{"id":2442,"date":"2009-02-13T04:36:49","date_gmt":"2009-02-13T04:36:49","guid":{"rendered":"http:\/\/mitty.de\/frlc\/2009\/02\/13\/interview-rockterrine\/"},"modified":"2022-09-18T04:14:20","modified_gmt":"2022-09-18T02:14:20","slug":"interview-rockterrine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/02\/interview-rockterrine\/","title":{"rendered":"Interview: Rockterrine"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer als Musiker im Gro\u00dfraum Trier gastiert, hat gro\u00dfe Chancen, von der Rockterrine bekocht zu werden. Die wurde 2003 von Katrin Lauter und Simone Voigt initiiert. Im September 2008 kam sogar ein erstes Rockterrine-Kochbuch in den Handel: \u2192<a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/01\/rockterrine-so-schmeckt-rocknroll\/\" data-type=\"post\" data-id=\"3519\">&#8222;Rockterrine: So schmeckt Rock &#8217;n&#8216; Roll!&#8220;<\/a>. Hinter-Net! sprach mit Simone Voigt \u00fcber die Anf\u00e4nge der Rockterrine, das Buch und die Zukunftspl\u00e4ne.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>Wie sind Sie seinerzeit auf die Idee gekommen, f\u00fcr Bands zu kochen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Als Teenager haben wir angefangen in einem Trierer Jugendzentrum (Exzellenzhaus) f\u00fcr Bands zu kochen. Die Veranstalter waren Freunde von uns und aus diesem Grund war das Bekochen der Bands ein Freundschaftsdienst. F\u00fcr uns war es nat\u00fcrlich auch sehr interessant, Backstage hinter die Kulissen zu schauen. Und dann ist irgendwann aus &#8218;Reis mit Schei\u00df&#8216; eine gro\u00dfe Leidenschaft geworden. Schlie\u00dflich bekamen wir 2003 den ersten professionellen Auftrag. Der \u00f6rtliche Konzertveranstalter Popp Concerts betreute uns mit dem Catering f\u00fcr Air, das franz\u00f6sische Elektropop-Duo. Mithin war der Name Rockterrine geboren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>Gibt es irgendwelche kulinarischen Vorbilder sprich K\u00f6che, deren Arbeit Sie gepr\u00e4gt haben?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Vorbilder gibt es eigentlich nicht. Klar schaut man sich auch mal einige Kochshows im Fernsehen an und liest das ein oder andere Kochbuch. Aber es bleibt dann bei der Inspiration. Gleiches gilt auch f\u00fcr solche F\u00e4lle, bei denen wir mit unterschiedlichen Tourk\u00f6chen zusammenarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>Was ist das Besondere an Ihrer K\u00fcche bzw. an Ihrem Essen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Wir sind vielf\u00e4ltig in unserem Angebot und machen uns sehr viele Gedanken dar\u00fcber. Da wir uns vegetarisch ern\u00e4hren, befassen wir uns nat\u00fcrlich sehr intensiv mit der vegetarischen K\u00fcche. Viele K\u00fcnstler sind ja ebenfalls Vegetarier, das passt dann zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>Sie studieren noch bzw. haben andere Berufe oder streben diese an. Hei\u00dft das, die Rockterrine wird k\u00fcnftig nur nebenher beitrieben? Einen Fulltime-Job sehen Sie nicht darin?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Wir haben uns unseren pers\u00f6nlichen Rock&#8217;n&#8217;Roll-Traum \u00fcber den Suppentopf-Umweg erf\u00fcllt. Als Teenies waren wir auf jedem Rock-Konzert, und unser erster gr\u00f6\u00dferer Auftrag als Catering-Hilfen war f\u00fcr Manowar. Das hat uns schon ein bisschen angefixt. Jetzt sind wir mittendrin und schauen mal, was die Zeit so bringt. Vielleicht wird die Rockterrine auch schon bald unsere Hauptaufgabe sein. Wer wei\u00df?!