{"id":3360,"date":"1997-11-17T23:12:36","date_gmt":"1997-11-17T22:12:36","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=3360"},"modified":"2022-06-06T01:00:40","modified_gmt":"2022-06-05T23:00:40","slug":"attwenger-song","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/11\/attwenger-song\/","title":{"rendered":"Attwenger &#8211; Song"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/attwenger-song.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12569\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/attwenger-song.jpg 283w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/attwenger-song-145x144.jpg 145w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/attwenger-song-60x60.jpg 60w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/attwenger-song-120x120.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von meinen Lieblings-\u00d6sis kenne ich von den bisher erschienen CDs Most (91), Pflug (92) und Luft (93) die erste und dritte. Das Debut versuchte erfolgreich einen Crossover (erinnert sich noch jemand?) zwischen \u00d6si-Folk und Punk; Luft f\u00fchrte die Herren Falkner und Binder in eine Hiphop &#8211; Rhythmik, auf deren Grundlage uns Falkner den Hendrix auf der Zieharmonika (und so manches andere) machte. Was mich jedoch ziemlich umgehauen hat, waren diese merkw\u00fcrdig &#8211; abgespaceten Texte, die wie eine Mischung aus Abz\u00e4hlreim- und Alltagsrap wirkten &#8211; jedenfalls das, was der Nicht-\u00d6si davon verstehen konnte. Damit sind wir schon beim Thema: der Titel bedeutet auf \u00d6sterreichisch &#8222;sagen&#8220;. Mit der englischen Bedeutung gibt das schon mal einen ziemlich fiesen Doppelsinn.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ergibt ein Blick auf die Spieldauer der 5 Tracks, da\u00df die Herren diesmal mit dem (traditionellen) Songformat nichts am Hut hatten: drei sind \u00fcber 15 Minuten lang. Allein das r\u00fcckt SONG schon weit weg vom Vorg\u00e4nger, aber das ist noch lange nicht alles. Auch bei den Texten ist kr\u00e4ftig reduziert worden. Die bestehen immer nur aus einem Satz, der in der Betonung variiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Musikalisch ist das Spektrum um Breakbeat bis Drum &amp; Bass erweitert worden; auch hier werden Themen rhythmisch und instrumental immer leicht variiert, so da\u00df ein angenehm &#8211; intensiver Flow entsteht, der trotz (vielleicht sogar gerade wegen) der ungew\u00f6hnlichen Lineups frisch und von heute klingt. Ist das die neue Welt-Musik? Oder interessiert das auch wieder keinen? Attwenger jedenfalls nicht, die schei\u00dfen ganz kr\u00e4ftig auf jeden Kategorisierungsversuch. Nicht mal \u00fcber die Trackl\u00e4nge wollen sie sich berechenbar machen lassen: das k\u00fcrzeste St\u00fcck dauert 6 Sekunden, hei\u00dft &#8222;Es gibt Wiederholungen&#8220; und besteht exakt aus diesem (gesprochenen, unbegleiten) Satz. Ernst Jandl (Wer kennt E.J.?) kannte Attwenger und fand sie gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch Fragen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von meinen Lieblings-\u00d6sis kenne ich von den bisher erschienen CDs Most (91), Pflug (92) und Luft (93) die erste und dritte. 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