{"id":31501,"date":"1999-09-09T11:11:00","date_gmt":"1999-09-09T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=31501"},"modified":"2022-07-17T21:15:31","modified_gmt":"2022-07-17T19:15:31","slug":"oleg-kostrow-the-great-flashing-tracks-from-iwona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1999\/09\/oleg-kostrow-the-great-flashing-tracks-from-iwona\/","title":{"rendered":"Oleg Kostrow: The great flashing tracks from Iwona"},"content":{"rendered":"\n<p>Vielleicht erinnert sich noch jemand: im M\u00e4rz erschien &#8222;Storage Kompilation&#8220;, ein Rundumschlag bizarrer Elektonik-Avantgarde-Sounds der Acts, die Storage derzeit vertreibt. Nach Auslegen des K\u00f6ders folgt nun der Offenbarung zweiter Teil, n\u00e4mlich eine Serie namens &#8222;Storage Secret Sounds&#8220;: komplette Alben der Kompilation-K\u00fcnstler. Den Anfang macht der Petersburger Oleg Kostrow mit seinen &#8222;Great flashing tracks from Iwona&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das ist w\u00f6rtlich zu nehmen, denn &#8222;Iwona&#8220; ist ein Kinderm\u00e4rchen on stage mit Kost\u00fcmen des russischen Designers Bartenew. Das Resultat des Zusammenwirkens dieser unterschiedlichen k\u00fcnstlerischen Metiers d\u00fcrfte ein interessantes multidimensionales und syn\u00e4sthetisches Erlebnis sein &#8211; schade, da\u00df die CD zwangsl\u00e4ufig nur eine der vielen Seiten pr\u00e4sentieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die ist auch f\u00fcr sich allein wahrlich ber\u00fcckend. Kostrows verarbeitet in jedem St\u00fcck einen bestimmten Musikstil der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, und bei 15 Takes in weniger als 40 min kann man sich auf eine bunte Karrusselfahrt durch die unterschiedlichsten Klangr\u00e4ume gefa\u00dft machen!<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich Jimi Tenor versteht es auch Oleg Kostrow, Synthesen zu schaffen und Versatzst\u00fccke diverser Stile elegant zu verschmelzen, wenngleich oft mit dem h\u00f6lzernen Kasatschock-Flair seiner russischen Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p>Kostrow brennt ein munteres Feuerwerk aus Stil-Mix und Ger\u00e4usch-Effekten ab, mal w\u00e4hnt man sich in alten Edgar Wallace Filmen, mal am mond\u00e4nen Strand von Saint Tropez, mal auf Gangsterjagd in US-Krimi-Serien der 70er &#8211; und wenn\u00b4s nur f\u00fcr Sekunden ist! Broadway-Glamour, cooler Bar-Jazz, Hammond-Schwaden zwischen Psychedelic und Pl\u00fcsch, Vibraphon-Plingplong wie in Lynchs &#8222;Wild at heart&#8220;, symphonische Walls of sounds, Latino-Percussions und 50er Jahre-Mambo, Grusel-Atmo wie in &#8222;Ed Wood&#8220;, simple Gameboy-Liedchen, sph\u00e4rige Synthie-Schwaden, Surf-Brandung, rei\u00dferisches Zirkus-Pathos, entr\u00fcckter Harfen-Impressionismus, Urwald-Schw\u00fcle, aufsteigende Ton-Bl\u00e4schen, Hektik \u00e0 la &#8222;S\u00e4beltanz&#8220;, Elektronik-Swing, Drum&amp;Bass, billiges Casio, Vokal-Samples aus Phantasie-Sprachen, Glockenspiel, Akkordeon, Rasseln, Trommelwirbel, Blubber, Zisch, Zoing\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wie all das unter einen Nenner bringen? Elektronik-Pop im Plastik-Sound w\u00e4re ein Etikett, aber das hei\u00dft in diesem Fall noch gar nichts. Andere sprechen von &#8222;Wohnzimmer-Techno, LoFi-House und Avantgarde-Elektronik&#8220;, und auch das trifft nur Fragmente der Kostrowschen Klang-Collage, die irgendwo zwischen Experiment und Juke-Box anzusiedeln ist. Aneinandergereiht klingen seine Miniaturen wie eine verr\u00fcckt gewordene Spieluhr, vor allem aber beweisen sie eines: Kunst mu\u00df nicht wehtun!!!<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Oleg Kostrow: The great flashing tracks from Iwona<br \/>(Storage)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vielleicht erinnert sich noch jemand: im M\u00e4rz erschien &#8222;Storage Kompilation&#8220;, ein Rundumschlag bizarrer Elektonik-Avantgarde-Sounds der Acts, die Storage derzeit vertreibt. Nach Auslegen des K\u00f6ders folgt nun der Offenbarung zweiter Teil, n\u00e4mlich eine Serie namens &#8222;Storage Secret Sounds&#8220;: komplette Alben der Kompilation-K\u00fcnstler. 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