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>Was hat den Ausschlag gegeben, ein Kochbuch zu ver\u00f6ffentlichen? Das ist ja nicht unbedingt naheliegend\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Ein guter Freund von uns hatte die Idee, seine Diplomarbeit im Bereich Kommunikationsdesign als Kochbuch zu verwirklichen. Damit ist er auf uns zu gekommen. Wir fanden das nat\u00fcrlich super. Er hat uns dann bei jedem Einsatz begleitet, Fotos gemacht und unser Essen gekostet. Durch diese intensive Zusammenarbeit ist letztendlich dieses Buch entstanden: mit den unterschiedlichen Bands, mit Live-Fotos, Ausz\u00fcgen aus unserem G\u00e4stebuch und Interviews. Gl\u00fccklicherweise haben wir sehr schnell einen Verlag daf\u00fcr gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>Nun gew\u00e4hren Sie dem Leser und damit auch der Catering-Konkurrenz einen kleinen Einblick in Ihre &#8222;Erfolgsrezepte&#8220;. Sehen Sie nicht die Gefahr, dass nun alle anderen Caterer Ihre Rezepte abkupfern werden? Oder war das vielleicht sogar der Masterplan, damit die Bands k\u00fcnftig nicht nur in Trier und Umgebung bestens bekocht werden?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Dar\u00fcber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Aber ich glaube nicht, dass sich andere Caterer unsere Rezepte abkupfern. Ich empf\u00e4nde es als Kompliment, wenn sich ausgebildete K\u00f6che bei uns etwas &#8218;abgucken&#8216; w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>Welches war der bisher schwierigste Gast in punkto Speiseplan bzw. Tourrider &#8211; nicht bzgl. seines Egos?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung hatten wir bei dem Festival &#8218;Tag am See&#8216; in Losheim. Da hatten wir einen Musiker, der allergisch gegen Salz, Pfeffer, s\u00e4mtliche Gew\u00fcrze und Zucker war. Da haben wir uns nat\u00fcrlich Gedanken machen m\u00fcssen und schlussendlich frische Kr\u00e4uter als W\u00fcrzmittel genommen. Die Band Pennywise wollte eine australische Gew\u00fcrzwurzel, aber trotz intensiver Recherche haben wir nicht herausgefunden, ob diese wirklich existiert. Ansonsten stehen immer mal ein paar Sonderw\u00fcnsche auf dem Tourrider wie z.B. aromatisierte Zahnstocher, Socken oder vorfrankierte Postkarten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>Sie kochen f\u00fcr Bands bzw. K\u00fcnstler im Gro\u00dfraum Trier und bieten sich auch als Caterer f\u00fcr Jedermann an. Sind Sie denn schon mal mit einer Band auf Tour gegangen oder k\u00f6nnen Sie sich vorstellen, das irgendwann einmal zu machen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Angebote gab es bereits. Jedoch waren diese eher als Floskeln zu verstehen. Beispielsweise: &#8218;Boah, war das lecker, kommt ihr mit auf Tour?&#8216; oder &#8218;Wer hat die Suppe gemacht, die will ich heiraten!&#8216;. Der Gedanke, auf Tour zu gehen, ist kein ungeliebtes Kind von uns. Momentan w\u00e4re dies jedoch nur schwer realisierbar, aufgrund des noch nicht vollst\u00e4ndigen Equipments &#8211; wir mieten uns die Utensilien in den meisten F\u00e4llen noch an &#8211; und aufgrund der Tatsache, dass wir beide die Cateringsache &#8217;noch&#8216; als Nebenberuf machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinternet: <\/strong>F\u00fcr wen wollen Sie unbedingt mal kochen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voigt: <\/strong>Depeche Mode.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer als Musiker im Gro\u00dfraum Trier gastiert, hat gro\u00dfe Chancen, von der Rockterrine bekocht zu werden. Die wurde 2003 von Katrin Lauter und Simone Voigt initiiert. Im September 2008 kam sogar ein erstes Rockterrine-Kochbuch in den Handel: \u2192&#8222;Rockterrine: So schmeckt Rock &#8217;n&#8216; Roll!&#8220;. 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