{"id":31178,"date":"2000-09-23T11:11:00","date_gmt":"2000-09-23T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=31178"},"modified":"2022-08-16T02:05:26","modified_gmt":"2022-08-16T00:05:26","slug":"the-go-betweens-the-friends-of-rachel-worth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2000\/09\/the-go-betweens-the-friends-of-rachel-worth\/","title":{"rendered":"The Go-Betweens: The Friends of Rachel Worth"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Go-Betweens-The-friends-of-Rachel-Worth.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Go-Betweens-The-friends-of-Rachel-Worth.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-31179\" width=\"250\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Go-Betweens-The-friends-of-Rachel-Worth.jpg 500w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Go-Betweens-The-friends-of-Rachel-Worth-145x126.jpg 145w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>&#8222;Melancholisch, romantisch und aus der Zeit gefallen&#8220; schreibt der Kollege im Rolling Stone \u00fcber das neue Go-Betweens-Album. Dem ist eigentlich nichts hinzuzuf\u00fcgen. Zarte Gitarrenpop-Seide haben sie gesponnen, die beiden Australier. Grant McLennan und Robert Forster sind Anfang und Ende (?) der Go-Betweens: zu zweit fingen sie 1978 an, und zu zweit machen sie nun nach 11 Jahren Pause weiter. Der Kreis schlie\u00dft sich. Und fast ebenso gleichm\u00e4\u00dfig und formvollendet, wie der Kreis an sich, klingt auch ihre Musik. Ohne dabei je steril zu wirken, bewahre. Leicht, federnd, intensiv und bitters\u00fc\u00df &#8211; perfekteren Pop findet man kaum, allerdings auch kaum dezenteren. Go-Betweens-Songs knallen nicht. H\u00f6chstens, dass sie im Refrain pl\u00f6tzlich euphorische Ohrwurmqualit\u00e4ten an den Tag legen. Ansonsten aber muss man sie schon einige Male h\u00f6ren, bis sie sich festbei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die beiden Temperamente (Forster: der d\u00fcstere Dandy; McLennan: der sonnige Klangpoet) f\u00fcgen sich wieder auf&#8217;s Beste. Und erzeugen so diesen seltsamen Realismus: den Kopf in den Wolken, mit den F\u00fc\u00dfen auf der Erde. Dies- und jenseitig zugleich. Und auch wenn man in manchen Takten die alte Punk-Herkunft, die New Wave-Jahre durchzuh\u00f6ren glaubt: die Gratwanderung zwischen den Sparten, die die Go-Betweens hier absolvieren, ist einfach unnachahmlich. Pop, Folk, College-Rock oder Singer-Songwriter-Kunst? Der Go-Between-Sound transzendiert die Grenre-Grenzen und zwingt zum Hinh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Scheinbar m\u00fchelos f\u00fcgt sich das Ge-Between-Duo also in die Zucker-Indie-Pop-Landschaft des neuen Jahrtausends, obwohl Kollegen wie Elliott Smith und die Pearlfisher den Filigran-Zupf-Sound l\u00e4ngst perfektioniert haben. Daf\u00fcr waren mehrere Anarcho-Rockerinnen von Sleater Kinney mit im Studio und f\u00fcllten die L\u00fccken des einstigen Quintetts. Und das typische Go-Between-Flair, das bleibt sowieso unkopierbar &#8211; vielleicht macht&#8217;s ja der Au\u00dfenseiter-Status von Down Under: ohne Chance zur Nabelschau, von den gro\u00dfm\u00e4uligen Weltmetropolen abgeschrieben und zur zeitlosen Bl\u00fcte verdammt: die Go-Betweens tragen den Fluch mit W\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">The Go-Betweens: The friends of Rachel Worth<br \/>(Clearspot\/EfA 05425-2)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Melancholisch, romantisch und aus der Zeit gefallen&#8220; schreibt der Kollege im Rolling Stone \u00fcber das neue Go-Betweens-Album. Dem ist eigentlich nichts hinzuzuf\u00fcgen. Zarte Gitarrenpop-Seide haben sie gesponnen, die beiden Australier. 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