{"id":33275,"date":"1998-03-17T11:11:00","date_gmt":"1998-03-17T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=33275"},"modified":"2022-09-15T17:36:32","modified_gmt":"2022-09-15T15:36:32","slug":"interview-ashley-judd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1998\/03\/interview-ashley-judd\/","title":{"rendered":"Interview: Ashley Judd"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Am 13. Januar dieses Jahres fand sich Ashley Judd im Hamburger Atlantic Hotel zu Interviews ein. Anla\u00df war die Promotion f\u00fcr ihren neuen Film &#8222;&#8230;denn zum K\u00fcssen sind sie da&#8220;, einem Psycho-Thriller mit Morgan Freeman. Ashley spielt darin die \u00c4rztin Kate, der es mit Kraft und Kopf gelingt, ihrem geistesgest\u00f6rtem Entf\u00fchrer zu entkommen. An der Seite von Polizei-Psychologe Alex Cross (Morgan Freeman) begibt sie sich auf die Suche nach dem sadistischen Irren, der noch sieben weitere junge Frauen gefangen h\u00e4lt und eine nach der anderen zu t\u00f6ten verspricht. Susanna Mahnken sprach mit der Schauspielerin.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ich habe geh\u00f6rt, da\u00df Sie extra f\u00fcr den Film das Kickboxen gelernt haben. Stimmt das?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich wollte all meine Stunts unbedingt selbst machen. Also habe ich bis auf einen Sprung, den ich aus versicherungstechnischen Gr\u00fcnden nicht ausf\u00fchren durfte, alles allein gemacht. Mit dem Kickboxen habe ich schon kurz vorher angefangen. Mein Charakter Kate im Buch kann Karate, aber ich fand Kickboxen besser.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Was hat Sie denn am meisten an der Rolle interessiert?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Vielleicht die Tatsache, da\u00df sie einem so viel Angst macht. Ich dachte, da\u00df die Story einen tollen Film abgeben w\u00fcrde, weil die Geschichte clever ist und eine gro\u00dfe Heldin hat, was f\u00fcr das Genre sehr originell ist. Au\u00dferdem ist die Story be\u00e4ngstigend.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der Geschichte spielen Sie eine durchtrainierte Frau, sehr selbstbewu\u00dft, die aber trotzdem gekidnappt wird. Macht Ihnen der Gedanke, da\u00df so etwas jedem passieren kann, keine Angst?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das ist ein Teil des Lebens. Jedem kann alles passieren, Tr\u00e4ume k\u00f6nnen wahr werden. Das war bei mir genauso wie bei meiner Mutter und meiner Schwester, die mit ihrer Musik erfolgreich sind. Gleichzeitig kann jeder von einer Trag\u00f6die heimgesucht werden. So ist eben das Leben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sind gerade Entf\u00fchrungen ein Thema mit dem Sie sich als Star in Hollywood besch\u00e4ftigen?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nein, wirklich nicht. Ich m\u00f6chte nicht naiv oder vertrauensseelig klingen. Mit einem bestimmten Level an Vorsicht lebe ich schon. Aber ich glaube, da\u00df man sein Leben selbst in der Hand hat und sich selbst erf\u00fcllende Prophezeiungen kreieren kann. Ich verschwende keinen Gedanken daran, da\u00df sich solch unw\u00fcnschenswerte Dinge in meinem Leben ereignen k\u00f6nnten. Genauso wenig denke ich, da\u00df ich mal Krebs bekommen werde. Das nehme ich habe ich f\u00fcr mich selbst nicht vorgesehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Warum hei\u00dft der Film &#8222;Kiss The Girls&#8220;?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Titel stammt vom Buch. Im ersten Kapitel, wenn der Killer eingef\u00fchrt wird, beschreibt er sein krankhaftes Morden und wie es angefangen hat. In seiner Dimension h\u00e4lt er sich f\u00fcr einen gro\u00dfartigen Liebhaber und sein Euphemismus f\u00fcr das Morden ist es, da\u00df er die M\u00e4dchen k\u00fc\u00dft. Sie haben ihn auch zur\u00fcckgek\u00fc\u00dft, was hei\u00dft, da\u00df die Frauen ihn ebenfalls geliebt haben mu\u00dften. Das Buch ist ein Riesenerfolg in Amerika. In Schweden hei\u00dft der Film &#8222;Und er hat sie alle geliebt&#8220; und in Frankreich &#8222;Der Sammler&#8220;.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie das Buch schon vor dem Drehbuch gelesen?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich habe es w\u00e4hrend der Proben gelesen. Ich hielt das f\u00fcr n\u00fctzlich, um eventuell einen weiteren Aspekt zur Vorbereitung auf die Rolle herauszuarbeiten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie interessieren sich f\u00fcr Yoga und gehen regelm\u00e4\u00dfig in den Ashram?