{"id":2877,"date":"2010-02-04T08:21:00","date_gmt":"2010-02-04T07:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/2010\/02\/auf-dem-redaktionsschreibtisch-001\/"},"modified":"2022-05-07T01:47:43","modified_gmt":"2022-05-06T23:47:43","slug":"auf-dem-redaktionsschreibtisch-001","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2010\/02\/auf-dem-redaktionsschreibtisch-001\/","title":{"rendered":"Auf dem Redaktionsschreibtisch #001"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Folgenden wollen wir einige Alben vorstellen, die noch vom Januar \u00fcbrig geblieben sind, aber nicht unbesprochen im Archiv verschwinden sollen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"100\" height=\"100\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/b002wmgf94.jpg\" alt=\"B002WMGF94\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Den Anfang machen <strong>Mus\u00e9e M\u00e9canique<\/strong> aus Oregon. Auf ihrem Deb\u00fct <em>&#8222;Hold This Ghost&#8220;<\/em> (Souterrain Transmissions\/Rough Trade) schleichen sie \u00e4u\u00dferst behutsam durch Folk- und Country-Gefilde. Was ihre Songs auszeichnet, ist die zarte Stimme von Micah Rabwin und der Gebrauch von Trompeten, Akkordeon und Mellotron. Calexico sind manchmal gar nicht so weit entfernt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Allerdings k\u00f6nnen Mus\u00e9e M\u00e9canique auch anders: &#8222;Nothing Glorious&#8220; basiert auf einer Art Loop (oder ist es ein Keyboard?), zu dem sich Schlagzeug, Streicher und Glockenspiel gesellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was man noch \u00fcber die Band wissen sollte?<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Wenn die f\u00fcnf Herren, deren Kern aus Rabwin und Sean Ogilvie besteht, nicht als Mus\u00e9e M\u00e9canique musizieren, dann als Begleitband der kanadischen Singer-Songwriterin Laura Gibson.<\/li><li>Ihren Namen haben sie von einem gleichnamigem Museum in San Francisco, in dem vor allem uralte h\u00f6lzerne Gl\u00fccksspielautomaten ausgestellt werden.<\/li><li>Gitarrist, S\u00e4nger und Keyboarder Ogilvie war fr\u00fcher Mitglied bei Tristeza.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"100\" height=\"100\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/b002usujce.jpg\" alt=\"B002USUJCE\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Nach 18 Monaten auf Tournee nahmen <strong>Midlake<\/strong> die Arbeiten an ihrem dritten Album <em>&#8222;The Courage Of Others&#8220;<\/em> (Bella Union\/Cooperative Music\/Universal) auf. Erstmals sp\u00fcrten sie, dass viele Augen auf sie gerichtet waren. Schlie\u00dflich hatte ihnen das Vorg\u00e4ngerwerk &#8222;The Trials Of Van Occupanther&#8220; (2006) zahlreiche positive Kritiken beschert. Geschadet hat ihnen der Erwartungsdruck nicht: &#8222;The Courage Of Others&#8220; gef\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die durchweg melancholischen, einlullenden Songs lassen einen mit den Gedanken weit abschweifen und in einen wundersch\u00f6nen Tagtraum versinken. Manche m\u00f6gen die Lieder als unspektakul\u00e4r abtun. Doch gibt man ihnen und vor allem sich Zeit, h\u00f6rt sie sich in aller Ruhe an, offenbaren sie ihre ganze Sch\u00f6nheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"100\" height=\"100\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/b002ymtjbs.jpg\" alt=\"B002YMTJBS\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Wer es noch nicht wusste: Alan Sparhawk und Steve Garrington, die zwei M\u00e4nner bei Low, haben ein weiteres Bet\u00e4tigungsfeld: den <strong>Retribution Gospel Choir<\/strong>, dessen Album <em>&#8222;2&#8220;<\/em> (Sub Pop\/Cargo) weder Strafe, noch Gospel, noch Chor geschweige denn wie Low ist. Sparhawk und Garrington leben zusammen mit Eric Pollard auf &#8222;2&#8220; ihr Faible f\u00fcr Indierock fernab des zarten Low-Sounds aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Songs: der hymnenhafte Rocksong &#8222;Hide It Away&#8220;, das antreibende &#8222;Workin&#8216; Hard&#8220; und das anfangs z\u00e4he &#8222;Poor Man&#8217;s Daughter&#8220;, das sich kurz nach der H\u00e4lfte in ein l\u00e4rmendes Etwas aus Feedback und Schlagzeug-Gegpolter verwandelt, um doch mit harmonischem Folk abzuschlie\u00dfen. Richtig bes\u00e4nftigt und zahm geben sich Retribution Gospel Choir auch in dem 28-sek\u00fcndigen Instrumental &#8222;The Last Of The Blue Dream&#8220; und im letzten Song &#8222;Bless Us All&#8220;. Dazwischen, genauer gesagt in &#8222;Something&#8217;s Going To Break&#8220;, l\u00e4rmen sie hinter einer Schallschutzwand (so h\u00f6rt es sich wirklich an!).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"100\" height=\"100\" class=\"lbild\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/b002xz62aw.jpg\" alt=\"B002XZ62AW\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Stephin Merritt wollte etwas anders machen und hat mit seiner Band The <strong>Magnetic Fields<\/strong> ein Folk-Album aufgenommen. <em>&#8222;Realism&#8220;<\/em> (Nonesuch\/Warner) wird von dem ironischen &#8222;You Must Be Out Of Your Mind&#8220; er\u00f6ffnet. Darauf folgt das schr\u00e4ge &#8222;Interlude&#8220;: Merritt &amp; Co. haben mit gezupften Gitarrensaiten, Piano, Streichern und einer hohe Frauenstimme einen seltsamen Song erschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;We Are Having A Hootenanny&#8220; ist derweil ein phantastischer Akustik-Singalong-Track. Drei Lieder, drei Gesichter. So geht es auch weiter: Merritt l\u00e4sst sich nicht festnageln. Allerdings ist seine Folksong-Sammlung etwas zu anstrengend und somit nur Langzeit-The Magnetic Fields-Fans zu empfehlen. Wobei sich auch andere \u00fcber das teils auf deutsch gesungene &#8222;Everything Is One Big Christmas Tree&#8220; k\u00f6stlich am\u00fcsieren werden.<\/p>\n\n\n\n<p>(kfb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Folgenden wollen wir einige Alben vorstellen, die noch vom Januar \u00fcbrig geblieben sind, aber nicht unbesprochen im Archiv verschwinden sollen: Den Anfang machen Mus\u00e9e M\u00e9canique aus Oregon. 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