{"id":33395,"date":"1998-09-28T11:11:00","date_gmt":"1998-09-28T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=33395"},"modified":"2022-07-24T02:53:16","modified_gmt":"2022-07-24T00:53:16","slug":"dark-city","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1998\/09\/dark-city\/","title":{"rendered":"Dark City"},"content":{"rendered":"\n<p>Finsterer Morgen in einem dunklen Hotelzimmer: Ein Mann (Rufus Sewell) kommt zu sich und erinnert sich an gar nichts mehr. Schon gar nicht an die blut\u00fcberstr\u00f6mte Tote neben ihm. Als ihm endlich sein Name John Murdoch zu Bewu\u00dftsein kommt, mu\u00df er auch schon das Weite suchen, denn Inspektor Bumstead (William Hurt) klopft bereits an die T\u00fcr und will ihn als Serienm\u00f6rder hinter Gitter bringen. Nur st\u00fcckchenweise spielt ihm sein Ged\u00e4chtnis w\u00e4hrend der Flucht Informationen \u00fcber seine Frau Emma (Jennifer Connelly) und seine Jugend zu. Au\u00dferdem begegnet er dem zwielichtigen Psychiater Dr. Schreber (Kiefer Sutherland), der offensichtlich mehr \u00fcber die mysteri\u00f6sen Vorg\u00e4nge wei\u00df, aber kurzerhand immer wieder verschwindet. Im Untergrund macht sich zu gleicher Zeit ein Gruppe omin\u00f6ser Glatzk\u00f6pfe per Telekinese Gedanken dar\u00fcber, wie sie Murdoch noch vor der Polizei schnappen. Sie sind n\u00e4mlich der Grund f\u00fcr die sich t\u00e4glich ver\u00e4ndernde Realit\u00e4t, die John so dringend zu ordnen versucht &#8211; was ihm keinesfalls gelingen darf.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Schaffung einer beklemmenden Endzeitstimmung in d\u00fcsteren St\u00e4dten scheint die Spezialit\u00e4t des &#8222;The Crow&#8220;-Regisseurs Alex Proyas zu sein. Hat er schon in seinem amerikanischen Regie-Deb\u00fct vor drei Jahren ganze Arbeit geleistet, setzt er sein Werk in diesem Science Fiction-Thriller kompetent fort. Seine selbstentwickelte, kafkaeske Geschichte basiert auf Proyas&#8216; Kindheitstr\u00e4umen, in denen er von Schattengestalten besucht wurde, die Dinge nach ihrem Belieben umarrangierten. Anstelle also das zigste Raumschiff in unendliche Weiten zu schicken, benutzt der Australier das Genre &#8222;Science Fiction&#8220; daf\u00fcr, die Idee von einer sich st\u00e4ndig wandelnden Wirklichkeit auf Celluloid umzusetzen, was ihm optisch auch sehr gut gelingt. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Ebene der Storyentwicklung allerdings l\u00e4\u00dft Proyas Schwachstellen erkennen. Den Darstellern wird kaum eine M\u00f6glichkeit gegeben, ihren Rollen Tiefe zu verleihen, was in platten Dialogen und vorhersehbaren Handlungen endet. Daran k\u00f6nnen leider auch so alte Hasen im Filmgesch\u00e4ft wie Kiefer Sutherland als entr\u00fcckter Seelenklempner und William Hurt als durchschnittlich intelligenter Cop nichts \u00e4ndern. Trotzdem z\u00e4hlt Alex Proyas &#8222;Dark City&#8220; zu den originelleren Beitr\u00e4gen der diesj\u00e4hrigen Science Fiction-Offensive aus Hollywood.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Dark City<br \/>Regie: Alex Proyas<br \/>Darsteller: Kiefer Sutherland, William Hurt, Jennifer Connelly, Rufus Sewell<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Finsterer Morgen in einem dunklen Hotelzimmer: Ein Mann (Rufus Sewell) kommt zu sich und erinnert sich an gar nichts mehr. Schon gar nicht an die blut\u00fcberstr\u00f6mte Tote neben ihm. 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