{"id":21738,"date":"2009-08-16T16:16:42","date_gmt":"2009-08-16T16:16:42","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/08\/krimileseleben-5\/"},"modified":"2022-06-16T04:37:02","modified_gmt":"2022-06-16T02:37:02","slug":"krimileseleben-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/08\/krimileseleben-5\/","title":{"rendered":"Krimileseleben -5-"},"content":{"rendered":"\n<p>Auch diese Woche beginnt mit den Bekenntnissen von Krimileserinnen und -lesern. Weitere werden folgen, die letzte Ausgabe unserer kleinen Interviewreihe findet man \u2192<a href=\"http:\/\/www.hinternet.de\/weblog\/2009\/08\/krimileseleben-4.php\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Mich\u00e8le, 48, Luxemburg<br \/>Maggie<br \/>Stefan, 25, Buchh\u00e4ndler, &#8222;Krimileser mit ausgepr\u00e4gter Sammelleidenschaft&#8220;<br \/>Caro, 28, Buchh\u00e4ndlerin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie und wann bist du zum Krimi gekommen und was waren deine ersten pr\u00e4genden Leseerlebnisse im Genre?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mich\u00e8le:<\/strong> Wenn ich recht \u00fcberlege, dann hat sich das schon w\u00e4hrend meiner &#8222;Fr\u00fchzeit&#8220; festgelegt: angefangen mit Micky Maus und Kommissar Hunter, Abenteuerb\u00fccher (Enid Blyton, etc), dann Karl May, Orient-B\u00e4nde und Amerika-B\u00e4nde und \u00e4hnliche \u2026., als ich etwa 12 war, musste ich jeden Tag 2-4mal t\u00e4glich 20 Minuten Zugfahren. Also was tun: Lesen! Zuerst solche kleinen Heftchen wie &#8222;Gaslicht&#8220; o.\u00e4., dann &#8222;G-Man Jerry Cotton&#8220;.<br \/>Sp\u00e4ter habe ich dann die Bibliothek meiner Eltern gepl\u00fcndert und alles gelesen, was sich nicht wehren konnte (u.a. auch Krimis und Abenteuer &#8211; D\u00fcrrenmatt, Meuterei auf der Bounty, Cronin, Remarque, etc &#8211; was damals so in Mode war). Ab 16 Jahren. bis nach dem Abi habe fast nur Klassiker und Zeitgen\u00f6ssisches gelesen in deutsch, franz\u00f6sisch und englisch (war in einer Sprachen\/Literaturklasse). Danach LeseLoch &#8211; weil arbeiten, H\u00e4usle bauen, Kinder kriegen \u2026. Vor etwa 5 Jahren habe ich wieder angefangen zu lesen; in der Zwischenzeit war meine Ehe so gut wie beendet und mir stand der Sinn nicht nach Liebesgefl\u00fcster &#8211; also &#8222;back to the roots&#8220;. Begonnen habe ich damals mit Berndorf (leicht und am\u00fcsant und weil aus der Gegend), Mankell (weil er gerade in aller Munde war) und George (weil ich auch englisch lesen wollte).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maggie:<\/strong> Ich lese seit ich denken kann (ich bin 47). Sobald ich lesen konnte, hatte die Familie Ruhe vor mir und schon als Kind waren Serien wie die &#8222;F\u00fcnf Freunde&#8220; etc. meine Favoriten. Sp\u00e4ter hab ich dann gelesen, was mir zwischen die Finger kam, im aller\u00e4ussersten Notfall die Schm\u00f6ker vom Buchclub aus Mutterns Regal oder die Aufschrift der Aspirinp\u00e4ckchen. Dann folgte eine relativ lange Phase von Klassikern, meine Lieblinge die englischen &#8211; Kipling, Somerset Maugham, Jane Austen. Und Reisebeschreibungen. Aber dazwischen m\u00fcssen auch schon immer Krimis gewesen sein, und als ich auf der Suche nach englischen Autoren die Goldmann Krimis entdeckte ( damals waren die Verlage ja so schlau, die Krimi Reihen einheitlich gestaltet herauszugeben &#8211; Wiedererkennungswert), gabs kein Halten mehr. Die ersten Autorinnen, die mich im Genre gehalten haben, waren &#8211; nein, nicht A. Christie &#8211; sondern Dorothy Sayers und Ngaio Marsh. Sp\u00e4ter dann die Autoren von Diogenes und Rororo ( Kemelman, Van de Wetering etc ), auch Ariadne.