{"id":29503,"date":"1999-08-18T11:11:00","date_gmt":"1999-08-18T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=29503"},"modified":"2022-06-19T01:00:57","modified_gmt":"2022-06-18T23:00:57","slug":"barry-adamson-the-murky-world-of-barry-adamson","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1999\/08\/barry-adamson-the-murky-world-of-barry-adamson\/","title":{"rendered":"Barry Adamson: The Murky World Of Barry Adamson"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit &#8222;The Murky World Of Barry Adamson&#8220; legt Adamson eine Werkschau der letzten 10 Jahre seines Soloschaffens vor. Der ob seines genialen Ba\u00dfspiels gesch\u00e4tzte Brite ging nach fruchtbarer Zusammenarbeit mit Howard Devoto, Pete Shelly und Nick Cave eigene Wege, um seine assoziativen und suggestiven Musiken als Solok\u00fcnstler zu realisieren. Sein Faible f\u00fcr Filmmusiken zeigte sich bereits in Magazine&#8217;s Coverversion von John Barry&#8217;s &#8222;Goldfinger&#8220;. Adamsons 89er Solo-Debut &#8222;Moss Side Story&#8220; &#8211; Musik zu einem imagin\u00e4ren Film &#8211; machte einige Regisseure auf ihn aufmerksam. Es folgten zwei echte Filmmusik-Alben: &#8222;Delusion&#8220; und &#8222;Gas, Food, Lodging&#8220;, aber auch auf den Soundtracks zu David Lynch&#8217;s &#8222;Lost Highway&#8220; und Oliver Stone&#8217;s &#8222;Natural Born Killers&#8220; wirkt Adamson mit. Auf seinen Solo-Alben verzichtet er allerdings nach wie vor auf real existierende Bilder und \u00fcberl\u00e4\u00dft es dem H\u00f6rer, in seine eigene imagin\u00e4r-phantastische Welt zu entschwinden. Die Bilder spielen sich vorzugsweise im Kopf des H\u00f6rers ab, am besten in einem abgedunkelten Zimmer.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Adamsons Coverversion des klassischen Movie-Themes &#8222;The Man With The Golden Arm&#8220; von Elmer Bernstein er\u00f6ffnete bereits das 89er Album &#8222;Moss Side Story&#8220;. Fette Brass-Sounds und Hammond-Orgel vereinen sich hier zu einem insistierenden Groove, Ska-Elemente bestimmen &#8222;A Fantasy Bond Theme&#8220;. Aus allen musikalischen Bereichen stammen die Techniken, deren sich Adamson bedient, um verschiedene Stimmungen zu schaffen. Jazz, Industrial, Orchestersounds, Bigband, HipHop, R&amp;B, Dance, Trance, Experimental, TripHop usw. usw. Mancini meets Tom Waits in der d\u00fcsteren Geschichte &#8222;Jazz Devil&#8220;, &#8222;The Vibes Ain&#8217;t Nothin&#8216; But The Vibes&#8220; l\u00e4\u00dft die samtige Atmosph\u00e4re fast greifbar werden, Prodigy meets Tricky in &#8222;The Snowball Effect&#8220;, &#8222;Can&#8217;t Get Loose&#8220; hat mit seinem melodischem Gesangspart und dem samtigen Easy-Listening-Vibraphon gar Ohrwurmqualit\u00e4t, im Hintergrund wabert (zumindest in meinen Ohren) das Bond-Theme herum. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Mitch and Andy&#8220;, scheinbar eine bedrohliche aufw\u00fchlende Kurzgeschichte mit Gestalten aus Schwarz-Wei\u00df-Filmen, verweist mit seinem nahezu skelettierten Sound auf Adamsons musikalische Vergangenheit bei Magazine, Birthday Party und den Bad Seeds. Der Eindruck, in ein fr\u00fches Bad-Seeds Album geraten zu sein, wiederholt sich auch in &#8222;Walk The Last Mile&#8220;, aber schlie\u00dflich hat Adamson mit seinen Mute-Kollegen vier Alben eingespielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Adamsons Alben noch nicht kennt, hat mit &#8222;The Murky World Of Barry Adamson&#8220; einen guten Einstieg erwischt, leider aber auch ein katastrophales Booklet, das keinerlei Credits enth\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Barry Adamson: The Murky World Of Barry Adamson\n(Mute CDSumm 174\/Intercord INT 484624-2)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit &#8222;The Murky World Of Barry Adamson&#8220; legt Adamson eine Werkschau der letzten 10 Jahre seines Soloschaffens vor. Der ob seines genialen Ba\u00dfspiels gesch\u00e4tzte Brite ging nach fruchtbarer Zusammenarbeit mit Howard Devoto, Pete Shelly und Nick Cave eigene Wege, um seine assoziativen und suggestiven Musiken als Solok\u00fcnstler zu realisieren. 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