{"id":31399,"date":"1999-01-14T11:11:00","date_gmt":"1999-01-14T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=31399"},"modified":"2022-07-18T04:08:01","modified_gmt":"2022-07-18T02:08:01","slug":"honeyboy-hickling-blue-it","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1999\/01\/honeyboy-hickling-blue-it\/","title":{"rendered":"Honeyboy Hickling: Blue It"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Blaumachen&#8220; ist seine Sache nun wirklich nicht. In den vergangenen 15 Jahren hat Simon Hickling etliche Gruppen und Solisten mit seinem exquisiten Mundharmonikaspiel bereichert: in den 80ern vornehmlich bei der in der Birmingham area beheimateten Bluesband THE DT&#8217;s (DT steht f\u00fcr delirium tremens!), die schlie\u00dflich zur backing group von Ex-SMALL FACE Steve Marriott avancierte. Simon blieb dem &#8222;cockney rebel&#8220; noch ein Weile treu; seine blues harp ist u. a. auf Steves letztem Album &#8211; vor dessen tragischem Rauch(er)tod 1991 &#8211; zu h\u00f6ren. Dann jammte &#8222;Honeyboy&#8220; mit illustren Leuten wie Bo Diddley und Paul Rodgers sowie Ex-WATERBOY Anthony Thistlethwaite. Mit letzterem nahm er Mitte der 90er auch zwei Alben auf.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>L\u00e4ngst versp\u00fcrte er Lust, auch selbst was auf die Beine zu stellen. Die DT&#8217;s wurden wieder flott gemacht und agieren seither f\u00fcr ihn als Begleitband, denn auch als Frontmann (und S\u00e4nger) hat sich Simon inzwischen bew\u00e4hrt. Nach dem gelungenen Deb\u00fctalbum &#8222;Straight From The Harp&#8220; legt er nun den zweiten Streich vor, verzichtet dabei g\u00e4nzlich auf Fremdmaterial. Dies verhindert zwar &#8222;d\u00e9j\u00e0 \u00e9cout\u00e9&#8220;-Momente, doch nach mehrmaligem H\u00f6ren merkt man sehr wohl, da\u00df Simon auch ein passabler Songwriter ist. Wozu allerdings seine formidable crew entscheidend beitrug, die in der britischen Blues- und Pubrockszene Rang und Namen hat und eben auch bisweilen die Ko-Autorenschaft beanspruchen darf. Die &#8222;alten Hasen&#8220; Geraint Watkins (Akkordeon, Keyboards), Ed Deane (Gitarre, Sitar), Gerry McAvoy (Ba\u00df) und Brendan O&#8217;Neal (Drums) &#8211; die letzten beiden bildeten jahrelang die rhythm sections f\u00fcr Rory Gallagher und NINE BELOW ZERO &#8211; wissen jedenfalls, wo&#8217;s lang geht. Sie und Simon sind mit allen Spielarten des Blues, aber auch seinen Randgenres bestens vertraut. Das merkt man gleich beim Opener &#8222;Wonderful Tonight&#8220;, einer schmissigen Cajun-Nummer, oder auch dem typischen City-Blues &#8222;Eddie Had To Leave Chicago&#8220; mit verfremdetem Call-Box-Gesang. Von den elf l\u00e4ssig und locker eingespielten St\u00fccken gef\u00e4llt mir &#8222;Blind Owl&#8220; am besten; diese dem CANNED HEAT-mastermind Al Wilson gewidmete Ballade f\u00e4llt aus dem Rahmen, bietet mehr als nur solides Blues-Einerlei, nicht nur wegen Ed Deanes Sitar und O&#8217;Neals Percussion. Von solchen experimentierfreudigeren T\u00f6nen h\u00e4tte ich mir mehr gew\u00fcnscht. Und auch das biedere Cover tr\u00e4gt nicht gerade dazu bei, auch bei nicht so hartgesottenen Blues-Freaks das Interesse an diesem Album zu wecken. Gleichwohl, wer &#8222;Gute-Laune&#8220;-Blues der Depro-Variante vorzieht, der kommt bei Simon Hickling voll auf seine Kosten.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Honeyboy Hickling: Blue It<br \/>(Bridge\/New Music)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Blaumachen&#8220; ist seine Sache nun wirklich nicht. 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