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stefan:<\/strong> Relativ sp\u00e4t. Ich habe zwar schon als kleines Kind ein Faible f\u00fcr B\u00fccher gehabt, mich allerdings in erster Linie f\u00fcr Sachb\u00fccher, vor allem im Bereich der Tierwelt, interessiert. Bis ins Jahr 2000 ist die Unterhaltungsliteratur (bis auf wenige Ausnahmen wie Michael Endes \u201eDer Wunschpunsch\u201c) an mir vorbeigegangen. Im besagten Jahr habe ich dann einige Monate bei einem Autoteilezulieferer gearbeitet und mich dort in der einst\u00fcndigen Pause ziemlich gelangweilt. Was folgte war ein Ausflug in die B\u00fccherei, wo ich mir die Sherlock Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle (\u201eDas Tal der Furcht\u201c und \u201eDie Abenteuer des Sherlock Holmes\u201c) ausgeliehen habe. Warum ausgerechnet die, wei\u00df ich bis heute nicht, aber es war der Startschuss einer Leidenschaft und eines Hobbys, ohne das ich mir das Leben heut so gar nicht vorstellen kann. Das ich \u00fcber die B\u00fccher Doyles auch noch meine Freundin kennen gelernt habe, passt da ziemlich gut ins Schema.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Caro:<\/strong> Ich habe schon als Kind gerne Detektivgeschichten gelesen, bzw. angeh\u00f6rt. Besonders gut gefallen haben mir \u201eDie f\u00fcnf Freunde\u201c von Enid Blyton, oder meine TKKG-Kassetten.<br \/>Ein pr\u00e4gendes Leseerlebnis war aber auch, als wir in der Grundschule \u201eDie Abenteuer der schwarzen Hand\u201c von Hans J\u00fcrgen Press gelesen haben \u2013 ein Mitratekrimi f\u00fcr Kinder. Wie es bei Schullekt\u00fcren so ist, mussten wir das Buch etappenweise lesen, was mir damals schon extrem schwer fiel. Ich habe nicht verstanden, wie andere Kinder so erb\u00e4rmlich langsam lesen konnten! Wollten die denn das R\u00e4tsel nicht l\u00f6sen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie hat sich dein Krimilesegeschmack im Lauf der Zeit entwickelt? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mich\u00e8le:<\/strong> Ich denke, nicht sehr viel: Ich lese immer noch Berndorf, Mankell und George, doch es sind noch einige mehr dazugekommen. Im Prinzip ziehe ich europ\u00e4ische Krimis den amerikanischen Krimis vor, d.h. ich bin kein Freund von Massenm\u00f6rdern und bluttriefenden Showdowns &#8211; doch ich will nicht verallgemeinern.<br \/>Ich mag eher das Skurrile (Grimes), den schwarzen Humor (Hill), das Beschauliche (P.D. James, Charles Todd). Ausserdem bin ich \u00fcberzeugter Serient\u00e4ter. Wenn mir ein Buch aus der Serie gef\u00e4llt, lese ich die ganze Serie und das, wenn m\u00f6glich in chronologischer Reihenfolge.<br \/>Mittlerweile lese ich die franz\u00f6sischen Krimis auch in der Muttersprache \u2026Und letzte Woche die neueste Herausforderung: Alicia Gim\u00e9nez Bartlett \u2026. auf spanisch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maggie:<\/strong> Nachdem die Verlage damals die Krimireihen einheitlich gestaltet haben, hat das die Suche nat\u00fcrlich viel einfacher gemacht. Die Informationsm\u00f6glichkeiten, die wir heute haben, gab es ja nicht. Also bin ich am Monatsanfang in die Buchhandlung und hab nach den roten Goldmanns, den Diogenes (damals gelb\/schwarz) oder den Rororo B\u00fcchern geschaut. Und, nat\u00fcrlich, die absoluten Lieblinge aus der DumontReihe, die wegen ihrer Nachworte auch unglaublich informativ waren.