen zu, den kleinen oder zumindest kleineren Verlagen. Was versprechen sie uns f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte des Jahres? Einige Hervorhebungen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Beginnen wir mit dem Belleville Verlag, der haupts\u00e4chlich Sachb\u00fccher feilbietet. Hier besonders interessant: &#8222;Die Haarmann-Protokolle&#8220; (Juni 2009), herausgegeben von Christine Pozs\u00e1r und Michael Farin. Auf 640 Seiten entfaltet sich die krude Welt des &#8222;Werwolfs von Hannover&#8220;, Grundlage auch des preisgekr\u00f6nten Films &#8222;Der Totmacher&#8220;. Ebenfalls reizvoll: &#8222;Schw\u00e4rmerische Gr\u00e4uelscenen. Der Fall Margarethe Peter&#8220;. True Crime und religi\u00f6se Schw\u00e4rmerei aus dem Kanton Z\u00fcrich im Jahre des Herrn 1823 (Dezember 2009). Und nicht zu vergessen: Die zweib\u00e4ndige &#8222;Chronik des Polizeipr\u00e4sidiums M\u00fcnchen&#8220;. Von 1294(!) bis 2010, erscheint im November 2009 (Band 1) resp. im September 2010, insgesamt 960 Seiten f\u00fcr 68 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nun einen Schwenk zur Belletristik. Aus dem Hause Pendragon dringt die Kunde, Frank G\u00f6hre beschenke uns im Juni mit &#8222;Seelenlandschaften&#8220;, im Untertitel: &#8222;Ann\u00e4herungen, R\u00fcckblicke&#8220;, also eigentlich auch &#8222;Sachbuch&#8220;, doch wer G\u00f6hre und sein Glauserbuch &#8222;Mo&#8220; kennt, der ahnt schon, dass es mehr als das sein wird. Es geht jedenfalls um &#8222;die Seelenlandschaften der Protagonisten in den Romanen von Charles Willeford, Edward Bunker und Tony Hillerman&#8220;, 224 Seiten f\u00fcr nicht mal einen Zehner, da freuen wir uns drauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Freuen werden sich auch viele auf David Peace und &#8222;Tokio im Jahr Null&#8220;. Die Verlagsbuchhandlung Liebeskind verspricht uns das Werk f\u00fcr den August. Ein Serienm\u00f6rder treibt im zerst\u00f6rten Tokio des Jahres 1946 sein Unwesen \u2013 der erste Band von Peaces Japan-Trilogie.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum Oktober warten m\u00fcssen alle Freunde von Leo Perutz. Dessen &#8222;Zwischen neun und neun&#8220; erscheint dann bei Matthes und Seitz mit Illustrationen von Rasha El Sawiy. Man darf auf das bibliophile St\u00fcckchen gespannt sein, auch wenn man den famosen Text schon in- und auswendig kennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das auf den ersten Blick merkw\u00fcrdigste Projekt annonciert der Emons Verlag. &#8222;Die besten Tatorte jetzt als Buch!&#8220; Hm. Da auch ein SR-Tatort dazugeh\u00f6rt, zweifeln wir das schon mal kleinlaut an. Vielleicht zu unrecht. Sechs Tatorte mutieren in dieser ersten Lieferung zu Romanen, ausnahmslos nicht von den Drehbuchautoren verfertigt (darunter auch Friedrich Ani), sondern anderen Schreibern. Aber sinds \u00fcberhaupt Romane? Der Verlag verkauft sie jedenfalls als &#8222;Begleitb\u00fccher&#8220;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Romane sind es ganz bestimmt, womit uns Grafit in die Buchhandlungen lockt. Harry Nyk\u00e4nen, als Autor der &#8222;Raid&#8220;-Krimis gut beleumundet, kommt im September mit &#8222;Ariel. Mord vor Jom Kippur&#8220; auf den Markt. Spielt in Finnland und besch\u00e4ftigt sich mit dem dortigen j\u00fcdischen Leben. Der Verlag warnt: &#8222;Nichts f\u00fcr Zartbesaitete&#8220;. Aus der deutschen Abteilung wollen wir Jan Zweyers &#8222;Goldfasan&#8220; hervorheben, ein historischer Kriminalroman aus der NS-Zeit. Nicht unproblematisch, mal schauen, wie es Herr Zweyer hingekriegt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>dpr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Herbstkataloge flattern ins Haus. Und versprechen uns: Auch in den n\u00e4chsten Monaten wird der Krimistrom nicht abrei\u00dfen. Dick sind sie, diese Kataloge, hochgl\u00e4nzend, Marktgeschrei t\u00f6nt aus den Seiten. Aber wenden wir uns den schmaleren, n\u00fcchterneren, nicht ganz so lauten Katalogen zu, den kleinen oder zumindest kleineren Verlagen. 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