{"id":30084,"date":"1999-11-23T11:11:00","date_gmt":"1999-11-23T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=30084"},"modified":"2022-06-29T00:45:48","modified_gmt":"2022-06-28T22:45:48","slug":"big-country-driving-to-damascus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1999\/11\/big-country-driving-to-damascus\/","title":{"rendered":"Big Country: Driving To Damascus"},"content":{"rendered":"\n<p>Erinnert sich noch jemand an Big Country? Die Band, die 1986 mit &#8222;Look Away&#8220; fast schon einen Hit hatte, um dann Schritt f\u00fcr Schritt, Album f\u00fcr Album in der Versenkung zu verschwinden? Da\u00df sie dieses Schicksal nicht wert sind, haben sie unz\u00e4hlige Male bewiesen &#8211; ich denke an das Hammeralbum &#8222;The Buffalo Skinners&#8220; von 1993 oder die Support-Gigs bei den Rolling Stones in Deutschland. Wahrscheinlich ist es nur ihrer Energie und ihrem Ruf als eine der besten Live-Bands zu verdanken, da\u00df Big Country (zum Gl\u00fcck!) immer noch CD\u00b4s ver\u00f6ffentlichen. &#8222;Driving To Damascus&#8220; ist bislang in Deutschland nicht erschienen und nur \u00fcber die Homepage (<a href=\"http:\/\/bigcountry.co.uk\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bigcountry.co.uk<\/a>) zu bestellen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Mehr als vier Jahre nach dem letzten Studio-Album &#8222;Why The Long Face&#8220; klingen Big Country so frisch, wie sie auf &#8222;No Place Like Home&#8220; (1991) gerne geklungen h\u00e4tten. Im Vordergrund stehen immer noch die Gitarrenl\u00e4ufe von Stuart Adamson und das Wechselspiel mit dem zweiten Gitarristen Bruce Watson; noch immer ist die wehm\u00fctige Stimme von Adamson ein Garant f\u00fcr sehns\u00fcchtige Melodieb\u00f6gen &#8211; aber das erste Mal lockern die vier Schotten ihren Breitwandrock auf. Die keltischen Einfl\u00fcsse sind auf ein Minimum reduziert, stattdessen gibt es Streicher, viel Klavier, weibliche Backgroundstimmen und akustische (!) Gitarren &#8211; bislang selten bis nie genutzte Klangvarianten im Big Country-Kosmos. Dezente Drum-Loops und Samples verneigen sich vor dem Zeitgeist und f\u00fcgen sich (erstaunlicherweise) nahtlos in den Gesamtklang ein. <\/p>\n\n\n\n<p>Das s\u00e4gende Intro des Openers macht unmi\u00dfverst\u00e4ndlich klar: Diese Band hat es nicht verdient, vergessen zu werden, sie ist definitiv zu gut. Selbst ein Blick in die Lyrics lohnt sich. Stuart Adamson ist nicht nur S\u00e4nger und Gitarrist, er ist auch ein richtiger &#8222;Storyteller&#8220;. Seine Texte haben immer einen Hauch von Schwermut, scheinen pr\u00e4destiniert, um sie mit br\u00fcchiger Stimme am Lagerfeuer zu klampfen. Eine Ausnahme bildet der bissige Kommentar in Richtung USA (The President Slipped And Fell). &#8222;Somebody Else&#8220; z.B. ist die Bestandsaufnahme einer gescheiterten Beziehung und dem Neuanfang ohne alten Ballast mit dem folgenden, wunderbaren Textteil &#8222;There\u00b4s a room a bed and a couple of chairs, had a hard time getting the fridge up the stairs, sitting by the window looking out at the rain, man I would love to hear that Leonard Cohen songs again&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Big Country<br \/>Driving To Damascus<br \/>(Track Records)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnert sich noch jemand an Big Country? Die Band, die 1986 mit &#8222;Look Away&#8220; fast schon einen Hit hatte, um dann Schritt f\u00fcr Schritt, Album f\u00fcr Album in der Versenkung zu verschwinden? 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