{"id":31669,"date":"2001-04-25T11:11:00","date_gmt":"2001-04-25T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=31669"},"modified":"2022-07-17T02:44:48","modified_gmt":"2022-07-17T00:44:48","slug":"supreme-beings-of-leisure-s-t","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/04\/supreme-beings-of-leisure-s-t\/","title":{"rendered":"Supreme Beings Of Leisure: s\/t"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie eine launische Diva, die alles verspricht, aber nichts davon h\u00e4lt. Bei Supreme Beings Of Leisure kann man den Namen beim Kinde nennen, denn wie ein solches verh\u00e4lt sich die Musik zum Etikett, das darauf verweist, dass der K\u00e4ufer luxuri\u00f6ses Klanggut erwirbt. Mit anderen Worten, sch\u00f6n, aber nicht essentiell.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kurzweilige Vergn\u00fcgen ohne Haltwertszeit hat alle Ingredenzien zu einer Muzak, die den Thirtysomethings der Max- und Arabella Kiesbauer-Generation gerade gef\u00e4llt, wenn&#8217;s mal etwas progressiver sein darf: A bisserl trip hoppy, a bisserl orientalisch, &#8222;\u2026die Frau hat echt &#8217;ne coole Stimme, erinnert irgendwie an\u2026&#8220;, auch Gitarren und handwerklich sauber.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Genau das macht diese Ver\u00f6ffentlichung so dr\u00f6ge! Wenn die Songs wenigstens noch einen Hitappeal h\u00e4tten, aber so geht das als Aufguss der ganzen Neunziger Downbeatgeneration mit Frauengesang durch. MoWax im Sinne von Attica Blues, Morcheeba\u00b4s &#8222;The Big Calm&#8220;, Ruby\u00b4s &#8222;Salt Peter&#8220; und ganz nahe an Hooverphonic angesiedelt, und sogar Nicolettes Drum&#8217;n&#8217;Bass-Ausfl\u00fcge, mit bestimmt nicht minder clever arrangierten St\u00fccken, aber halt ein paar J\u00e4hrlein zu sp\u00e4t. Was mir nicht einleuchtet ist die Ver\u00f6ffentlichungsphilosophie die hinter solchen Projekten steckt: Zu langweilig f\u00fcr den Underground und nicht kommerziell genug, um den gro\u00dfen Markt zu bedienen. Reicht den eine technisch saubere Produktion gepaart mit handwerklichem K\u00f6nnen aus, um heute einen Wurf auf dem hei\u00df umk\u00e4mpften Markt zu landen? Scheinbar!<\/p>\n\n\n\n<p>Mir d\u00fcrstet nach dem Genu\u00df dieses &#8222;gro\u00dfen&#8220; Sounds nach alter Tapetraderei, gutaussehenden talentierten Engl\u00e4ndern, die gerade mal drei Akkorde spielen k\u00f6nnen &#8211; die aber mit Hingabe &#8211; und echten Spinnern. Supreme Beings Of Leisures Bassist sagt, dass man anhand ihrer Plattensammlung die Einfl\u00fcsse in ihrer Musik erkennen k\u00f6nne. Gut, dass er diese Bemerkung vorausschickt, denn anhand der Musik wird mir dies nicht unbedingt klar: Ich h\u00f6re jedenfalls weder Pink Floyd, A Tribe Called Quest, ABC (????) oder Sly and The Family Stone raus. Eher Portishead, Massive Attack, oder Tricky\u2026 hmmm &#8211; Einfl\u00fcsse vielleicht, die aber leider nicht wirklich zu einem eigenen Gesicht verarbeitet. Einzelne Titel herauszuheben er\u00fcbrigt sich auch, da wirklich keiner heraussticht- weder im positiven, noch im negativen Sinne.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Supreme Beings Of Leisure: s\/t<br \/>(Palm Pictures\/Zomba)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie eine launische Diva, die alles verspricht, aber nichts davon h\u00e4lt. 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