{"id":31871,"date":"1997-02-26T11:11:00","date_gmt":"1997-02-26T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=31871"},"modified":"2022-07-13T15:22:22","modified_gmt":"2022-07-13T13:22:22","slug":"trans-am-surrender-to-the-night","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/02\/trans-am-surrender-to-the-night\/","title":{"rendered":"Trans-Am: Surrender to the night"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"250\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trans-am-surrender.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-31901\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trans-am-surrender.jpg 250w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trans-am-surrender-145x145.jpg 145w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trans-am-surrender-60x60.jpg 60w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/trans-am-surrender-120x120.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>&#8222;Surrender to the night&#8220; ist ein Album-Titel, den man meiner Meinung nach nur w\u00e4hlt, wenn man a) das Mainstream-Hard-and-Heavy-Ghetto noch nie verlassen hat oder b) zeigen m\u00f6chte, da\u00df man Humor hat. Eine ganz bestimmte Sorte Humor, die eigentlich gar nicht so lustig ist. Wenn dann auf dem Cover auch noch ein Sonnenuntergang zu sehen ist, der ein bi\u00dfchen zu romantisch f\u00fcr unsere postmoderne Zeit daherkommt, dann ist klar: Bei Trans Am sind wir im Land der intellektuellen Spitzfindigkeiten gelandet.<br \/>Leider gilt diese Bestandsaufnahme nicht nur f\u00fcr das Layout des Albums, sondern auch f\u00fcr die Musik. Um das mal klarzustellen: Ich habe nichts gegen Intellektualit\u00e4t &#8211; allerdings stelle ich mir darunter etwas anderes vor als akademisches Bildungsb\u00fcrgertum. Aber genau diesen Eindruck vermitteln die Drei von Trans Am \u00fcber weite Strecken der Platte: Hier basteln und pfriemeln sich 23j\u00e4hrige ein Album zusammen, das experimentell und anders sein soll und das dennoch sehr bem\u00fcht und blutleer klingt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Anders als der &#8222;Trans Am&#8220; benannte Vorg\u00e4nger l\u00e4\u00dft &#8222;Surrender to the night&#8220; keine klare Linie erkennen. Die Band hat ihr Spektrum der Instrumentalmusik (Zitat: &#8222;Gesang ist die gr\u00f6\u00dfte und unn\u00f6tigste Ablenkung der Welt&#8220;) erweitert, was der CD aber nicht unbedingt gut tut. Zu beliebig ist die Aneinanderreihung von Stilen, sie spielen von jedem ein bi\u00dfchen was, aber vertiefen nichts. Ein wenig Ambient, ein bi\u00dfchen 70er-Elektronik-Geblubber, etwas Drum &#8217;n&#8216; Bass und die vom Vorg\u00e4nger-Album bekannten Bass-Gitarre-Schlagzeug-Rocker, die meiner Meinung nach noch am spannendsten sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Richtig aufregend wird&#8217;s in der Mitte von &#8222;Rough Justice&#8220;, dem f\u00fcnften Take, einem dieser rockigen St\u00fccke, das urpl\u00f6tzlich von einem Ger\u00e4usch \u00fcberdeckt wird, das nach einem \u00fcber den Plattenteller rutschenden Tonarm klingt. In diesem Moment ist &#8222;Surrender to the night&#8220; das, was es idealerweise auf der gesamten L\u00e4nge des Albums sein k\u00f6nnte: fesselnd und innovativ. Diese Qualit\u00e4ten finden sich aber nicht oft, meist zeigen Trans Am nur, da\u00df sie auf der H\u00f6he der Zeit sind und sich im geschmackssicheren Bereich bewegen. Das ist dann zwar sehr nett anzuh\u00f6ren, kann mich aber nicht vom Stuhl hauen.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Trans-Am: Surrender to the night<br \/>(City Slang\/Efa) <\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Surrender to the night&#8220; ist ein Album-Titel, den man meiner Meinung nach nur w\u00e4hlt, wenn man a) das Mainstream-Hard-and-Heavy-Ghetto noch nie verlassen hat oder b) zeigen m\u00f6chte, da\u00df man Humor hat. Eine ganz bestimmte Sorte Humor, die eigentlich gar nicht so lustig ist. Wenn dann auf dem Cover auch noch ein Sonnenuntergang zu sehen ist, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ub_ctt_via":"","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2136,3971,3262],"class_list":["post-31871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik","tag-instrumental","tag-trans-am","tag-trio"],"featured_image_src":null,"author_info":{"display_name":"Kai Martin","author_link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/author\/km\/"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31871"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31871\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}