<br \/>Den n\u00e4chsten Schub hat die Krimi-Begeisterung erhalten, als ich angefangen habe, englisch zu lesen. Endlich Serien in der richtigen Reihenfolge, keine vermurksten \u00dcbersetzungen mehr. Und keine Warterei, ob der Verlag das n\u00e4chste wirklich herausbringt bzw. wann er es herausbringt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stefan:<\/strong> In keine spezielle Richtung, sondern breit gef\u00e4chert durch alle Genres hinweg. Ich kann nicht behaupten, mich nur f\u00fcr eines zu interessieren, wenngleich ich besonders an den Krimis des Golden Age meine Freude finde. Aber auch Spionageromane alla Eric Ambler, Hardboiled wie bei John Connolly oder Pulp wie bei Lawrence Block finden sich in meinem B\u00fccherregal wieder. Die Figuren sind dabei von entscheidender Bedeutung. Der arrogante, unnahbare Detektiv findet genauso meinen Gefallen, wie der schwarzhumorige, verbitterte Ermittler. Stereotyp und \u00fcberzeichnet sollen sie aber bitte nicht sein.<br \/>Kurzum: Alles was gut ist oder mir gut erscheint, wird gelesen, wobei ich um platten Mainstream und hohlk\u00f6pfigen Splatterallerlei einen gro\u00dfen Bogen mache. Was das angeht, bin ich sicherlich im Laufe der bei mir noch wenigen Jahren anspruchsvoller geworden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Caro:<\/strong> Nach den Kinderkrimis kam erst mal eine Zeit lang nichts. Ich habe haupts\u00e4chlich Belletristisches gelesen und dann erst in meiner Jugend wieder zum Krimi gefunden. John Grisham habe ich gerne gelesen, allerdings war mir das bald zu langweilig (die Muster sind in seinen Romanen ja nicht besonders schwer zu erkennen) und ich habe mich mit Begeisterung Stephen King zugewandt. Das ging zwar mehr in die Horrorrichtung, aber ich habe ein Buch nach dem anderen verschlungen. \u00dcber Minette Walters und Elise Title kam ich dann aber wieder zu den \u201enormalen Krimis\u201c. Ian Rankin habe ich dann auch sehr gerne gelesen.<br \/>Heute unterscheide ich bei den Krimis, die ich lese ganz gerne zwischen purer Unterhaltung, die mir einfach Spa\u00df macht und anspruchsvolleren Krimis, die von Atmosph\u00e4ren, der Sprachfertigkeit des Autors oder ermittlerischer Detailarbeit leben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Gretchenfrage: Warum liest du Krimis? &#8222;Nur&#8220; zur Unterhaltung oder gibt es noch andere Motive?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mich\u00e8le:<\/strong> Haupts\u00e4chlich zur Unterhaltung (schaue kein Fernsehen). Gelesen wird:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; wenn ich unterwegs bin (meist allein &#8211; als Wegbegleiter)<br \/>&#8211; vor dem Einschlafen (Entspannung)<br \/>&#8211; manchmal (wenn ich Zeit habe und es regnet nicht) auf einem Liegestuhl auf meiner Terrasse mit einem guten Gl\u00e4schen Wein (Entspannung pur)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maggie<\/strong>: Warum Krimis? Ja, zur Unterhaltung, ganz klar. Ich liebe gut erz\u00e4hlte Geschichten. Aber andererseits, weil ich Krimis zu jedem Thema finde. Etwas \u00fcber andere Kulturen erfahren, Sozialkritik, Humor, fremde L\u00e4nder oder vergangene Zeiten &#8230;.. einen Krimi gibts immer.