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ja, ich bin Christin, interessiere mich aber sehr f\u00fcr den Buddhismus. In allen zehn Richtungen des Universums gibt es nur eine Wahrheit. Das Licht und die Weite, die Werte und all die Dinge, die den Buddhismus ausmachen, sind mir sehr wertvoll und bedeuten mir viel. Mit Yoga habe ich schon als kleines M\u00e4dchen angefangen. Unglaublich, aber meine Gro\u00dfmutter in Ost-Kentucky hat Yoga unterrichtet. Das war in diesem Hinterland gar nicht so leicht, schon gar nicht f\u00fcr Frauen, denen sogar gesagt wurde, da\u00df Yoga nicht gut f\u00fcr ihren Blutdruck sei. Da ist diese Frau, die Entspannungs- und Stretch\u00fcbungen macht, was hervorragend gegen Anspannung ist, und ihr Doktor sagt, da\u00df sie damit aufh\u00f6ren soll. Er hat ihr auch geraten, nicht zu viele Treppen zu steigen, weil das den Blutdruck erh\u00f6hen w\u00fcrde. Als ich noch klein war, hat meine Oma mir ein Buch geschenkt, auf dessen einer Seite ein Tier und auf der anderen ein kleines M\u00e4chen abgebildet war, das das Tier immitierte. Es gab den Frosch, den Schwan usw. Ich war schon immer sehr gelenkig und hatte deswegen auch nie Probleme dabei. Als ich erstmal angefangen hatte, machte ich gleich zwei Tage damit durch. In mir war so viel Licht, ich war voller Energie und wollte jeden umarmen, der hereinkam. Es f\u00fchlt sich einfach gut an.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es macht Sie also innerlich ruhig?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ja, Yoga ist sehr beruhigend und eine sehr friedliche M\u00f6glichkeit, mit seinen Gedanken allein zu sein. Dadurch ver\u00e4ndern sich nicht die Gedanken, aber man entwickelt eine Freundlichkeit zu sich selbst und die F\u00e4higkeit, diese urteilsfrei denken zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem gibt Yoga einem eine Perspektive. Eine Redensart lautet: Wenn Du eine Sache nicht \u00e4ndern kannst, \u00e4ndere Deine Gef\u00fchle f\u00fcr sie.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Gro\u00dfmutter mu\u00df eine sehr moderne Frau gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ja, nicht wahr? Ich denke, sie war weniger modern als weise. Sie war sehr liebenswert und hatte immer ein Poesie- und ein Grammatikbuch neben dem Bett, um weiterzulernen und sich an gutausgedr\u00fccktem Englisch zu erfreuen. Dabei kam sie aus einer so armen Familie, da\u00df sie w\u00e4hrend ihrer Highschool-Tage jedes Jahr in einer anderen Familie leben mu\u00dfte, weil ihre eigene sie nicht versorgen konnte. Sie war auch sensibel und sehr sch\u00f6n. Als Teenager habe ich mal getr\u00e4umt, da\u00df sie stirbt. Das war das erste Mal, da\u00df es mir in den Sinn kam, sie k\u00f6nnte sterblich sein. Davon erz\u00e4hlte ich ihr bei meinem n\u00e4chsten Besuch. Sie sagte &#8218;Liebling, nat\u00fcrlich werde ich irgendwann sterben.&#8216; Das h\u00f6rte sich ganz einfach an, keine gro\u00dfe Sache, so war das eben. Meine Angst vor dem Tod ist seitdem komplett verschwunden. Sie hat mir sehr viel mitgegeben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie je daran gedacht, wie Ihre Mutter und Schwester Musik zu machen?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nein, aber ich singe sehr gern. Die Countrymusik ist ein einzigartiges Genre, das wir Amerikaner erfunden haben. Wie alle amerikanischen Kunstformen, hat auch diese akkustische Musik mit alten Melodien eine Menge schottischer und irischer Wurzeln. Es gibt auch die traurige, herzzerrei\u00dfende und einsame Country-Komponente. Au\u00dferdem ist sie Ausdruck des bodenst\u00e4ndigen Lebensstils. Meine Schwester hat meiner Meinung nach eine der besten Stimmen unserer Zeit. Sie ist wirklich mit dieser wunderbaren Gabe gesegnet. Es ist genauso, als w\u00e4re man mit einem Operns\u00e4nger in einem Raum. Wenn der den Mund \u00f6ffnet und lossingt, fragt man sich erstaunt, wie man so einen tollen Ton fabrizieren kann. Sie ist so erstaunlich gut. An Amerika sind sie und meine Mutter gro\u00dfe Stars. Sie haben zusammengesungen, bis meine Mutter krank wurde und sich aus dem Gesch\u00e4ft zur\u00fcckziehen mu\u00dfte. Ihr Konzert war das erfolgreichste Kabel-&#8222;Pay Per View&#8220;-Ereignis in der Geschichte des Fernsehens, und meine Schwester war die erste Frau in der Country-Szene, die dreifaches Platinum f\u00fcr ihre Platten bekam.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Erinnern Sie sich daran, wie das angefangen hat?