{"id":33226,"date":"2001-05-20T11:11:00","date_gmt":"2001-05-20T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=33226"},"modified":"2022-07-28T01:41:43","modified_gmt":"2022-07-27T23:41:43","slug":"live-donnas-sahara-hotnights","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/05\/live-donnas-sahara-hotnights\/","title":{"rendered":"Live: Donnas \/ Sahara Hotnights"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">K\u00f6ln Underground, 5.5.2001<\/h2>\n\n\n\n<p>Vor manchen Konzerten kriegt man ein Signal, dass alles- der Eintritt, die Hinfahrt, das Schwitzen- sich lohnen wird. Im Fall der Donnas war es die Set-Liste. Ich stand direkt vor der B\u00fchne, dank der zahlreichen aggressiven Fotografen wie eine Sardine, als Gitarristin Donna R. kam, um ihre Set-Liste auf die Monitor-Box zu kleben. Mit Spannung habe ich meine Lieblings-Titel gesucht, aber wichtig waren nicht die Titel, sondern die Handschrift. Zuerst dachte ich, das ist doch Computer-Schrift. Die Zeilen waren aber viel zu krumm. In dem Moment hat das Image der Donnas sich als Realit\u00e4t erwiesen: sie sind wirklich Kaugummi-kauende Kinder-Frauen! Als Donna C. kurz danach ihr Schlagzeug aufbaute, lief &#8222;Addicted To Love&#8220; von Robert Palmer \u00fcber die Anlage und Donna C. hat mitgesungen und Kaugummi geknatscht! Aber ihr wollt das alles gar nicht h\u00f6ren, ihr wollt etwas \u00fcber das Konzert lesen, gell?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Eigentlich war das Konzert zu dem Zeitpunkt schon ein Erfolg, dank der \u00fcberraschenden Qualit\u00e4t der Sahara Hotnights, einem mir vorher unbekannten Frauen-Quartett aus Schweden. Spielerisch waren sie sicherlich eine Stufe kompakter und pr\u00e4ziser als die Donnas, allerdings ohne deren unvergessliche Melodien. Ich h\u00e4tte gerne ihre CD, um mehr \u00fcber ihre Musik sagen zu k\u00f6nnen, aber nach dem Konzert war sie ruckzuck ausverkauft, so einen starken Eindruck haben sie auf das Publikum gemacht. Ob die Tatsache, dass die \u00e4u\u00dferst attraktive Schlagzeugerin und S\u00e4ngerin hinter dem Merchandising-Stand Autogramme angeboten haben, da mitgewirkt hat, dar\u00fcber kann ein sachlicher und objektiver Musik-Kritiker wie ich nur spekulieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Also zu den Donnas. Mein erster Gedanke, als sie zu spielen anfingen, waren die 80 DM Eintritt f\u00fcr AC\/DC in Hockenheim, die ich mir jetzt sparen kann. Warum soll ich Angus Young als alten, h\u00e4sslichen Mann anschauen, wenn ich Angus Young als junge, sch\u00f6ne Frau anschauen kann, und das 60 Reihen n\u00e4her? Donna C. hat einen gleich guten Gitarren-Sound, spielt fast gleich gute Licks und hat weitaus bessere Moves! Auch Donna A. ist eine exzellente Show-Person, die mich irgendwie an niemand geringeres als Mick Jagger erinnerte. Dauernd auf der Stelle laufend, aber trotz aller Energie eine stabile Autorit\u00e4tsfigur, auch als irgendein Vollidiot auf sie spuckte. Die Akkus waren am Ende ziemlich leer und ich f\u00fcrchtete, dass &#8222;Living After Midnight&#8220; einfach aufh\u00f6ren w\u00fcrde, so langsam wurde es. Aber ansonsten haben die Donnas das Kinder-Frauen-Image doch vehement dementiert und sich als eine v\u00f6llige Profi-Band gezeigt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6ln Underground, 5.5.2001 Vor manchen Konzerten kriegt man ein Signal, dass alles- der Eintritt, die Hinfahrt, das Schwitzen- sich lohnen wird. Im Fall der Donnas war es die Set-Liste. 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