{"id":30817,"date":"2000-05-31T11:11:00","date_gmt":"2000-05-31T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=30817"},"modified":"2022-07-07T15:45:13","modified_gmt":"2022-07-07T13:45:13","slug":"dionysos-haiku","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2000\/05\/dionysos-haiku\/","title":{"rendered":"Dionysos: Haiku"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/dionysos-haiku.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"225\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/dionysos-haiku.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30818\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/dionysos-haiku.jpg 225w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/dionysos-haiku-145x145.jpg 145w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/dionysos-haiku-60x60.jpg 60w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/dionysos-haiku-120x120.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Musizierende Stra\u00dfenk\u00f6ter sind seit jeher eine Dom\u00e4ne der Franzosen. Schr\u00e4g, bunt und laut! Mit kindlicher Fr\u00f6hlichkeit, rauhem Charme und anarchischem Stilmix holperten sich Bands wie Les Negresses Vertes und Mano Negra einst in die Herzen der Fans. Und das nicht nur bei Ethno-Liebhabern, obwohl das Multi-Kulti-Prinzip die Seele ihrer Musik war. Was mit marrokanischen, algerischen Kl\u00e4ngen, mit Latino und heimischischer Folklore ging, muss mit Brit-Pop also erst recht funktionieren. Denn wer steht den Franzosen ferner als alle Maghreb-Einwanderer, Belgier und Deutsche zusammen? Richtig, die Engl\u00e4nder. Folglich ist Brit-Pop die abgedrehteste Ethno-Spielart auf dem franz\u00f6sischen Markt!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dionysos machen musikalische Poesie, allerdings mit der Brechstange! Am liebsten fallen sie direkt mit der T\u00fcr ins Haus, dass die W\u00e4nde wackeln. Und als Autos w\u00fcrden sie vermutlich mit viereckigen R\u00e4dern fahren, damit\u00b4s auch sch\u00f6n ruckelt. Exzentrisch und l\u00e4rmend klingt\u00b4s, als h\u00e4tte man einen hyperaktiven Sack Fl\u00f6he ins Studio gekippt: &#8222;So, jetzt macht mal \u00b4ne Platte\u2026&#8220; Das haben sie, und wie. T\u00fcrmen aus schrammeligen Gitarren, viel Keyboard und allerlei schrillen Effekten (Laser Pistol, Melodica, Scratching, Streicher und Harmonica) wilde Klangmauern auf. Und k\u00f6nnen umgekehrt auf hochelegante Weise geschmeidige Slide Gitarren bedienen und sich in zartem Fingerpicking ergehen. Das Meiste klingt zwar roh und struppig, wird aber immer durch die zuckers\u00fc\u00dfen, romantischen Ohrwurm-Melodien abgemildert. Vielleicht ist der perfekte 3-Minuten-Popsong ja doch in Frankreich erfunden worden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ideen haben Dionysos jedenfalls f\u00fcr drei. Und stilistisch sind sie zu allem f\u00e4hig: Western und New Wave gehen hier genauso zusammen wie Punk und Melancholie-trunkene Chanson. Manchen Songs entstr\u00f6mt zudem noch diese merkw\u00fcrdig entr\u00fcckte, fast apathische K\u00fchle, wie sie eben nur von Franzosen stammen kann\u2026 Aber meist zeigen sie den Engl\u00e4ndern, welch abgedrehte Dinge man mit Beatles-Harmonien anstellen kann &#8211; wenn man kann. Ohrenbet\u00e4ubende Kaskaden und psychedelische Traumgebilde zum Beispiel. Aber die n\u00f6tige Verve bringt eben nicht jeder auf.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Dionysos: Haiku<br \/>(L'age d'or)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musizierende Stra\u00dfenk\u00f6ter sind seit jeher eine Dom\u00e4ne der Franzosen. Schr\u00e4g, bunt und laut! Mit kindlicher Fr\u00f6hlichkeit, rauhem Charme und anarchischem Stilmix holperten sich Bands wie Les Negresses Vertes und Mano Negra einst in die Herzen der Fans. Und das nicht nur bei Ethno-Liebhabern, obwohl das Multi-Kulti-Prinzip die Seele ihrer Musik war. 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