{"id":33157,"date":"1998-07-24T11:11:00","date_gmt":"1998-07-24T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=33157"},"modified":"2022-08-18T00:38:30","modified_gmt":"2022-08-17T22:38:30","slug":"little-blue-angels-horses-pirates","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1998\/07\/little-blue-angels-horses-pirates\/","title":{"rendered":"Little Blue: Angels, Horses &#038; Pirates"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/musik\/cd-l\/images\/littlebl.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Was kommt dabei heraus, wenn ein altgedienter und erfahrener Sessionmusiker sich mit Schicksalsgenossen zusammentut? Meistens irgendwelche, technisch brillante, aber uninspirierte AOR-Muzak f\u00fcr CD-Abschreibungsprojekte, die sp\u00e4ter in den Grabbelkisten landen. Schon mal was von Steve Postell geh\u00f6rt? Keine Ahnung, wie alt der Bursche ist, aber er hat schon \u00fcberall seine Gitarrenk\u00fcnste und seine Songwriterqualit\u00e4ten untergebracht, z. B. als zeitweises Bandmitglied der PURE PRAIRIE LEAGUE, als Musical-Musiker oder als Filmmusikkomponist. Eine Solo-Platte hatte er auch schon mal eingespielt (&#8222;A Travelin&#8216; Man&#8220;), aber die d\u00fcrfte au\u00dferhalb New Yorks (da kommt er n\u00e4mlich her) auch kaum jemand kennen. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Vor rund zwei Jahren nun gr\u00fcndete Postell mit weiteren Studio-Cracks (Michael Jude\/b; Peter Adams\/keyb) das Trio LITTLE BLUE. Aspen\/Colorado wurde als kreative Wahlheimat auserkoren (zum Jammen und Songschreiben), wohl um der Metropolenhektik entfliehen zu k\u00f6nnen. Ein weiser Entschlu\u00df, denn das 1997 (in einem kleinen New Yorker Studio) eingespielte Deb\u00fctalbum ist ein entspanntes Werk aus einem Gu\u00df geworden, jenseits aktueller Trends, eine Mixtur aus Roots-Rock, Folk und Blues. &#8222;Angels, Horses &amp; Pirates&#8220; ist w\u00fcrdige Traditionspflege, revolution\u00e4re Neuerungen sind hier Fehlanzeige. Dieses (vermeintliche) Manko gleichen Postell &amp; Co. durch starke Songs mit eing\u00e4ngigen, dabei unverwechselbaren Melodien und z. T. ungew\u00f6hnlichen, sehr pers\u00f6nlich gehaltenen Texten aus.<br \/>Dem massiven Einsatz von Gaststars (u. a. Ex-ALLMAN BROTHER Warren Haynes, Robben Ford, Jennifer Warnes) h\u00e4tte es eigentlich nicht bedurft. Die (um Drummer Steve Holly) erweitere Band ist so blendend aufeinander eingespielt, das erst recht Live-Auftritte eine Wonne sein m\u00fcssen. Zugegeben, bisweilen erwischt man sich dabei, da\u00df man die sehr abwechslungsreichen St\u00fccke entsprechend bekannten Bands zuordnet. Da kommen einem STEELY DAN (z. B. bei &#8222;Any Way I Can&#8220;) oder THE BAND (z. B. bei &#8222;Wait Until You Get Here&#8220;) in den Sinn, oder bei &#8222;Like It Like That&#8220; f\u00fchlt man gar an die (britische!) WORLD PARTY erinnert (Postells Stimme \u00e4hnelt auch der von Karl Wallinger). Sei&#8217;s drum: mit LITTLE BLUE habe ich zwar nicht die Zukunft des Rock geh\u00f6rt, aber dieses Quartett ist eine wohltuende Alternative zu ausgelaugten Dinosaurier-Bands \u00e0 la GENESIS oder JEFFERSON STARSHIP. Kompliment an das Bremer Kleinlabel TAXIM, eine Lizenzausgabe f\u00fcr den hiesigen Markt gewagt zu haben.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Little Blue: Angels, Horses &amp; Pirates<br \/>(TAXIM TX 2043)<\/pre>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was kommt dabei heraus, wenn ein altgedienter und erfahrener Sessionmusiker sich mit Schicksalsgenossen zusammentut? Meistens irgendwelche, technisch brillante, aber uninspirierte AOR-Muzak f\u00fcr CD-Abschreibungsprojekte, die sp\u00e4ter in den Grabbelkisten landen. Schon mal was von Steve Postell geh\u00f6rt? Keine Ahnung, wie alt der Bursche ist, aber er hat schon \u00fcberall seine Gitarrenk\u00fcnste und seine Songwriterqualit\u00e4ten untergebracht, z. 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