{"id":2606,"date":"2009-12-24T06:49:52","date_gmt":"2009-12-24T05:49:52","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=2606"},"modified":"2022-09-09T23:41:48","modified_gmt":"2022-09-09T21:41:48","slug":"hinternets-resterampe-2009-teil-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2009\/12\/hinternets-resterampe-2009-teil-5\/","title":{"rendered":"Hinternets Resterampe 2009, Teil 5"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Was vom Jahre \u00fcbrig blieben&#8230; Wir stellen in dieser Reihe einige Ver\u00f6ffentlichungen vor, die anfangs auf der Strecke blieben und dennoch nicht unrezensiert in unser Archiv abwandern sollten.<\/em><br \/><br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/2009\/thumbs\/B001SWGP12.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte Ladung auf der Resterampe wird von der &#8222;heftigsten&#8220; Platte in dieser Reihe er\u00f6ffnet: Dem selbst betitelten Album von <strong>The Hickey Underworld<\/strong> (Naive\/Indigo). Normalerweise erfreut einen das Label Naive mit Electro oder Pop. The Hickey Underworld ist zur Abwechslung mal eine noisige Rockband, deren treibende, manchmal ungest\u00fcme bis verkopfte Musik phasenweise an The Jesus Lizard erinnert. Allerdings ist deren S\u00e4nger kein David Yow. Zum Noise gesellen sich zudem Alternative- und Indierock-Einfl\u00fcsse. Die Band aus Antwerpen hat ein wahrlich beeindruckendes Deb\u00fct abgelegt. Das wurde \u00fcbrigens vom belgischen Electropop-Duo Das Pop produziert und von Howie Weinberg (Nirvana) abgemischt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/2009\/thumbs\/B002MWXV8M.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Nun zu <strong>Pelicans <\/strong>&#8222;<em>What We All Come To Need<\/em>&#8220; (Southern Lord\/Soulfood). Mit G\u00e4sten von SunnO))), Isis und Shiner haben Pelican 50 Minuten Musik erschaffen, die jedem Fan des h\u00e4rteren, atmosph\u00e4rischen Postrock gefallen d\u00fcrften. Wobei sich in &#8222;The Creeper&#8220; &#8212; der Name deutet es schon an &#8212; auch dezente Doom-Einfl\u00fcsse eingeschlichen (!) haben. Ihr einstiger Arbeitgeber Hydra Head Records d\u00fcrfte sich ob dieses gelungenen Albums schwarz \u00e4rgern, die Band in Richtung Southern Lord ziehen gelassen zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/2009\/thumbs\/B002LAUKKM.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Kooperativ sind auch wieder die Notwist-Br\u00fcder Markus und Micha Acher unterwegs. Sie haben schon vor l\u00e4ngerer Zeit mit Ivica Vucelic (u.a. Die Regierung) und Carl Oesterheld (MS John Soda und Tied &amp; Tickled Trio) <strong>3 Shades<\/strong>, fr\u00fcher Three Shades Of Blues, aus der Taufe gehoben. Auf &#8222;<em>Thank God For Beatniks<\/em>&#8220; (Alien Transistor\/Indigo) trifft der Indie-Electro-Postrock von Notwist auf hypnotische Rhythmen, Krautrock und Sprechgesang im Stile von Sage Francis. Nach zwei tollen Lieder &#8212; &#8222;Bombay Can&#8220; und &#8222;Subsequently&#8220; &#8212; geht kurzzeitig der Gaul mit ihnen durch: &#8222;El Topo&#8220; nervt gewaltig. Aber gleich danach haben sie sich wieder gefangen.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/2009\/thumbs\/B002HMCEF8.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Spuren von Postrock finden sich auch bei <strong>Volcano Choir<\/strong>. Die Band um Justin Vernon alias Bon Iver hat den gro\u00dfen Vorteil, auf dessen unverwechselbare Stimme zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen. Allein das macht &#8222;<em>Unmap<\/em>&#8220; (Jagjaguwar\/Cargo) schon unwiderstehlich. Mitunter versinken Volcano Choir etwas zu tief in einem meditativen Jam (&#8222;Sleepymouth&#8220;, &#8222;Dote&#8220;). Daf\u00fcr, dass das Album an nur einem Novembertag anno 2008 entstand, geb\u00fchrt der Truppe gr\u00f6\u00dfter Respekt. Wir warten jetzt noch sehns\u00fcchtiger auf das n\u00e4chste Bon Iver-Album.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/2009\/thumbs\/B002MB0X16.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Und nun zum allerletzten Album des Jahres: &#8222;<em>The Sleeper<\/em>&#8220; (PIAS\/Rough Trade) von <strong>The Leisure Society<\/strong>. Besagte Band wurde von Multi-Instrumentalist Nick Hemming, dem einen oder anderen vielleicht von She Talks To Angels bekannt, gegr\u00fcndet. Zum ersten Mal benutzte Henning 2004 diesen Namen. Doch erst sp\u00e4ter wurde eine richtige Band daraus, die just ein respektables Deb\u00fctalbum ver\u00f6ffentlicht hat. Dessen Ursprung liegt &#8212; wie so oft &#8211; in einer zerbrochenen Beziehung. Den Schmerz und die Trauer konnten Henning, sein Partner Christian Hardy, ebenfalls ein Multiinstrumentalist, und weitere Musiker in feierlichen wie elegischen Indiefolk umwandeln, der wie so viele gute Indieplatten der letzten beiden Jahre auf mehrstimmige Ges\u00e4nge setzt. Herrlich.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was vom Jahre \u00fcbrig blieben&#8230; Wir stellen in dieser Reihe einige Ver\u00f6ffentlichungen vor, die anfangs auf der Strecke blieben und dennoch nicht unrezensiert in unser Archiv abwandern sollten. Die letzte Ladung auf der Resterampe wird von der &#8222;heftigsten&#8220; Platte in dieser Reihe er\u00f6ffnet: Dem selbst betitelten Album von The Hickey Underworld (Naive\/Indigo). 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