{"id":31973,"date":"1997-12-13T11:11:00","date_gmt":"1997-12-13T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=31973"},"modified":"2022-08-18T01:04:02","modified_gmt":"2022-08-17T23:04:02","slug":"kai-martins-inselplatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/12\/kai-martins-inselplatten\/","title":{"rendered":"Kai Martins Inselplatten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Johnny Cash: Live at Folsom Prison and San Quentin<\/strong><br \/>In dieser besonderen Atmosph\u00e4re, im Live-Konzert vor Gef\u00e4ngnisinsassen in zwei ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Strafanstalten der USA Ende der Sechziger, entfalten die Songs erst ihren wahren Zauber, und Johnny Cash zeigt uns, was ein Entertainer ist. Unnachahmlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>The Clash: London Calling<\/strong><br \/>Diese \u00dcber-Band hat alles: Punk, Pop, Politik, Fifties-Rock &#8217;n&#8216; Roll, Dandy-Attituden, Stil, Geschmack, Reggae undwaswei\u00dfichnoch. Sie waren ihrer Zeit immer voraus und schrieben wunderbare Songs. &#8222;London Calling&#8220; von 1979 ist f\u00fcr mich der einzig wahre Brit-Pop.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Guided by Voices: Alien Lanes<\/strong><br \/>Himmlische Melodien, jeder Song eine Hymne. Musik wie von einem anderen Stern. Der miese Sound scheint noch ganz besonders darauf hinzuweisen, welch gro\u00dfartige Kompositionen da 1995 das Licht der Welt erblickten. Andere f\u00fcllen mit diesen Song-Ideen drei bis vier Alben, Guided By Voices packen 28 Titel auf eine CD. Verschwenderische Genialit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Isaac Hayes: Black Moses<\/strong><br \/>Und Isaac stieg auf den Berg Soul und brachte uns die zehn Gebote &#8211; d.h. eigentlich sind es 14. So viele Titel hat die Doppel-LP aus dem Jahre 1973, und jeder davon ist ein Statement, das man in Stein mei\u00dfeln sollte. Niemals hat ein Mensch sch\u00f6ner und ergreifender \u00fcber die Liebe gesungen als hier.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manfred Krug: Ein Hauch von Fr\u00fchling<\/strong><br \/>Real existierender Bar-Jazz-Soul aus der DDR des Jahres 74(?). Die Kombination dieser vollkommen abgehobenen Musik mit deutschen Texten ist wohl einmalig. Kann man nicht beschreiben, mu\u00df man h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pixies: Doolittle<\/strong><br \/>Einziges Album meiner Top-Ten aus den Achtzigern, genau: 1989. In ihrer Mischung aus englischen und amerikanischen Einfl\u00fcssen, aus Wave-Elementen und Vor-Grunge-Gitarren-L\u00e4rm, aus lieblichen Melodien und abgedrehten Ideen waren sie einmalig in einer Zeit, als die Rockmusik wieder die Gitarren entdeckte und sich ver\u00e4nderte. Und Kim Deal war nie besser als mit dieser Band.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Santana: 3<\/strong><br \/>Der Moment in der Karriere des mexikanischen Gitarristen, in der sich seine Musik vom Latin Rock hin zu amerikanischer Rockmusik und gleichzeitig eher offenen, freien Strukturen bewegte. Bei dieser LP aus dem Jahr 1971 brennt die Luft, auch noch kurz vor der Jahrtausendwende und vor allem in stickig hei\u00dfen Sommern\u00e4chten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thin Lizzy: Live and Dangerous<\/strong><br \/>Phil Lynott, S\u00e4nger, Bassist und Kopf der Band, starb 1986. Und wie das Leben, so kennt auch der Tod keine Gerechtigkeit. La\u00dft zehn Freddy Mercurys und 28 Jim Morrissons sterben: Phil Lynott kann keine Songs mehr schreiben, und das ist weitaus schlimmer. &#8222;Jailbreak&#8220; aus dem Jahr 1976 ist mein Lieblings-Studioalbum einer der gr\u00f6\u00dften Bands aller Zeiten..<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tocotronic: Digital ist besser<\/strong><br \/>Debut-CD der drei Hamburger von 1995. Schlechtester Sound, beste Songs. Diese Platte platzt vor ideen und Energie und verbreitet Lebensweisheiten, die als definitve Beschreibungen f\u00fcr gewisse Erlebnisse und Bewu\u00dftseinszust\u00e4nde gelten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>The Who: Who&#8217;s Next<\/strong><br \/>Wahrscheinlich nicht die am meisten genannte Who-LP in All-time-favourite-Listen. F\u00fcr mich aber die einzige der Band, die sich im Laufe der Jahre nicht abnutzt, sondern immer heller strahlt. Wild, traurig, lustig, gro\u00df. Aus dem Jahr 1972.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zehn Songs f\u00fcr die Ewigkeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Zum Teil mit Angabe der Komponisten, zum Teil mit Interpreten, die den Song bekannt gemacht bzw. am besten gecovert haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aretha Franklin: I say a little prayer<\/strong><br \/>oft gecovert, nie totzukriegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>George Gershwin: Summertime<\/strong><br \/>wie bei &#8222;I say a little prayer&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Guided by Voices: Game of Pricks<\/strong><br \/>eine Hymne, bei der ich nie verstanden haben, worum es eigentlich geht<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Isaac Hayes: Walk on by<\/strong><br \/>geschrieben von Baccarach\/David; Isaac Hayes ist der ideale Interpret<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Human League: Don&#8217;t you want me Baby<\/strong><br \/>warum dieses Lied zeitlos geworden ist, wei\u00df ich auch nicht genau<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Henry Mancini: Moon River<\/strong><br \/>wie bei &#8222;Summertime&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Barry Manilow: Mandy<\/strong><br \/>sozusagen die Kurz-Oper unter den Songs<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mountain: Theme for an imaginary Western<\/strong><br \/>der Titel sagt alles: wann dreht endlich jemand einen Film zu diesem Song?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pixies: Gigantic<\/strong><br \/>bringt die Faszination der Pixies auf den Punkt; Gesang: Kim Deal<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jim Webb: By the time I get to Phoenix<\/strong><br \/>wie bei &#8222;Moon River&#8220;; eine wunderbare Version gibt es auch von Nick Cave<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neil Young: Powderfinger<\/strong><br \/>der Song als H\u00f6rspiel; ergreifendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Indianer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Johnny Cash: Live at Folsom Prison and San QuentinIn dieser besonderen Atmosph\u00e4re, im Live-Konzert vor Gef\u00e4ngnisinsassen in zwei ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Strafanstalten der USA Ende der Sechziger, entfalten die Songs erst ihren wahren Zauber, und Johnny Cash zeigt uns, was ein Entertainer ist. Unnachahmlich. The Clash: London CallingDiese \u00dcber-Band hat alles: Punk, Pop, Politik, Fifties-Rock &#8217;n&#8216; Roll, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ub_ctt_via":"","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-31973","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik"],"featured_image_src":null,"author_info":{"display_name":"Kai Martin","author_link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/author\/km\/"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31973","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31973"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31973\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31973"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31973"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31973"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}