<br \/>Wir reisen viel und vorab schon einen Krimi \u00fcber das Land zu lesen, ist immer reizvoll und informativ. Oder vor Ort die Buchhandlungen unsicher zu machen und unbekannte Autoren entdecken &#8211; herrlich. Du willst nicht wissen, wieviel B\u00fccher ich damals aus Alaska mitgebracht habe &#8230;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stefan<\/strong>: Hm, schwierig. Sicherlich in erster Linie zur Unterhaltung, wenngleich ich aber auch mit pr\u00fcfendem Blick die literarischen Aspekte eines Krimis betrachte. Wie hat sich der Autor im Laufe der Jahre entwickelt? (Ein Grund, warum ich alle B\u00fccher immer in der Reihenfolge ihres Erscheinens lese. Auch bei Stand-Alones.) Wie baut der Schriftsteller seinen Krimi auf? Was macht jetzt hier genau die Spannung aus? Ich lasse mich also nicht nur berieseln, sondern schaue genauer hin, was allerdings auch jobbedingt ist, da man als Buchh\u00e4ndler seine Empfehlungen schon inhaltlich unterf\u00fcttern sollte, um den Kunden einen kurzen \u00dcberblick geben zu k\u00f6nnen.<br \/>Was mir besonderen Spa\u00df macht, ist das gem\u00fctliche Mitr\u00e4tseln (sicherlich ein Grund f\u00fcr meine Vorliebe an den klassischen Krimis des Golden Age) und das schlichte Sammeln. Wo immer ich einen interessanten Titel entdecke, wird er erworben und der langsam immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Sammlung einverleibt. Das St\u00f6bern nach guten Krimis ist somit zu einem weiteren wichtigen Teil des Hobbys geworden.<br \/>Auch wenn Krimis mein bevorzugter Lesestoff sind, werden nebenher auch immer mal wieder Klassiker der Belletristik, historische oder phantastische Romane von mir gelesen. Nicht nur aufgrund der Abwechslung, sondern auch weil dort teilweise Themen, die mich ebenfalls sehr interessieren (z.B. Geschichte) besser abgebildet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Caro:<\/strong> Nat\u00fcrlich lese ich Krimis der Unterhaltung wegen, aber auch um beruflich immer auf dem neuesten Stand zu sein, bzw. um L\u00fccken in meinem Literaturwissen zu schlie\u00dfen. Da ich fr\u00fcher praktisch keine klassischen Krimis gelesen habe und auch vor meiner buchh\u00e4ndlerischen Ausbildung recht wahllos vorgegangen bin, muss ich jetzt manches nachholen.<br \/>Ich lese auch nicht ausschlie\u00dflich Krimis, seit ich regelm\u00e4\u00dfig bei der Krimi-Couch reinschaue aber \u00fcberwiegend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie informierst du dich \u00fcber das Angebot? Liest du auch Rezensionen \u2013 und welchen Wert haben sie f\u00fcr dich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mich\u00e8le<\/strong>: Seit ich bei der KC bin, werde ich mit Ideen und Infos \u00fcbersch\u00fcttet &#8211; die Wahl f\u00e4llt schwerer, doch wirkliche Missgriffe lassen sich auch vermeiden; die Rezensionen lese ich ziemlich regelm\u00e4ssig<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; wenn mich mal ein neuer(s) Autor\/Buch n\u00e4her interessiert &#8211; dann lese ich auch die Leserkommentare<br \/>&#8211; wenn heftig \u00fcber ein(en) Autor\/Buch debattiert wird und ich mit dem Gedanken spiele, es mir zu kaufen (oder sogar schon gelesen habe)<br \/>&#8211; wenn ich selbst ein Buch als super und\/oder totalen Quark befunden habe (um zu sehen ob ich mit meiner Meinung daneben liege \u2026)<\/p>\n\n\n\n<p>Da ich aber viele Serien lese zB: