{"id":33568,"date":"1999-12-13T11:11:00","date_gmt":"1999-12-13T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=33568"},"modified":"2022-07-27T03:32:53","modified_gmt":"2022-07-27T01:32:53","slug":"v-a-pop-2000","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1999\/12\/v-a-pop-2000\/","title":{"rendered":"V.A.: Pop 2000"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/musik\/sampler\/images\/pop2000.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Pop 2000 &#8211; die Compilation zur Fernseh-Doku oder die Sendereihe zum Sampler? Who knows. Die Idee war eigentlich nicht schlecht: deutsche Musik-Acts covern deutsche Musik-Acts. Aber das Ergebnis ist in \u00e4hnlicher Weise versandet wie das optische Pendant.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die meisten Takes sind so \u00fcberfl\u00fcssig wie ein Kropf und so \u00fcberraschungshaltig wie Fake-Jeans. Nur teurer. Wenn die Guano Apes Alphavilles &#8222;Big in Japan&#8220; covern, klingt das genau so, wie man sich die Coverversion eines Alphaville-Titels von den Guano Apes vorstellt. Zumal es nicht weiter schwer ist, die supermelodischen Alphaville-Hooks als Schrammel-Crossover-Band zu adaptieren. &#8222;Da da da&#8220; von Herbert Gr\u00f6nemeyer klingt ebenfalls genau so, wie es klingen mu\u00df, nur ohne Stefan Remmlers provozierende Apathie. Mit Gr\u00f6nemeyers Remake ist der einstige Anti-Schlager endg\u00fcltig zum Schlager mutiert. Scheint, als h\u00e4tten ein paar Leute die Gelegenheit genutzt, endlich mal gegen Geld die Songs zu spielen, die sie selbst gern komponiert h\u00e4tten. Die Anklage lautet auf &#8222;Faulheit&#8220;. Nur die allerwenigsten haben sich die M\u00fche gemacht, den Vorlagen wirkliche Neuinterpretationen zu entlocken, die dar\u00fcber hinaus auch noch die eigenen Fans \u00fcberraschen k\u00f6nnten. Gr\u00f6nemeyers &#8222;M\u00e4nner&#8220; in der Version von Nina Hagen &#8211; ein Gag, mehr nicht. Letztendlich mu\u00df sich halt doch jeder raussuchen, was ihm liegt. Die Echt-Fans eben Echt, die Xavier-Fans nat\u00fcrlich Xavier.<\/p>\n\n\n\n<p>Am frischesten auf &#8222;Pop 2000&#8220; klingen noch die Elektronik- und die HipHop-Sachen. Was Jan Delay A.K.A. Eissfeld aus Nenas &#8222;Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann&#8220; rausgeholt hat, ist hinl\u00e4nglich bekannt und schlicht genial. Was &#8222;Yes Sir I can boogie&#8220; trotz deutschem Komponisten auf der Scheibe zu suchen hat, verstehe ich immer noch nicht ganz, schlie\u00dflich war der Akzent der Baccara-Damen einst erkennbar nicht-deutsch und leider auch allzu ohrenf\u00e4llig nicht-angels\u00e4chsisch, aber der vollkommen verfremdete Groove der 5 Sterne Deluxe &#8211; hat was! Abw\u00e4rts\u00b4 &#8222;Computerstaat&#8220; im Acid-Scratch-Sound von Westbam straft alle Vorw\u00fcrfe politischer Abstinenz an die hedonistische Techno-Spa\u00dffront L\u00fcgen, und gekreuzt mit der avantgardistischen Neubauten-Energie bringen selbst Das Auge Gottes H\u00f6renswertes zustande.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Durchwachsen. Hier lohnt sich beim Kaufen vielleicht sogar die Beschr\u00e4nkung auf wenige gute Single-Auskopplungen.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">V.A.: Pop 2000\n(Gr\u00f6nland)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pop 2000 &#8211; die Compilation zur Fernseh-Doku oder die Sendereihe zum Sampler? Who knows. Die Idee war eigentlich nicht schlecht: deutsche Musik-Acts covern deutsche Musik-Acts. 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