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie haben im Duett angefangen, als ich in die zweite Klasse ging. 1984 sind sie professionell ins Musikgesch\u00e4ft eingestiegen und sangen als &#8222;The Judds&#8220; zehn Jahre lang zusammen. Bis heute hat meine Schwester vier Solo-Alben herausgebracht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wann haben Sie das erste Mal dar\u00fcber nachgedacht, Schauspielerin zu werden?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich hatte nie eine genaue Definition von der Schauspielerei. Aber ich habe schon immer auf eine Art und Weise gespielt, die mir heute dem Schauspielen sehr nahe zu sein scheint. Ich hatte eine sehr lebhafte Phantasie und eine ausgepr\u00e4gte Begeisterung daf\u00fcr, mich auszudr\u00fccken.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8222;Heat&#8220;, &#8222;Time To Kill&#8220; und jetzt &#8222;Denn zum k\u00fcssen sind sie da&#8220; scheinen Sie sich auf Thriller festgelegt zu haben. Oder wie w\u00e4re es mal mit einer romantischen Rolle?<\/p>\n\n\n\n<p><em>H\u00e4tte ich liebend gern. Schauspielerei hat f\u00fcr mich etwas mit dem Verstehen des Lebens und dem Erleben von Gef\u00fchlen zu tun. Meiner Ansicht nach w\u00e4re es jetzt ein nat\u00fcrlicher Fortschritt, einen Charakter zu spielen, der aus Liebe viele gro\u00dfe Emotionen zeigen kann. Einige Drehb\u00fccher, die ich zur Zeit lese, haben dieses Element in der Story.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie war die Zusammenarbeit mit Morgan Freeman?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Es war der Himmel. Er ist sehr energisch, hat aber auch ein unglaublich weiches Herz. Ich ging mal am Set zu ihm, um ihn um Rat zu bitten. Er half mir und hat dabei ein gewisses Ego entwickelt. Seine besch\u00fctzende Art und sein sehr intensiver Blick haben mir unglaublich viel geholfen. Ich hoffe, da\u00df ich das auch mal f\u00fcr jemanden tun kann, wenn ich 59 Jahre alt bin.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Was halten Sie von Hollywood?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich lebe nicht dort, sondern in Tennessee.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aber Sie arbeiten da.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Manchmal. Wir haben &#8222;Denn zum K\u00fcssen sind sie da&#8220;, &#8222;Heat&#8220; und &#8222;Norma Jean&#8220; dort gedreht. Ich war aber auch schon in Mississippi, Chicago, Florida und New York.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnten Sich denn vorstellen in L.A. zu wohnen?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Alles ist m\u00f6glich. Es w\u00e4re aber klar, da\u00df selbst wenn ich ein Haus in L.A. h\u00e4tte, ich nicht die ganze Zeit da sein w\u00fcrde. Mein Zuhause in Tennesse ist eine Oase und ich liebe es, dort zu sein. F\u00fcr mich ist es interessanter, nach Los Angeles zu fahren, um dort die Leute zu sehen, die ich sehen m\u00f6chte, gut essen zu gehen, meine Yogaklasse zu besuchen, an den Strand und in die Berge zu gehen. Das reicht mir.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie leben allein. Haben sie keine Angst vor \u00dcberf\u00e4llen?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Schon als ich auf&#8217;s College ging, habe ich es geschafft, meinen eigenen Raum zu ergattern. Heute habe ich ein gro\u00dfes Sicherheitssystem mit Bewegungsmeldern und allen \u00fcblichen Raffinessen. Au\u00dferdem habe ich viel Vertrauen in meine Umgebung. Es ist ein sehr entlegener Ort, meine Eltern sind meine n\u00e4chsten Nachbarn.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie haben auch schon Theater gespielt. Was macht Ihnen mehr Spa\u00df: der direkte Draht zum Publikum oder die abstraktere Arbeit beim Film?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich mag beides. Die Arbeit am Theater und beim Film erg\u00e4nzt sich. Im Theater hat man eine r\u00e4umliche Begrenzung. Man mu\u00df ein St\u00fcck auf einmal durchspielen &#8211; im Gegensatz zum Kino. Seinen Charakter komplett zu verstehen, ihn in der jeweiligen Gef\u00fchlsverfassung wiederzugeben und die Geschichte leben zu lassen, ist eine wunderbare Herausforderung an die Reife und die eigenen F\u00e4higkeiten. Ein Theaterst\u00fcck hat immer etwas sehr Bewegendes und Lyrisches an sich. Das tolle am Film ist, da\u00df man die Chance hat, sich auf einzelne Momente zu konzentrieren. Man kann sie wieder und wieder auf vielf\u00e4ltige Art und Weise improvisieren und gr\u00fcndlich daran arbeiten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Fehlt Ihnen dabei nicht der Kontakt zum Publikum?