Robinson (Banks), Hill (Daziel), PD James (Dalgliesh), Todd (Rutledge) lese ich Rezensionen nur, wenn ich zuf\u00e4llig daran vorbei komme &#8211; ich weiss n\u00e4mlich, dass jede Reihe ihre &#8222;Durchh\u00e4nger&#8220; hat, aber auch ihre &#8222;Highlights&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maggie:<\/strong> Wie ich mich informiere? Nun, heutzutage schau ich auf die KC, aber ich st\u00f6bere auch bei Amazon. Oder ich schaue bei Autoren, die ich mag, die auch oft Empfehlungen und Verweisungen auf andere Autoren geben. Um ehrlich zu sein, heute nutze ich zur Informationsfindung haupts\u00e4chlich das Internet, zB auch amerikanische Mystery Clubs u.\u00e4.<br \/>Rezensionen find ich schwierig, das kommt darauf an, ob ich den Rezensenten einsch\u00e4tzen kann. Sagen wir mal so, wenn Jochen eine Beurteilung abgibt, vertraue ich dieser eher, als wenn ich eine Beurteilung vom User xy lese.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stefan:<\/strong> Als Buchh\u00e4ndler \u00fcber so ziemlich alle Wege die mir offen stehen. Ich bibliographiere im Verzeichnis der lieferbaren B\u00fccher, schaue mir die Verlagsvorschauen an, sichte die Leseexemplare und \u2013 ganz wichtig \u2013 schn\u00fcffele unentwegt auf der Krimi-Couch. Ohne die w\u00e4ren mir sehr, sehr viele gute Autoren und Titel durch die Lappen gegangen, weshalb diese Internetseite bei der Suche nach Krimis mittlerweile erste Anlaufstelle ist. Rezensionen sind mir da pers\u00f6nlich gar nicht so wichtig (oft weichen sie nicht unerheblich von meinem Geschmack ab) und werden zumeist erst nach der Lekt\u00fcre gelesen. Oft wird da mir zuviel verraten und nicht selten viel der Spannung genommen. Au\u00dferdem kommt hinzu, dass ich selbst zu jedem Buch eine Rezension dort einstelle, und diese Bewertung m\u00f6glichst objektiv und eigenst\u00e4ndig daherkommen soll.<br \/>Tipps von Freunden mit gleichen Vorlieben, die auch dort angemeldet sind, verf\u00fchren da viel mehr zum Kauf und sorgen in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit f\u00fcr ein leergefegtes Bankkonto.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Caro:<\/strong> Als Buchh\u00e4ndlerin habe ich oft einen Informations\u00fcberfluss, man kann sich unm\u00f6glich alles merken, was in den Verlagsvorschauen steht. Da muss ein Krimi schon ein besonderes Thema haben, von einem bestimmten Autor geschrieben sein oder andere Merkmale haben, damit er mir in der Flut der Neuerscheinungen im Ged\u00e4chtnis bleibt.<br \/>Oft lese ich auch nach Empfehlung. Allerdings muss ich mir dann schon sicher sein, dass derjenige, der mir das Buch empfiehlt, \u00e4hnliche Anspr\u00fcche stellt wie ich.<br \/>Rezensionen lese ich gerne, aber oft wird mir darin zu viel verraten. Ich m\u00f6chte lieber selbst herausfinden, wie sich eine Figur oder ein Handlungsstrang entwickelt. Ausf\u00fchrliche Rezensionen dienen mir deshalb eher als Info f\u00fcr Verkaufsgespr\u00e4che (ich kann ja unm\u00f6glich alle B\u00fccher lesen, die auf dem Markt sind). Und diese knappen Rezensionen in drei bis f\u00fcnf S\u00e4tzen m\u00fcssen schon richtig gut sein, damit ich etwas damit anfangen kann \u2013 sonst kann ich auch einfach den Klappentext lesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch diese Woche beginnt mit den Bekenntnissen von Krimileserinnen und -lesern. 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