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nicht unbedingt. Das ist zwar sch\u00f6n, aber es ist auch aufregend, sich einem kleinen St\u00fcckchen einer Szene vollkommen hinzugeben. Der Erfolg daraus beschr\u00e4nkt sich eher auf einen selbst, weil man kein Feedback bekommt &#8211; au\u00dfer vielleicht von den Kollegen und dem Regisseur. Das ist auch wunderbar, weil es mehr Chancen gibt, es richtig gut hinzubekommen, anstatt es von der Spielzeit eines St\u00fcckes abh\u00e4ngig zu machen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wurde denn in &#8222;Denn zum k\u00fcssen\u2026&#8220; viel improvisiert?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nein, nicht so h\u00e4ufig. Die K\u00e4mpfe waren alle sehr gut choreographiert, was mir sehr viel Spa\u00df gemacht hat.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Film wurde auch im Wald gedreht. Was haben Sie denn abends so gemacht?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich liebe es, im Wald zu drehen. Manchmal habe ich meinen Pyjama und einen Sweater angezogen und habe mich auf einen Baum zur\u00fcckgezogen. Wir haben den Film auf dem Set in &#8222;K\u00fc\u00df&#8216; das Eichh\u00f6rnchen&#8220; genannt. Es war sch\u00f6n dort im Fr\u00fchling. Ich hatte mein eigenes Haus, habe gekocht und hatte einen kleinen Garten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Welchen Film drehen Sie als n\u00e4chstes?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich habe gerade einen Film namens &#8222;Small Miracles&#8220; mit Oliver Platt und Jim Carrey gedreht, der auf dem Buch von John Irving, &#8222;Ein Gebet f\u00fcr Owen Meany&#8220;, basiert. Darin geht es um einen Jungen, der extrem klein ist und von seinen Schulkameraden ge\u00e4rgert wird. Die Geschichte handelt von seinem besten Freund und ihm. Ich spielte seine Mutter. Mein neues Projekt hei\u00dft &#8222;Eye Of The Beholder&#8220;. Im M\u00e4rz drehen wir mit Ewan McGregor.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kommen Sie jetzt in das Alter, in dem man sich langsam mehr mit Rollen von M\u00fcttern anfreunden mu\u00df?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich denke, da\u00df ist ganz nat\u00fcrlich, wenn man \u00e4lter wird. Mir hat das sehr viel Spa\u00df gemacht &#8211; besonders die Szene, als ich ihnen gute Nacht sagte und den s\u00fc\u00dfen kleinen Jungen immer wieder sagen mu\u00dfte, da\u00df ich sie liebe. Das war wunderbar, weil die beiden wirklich etwas ganz Besonderes waren. Ich habe sie gedr\u00fcckt und gek\u00fc\u00dft &#8211; das war der beste Job, den ich je hatte!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleiner Test f\u00fcr Ihr weiteres Leben?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nicht wirklich. Ich habe eine Nichte und einen Neffen, die ich verg\u00f6ttere. Wir haben eine sehr enge Beziehung zueinander. Ich habe einmal gesagt, da\u00df ich die beiden so sehr liebe &#8211; und froh bin, da\u00df es nicht meine sind. Meine Schwester hat das schon richtig verstanden, glaube ich. (lacht)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie Idole im Filmgesch\u00e4ft?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gene Hackmann gef\u00e4llt mir sehr gut. Und ich liebe Vanessa Redgrave. Das ist irgendwie die \u00fcbliche Konstellation von Stars, die man so mag.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Interessieren Sie sich auch f\u00fcr europ\u00e4ische Filme?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich habe mehr davon gesehen, als ich noch in L.A. gewohnt habe, weil bei mir um die Ecke ein Kino war.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der heutigen Zeitung war ein Foto von Ihnen abgebildet, auf dem Sie wie eine franz\u00f6sische Schauspielerin aus den 50ern aussehen. Haben Sie Ambitionen im europ\u00e4ischen Film?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich habe tats\u00e4chlich einige Screentests f\u00fcr franz\u00f6sische Filme hinter mir. Das w\u00fcrde mir schon Spa\u00df machen. Ich w\u00fcrde auch gern mal in Italien drehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sprechen Sie franz\u00f6sisch?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ja, ich habe es in der Schule gelernt und bin dann gereist, als ich 19 war.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13. Januar dieses Jahres fand sich Ashley Judd im Hamburger Atlantic Hotel zu Interviews ein. 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