{"id":33614,"date":"1999-09-27T11:11:00","date_gmt":"1999-09-27T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=33614"},"modified":"2022-07-25T21:08:20","modified_gmt":"2022-07-25T19:08:20","slug":"rocko-schamoni-jogging-mystique-showtime","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1999\/09\/rocko-schamoni-jogging-mystique-showtime\/","title":{"rendered":"Rocko Schamoni &#038; Jogging Mystique: Showtime"},"content":{"rendered":"\n<p>Na Leute, k\u00f6nnt ihr euch auch noch an Zeiten erinnern, in denen sich &#8222;Jugend&#8220; und &#8222;CDU&#8220; noch weitestgehend ausgeschlossen haben? Sowohl begrifflich, als auch inhaltlich.<br \/>Das war ungef\u00e4hr zu der Zeit, als uns Rocko Schamoni, damals noch mit dem Beinamen &#8222;King&#8220; ausgestattet, mit seinem Beinahe-Radiohit &#8222;Ich will Liebe&#8220; den Sommer vers\u00fc\u00dfte. Ja, Goldene Zeiten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Damals war auch noch einiges in Ordnung. &#8222;Jugend&#8220; war noch relativ weit entfernt von &#8222;CDU&#8220;, die Gr\u00fcnen hatten auch noch was zu sagen, inhaltlich, wie begrifflich, und, ach ja, Deutschland war auch wieder ein Ganzes. Man konnte es sich leisten einfach nur Liebe zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Klar, Liebe brauchen und wollen wir nat\u00fcrlich Heute noch. Rocko auch. Allerdings nimmt er heute lieber die Rolle des Beobachters ein, der \u00fcber allem steht. Die des Mondes n\u00e4mlich. &#8222;Hallo Freunde, ich bin der Beobachter, ich stehe lautlos hier ganz oben und bin einfach da\u2026, \u2026ich hoffe, ihr denkt nicht, mir sei das alles ganz egal, es ist nur so, da\u00df ich mir nichts mehr mache aus der Wahl\u2026&#8220; (Der Mond). Und doch gibt er uns schon im n\u00e4chsten St\u00fcck, zu den Kl\u00e4ngen von Wax&#8216; &#8222;Key to your heart&#8220;, den Rat, gegen den Staat zu sein. Wer den Song noch kennt, wei\u00df, dass man die Message kaum mit mehr Funk, mehr Soul und mit mehr Pop verpacken kann. Na, klingt das nicht verf\u00fchrerisch? Ich meine, ja! Was irgendwie auch daran liegt, dass Popk\u00fcnstler in den Zeiten der Neunziger-Spass-Diktat-Dekade, den Bezug zu politischen Inhalten beinahe g\u00e4nzlich verloren zu haben scheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass sowohl Spa\u00df, als auch politische Werte gut zusammen in einen Popsong passen, beweist Schamoni ganz locker aus der H\u00fcfte, mit Songs, wie &#8222;Am Gartentor wartet die Zukunft&#8220;, oder auch &#8222;Loveschool Hamburg&#8220;. Im ersten Fall wartet am Stadtrand bereits das Ende und im zweiten Fall, bedeutet &#8222;Loveschool&#8220;, dass man seinen Hauseigent\u00fcmer aus seinem Haus hinaus schmust. &#8222;Liebe als, quasi Waffe&#8220;!<\/p>\n\n\n\n<p>Mir tut es gut, dass mal wieder jemand, die Grenzen privater Freiheit, die sich im Recht auf Konsum ersch\u00f6pft spielerisch aufzeigt. Und noch sch\u00f6ner ist, dass \u00fcberhaupt noch jemand in der Lage ist, solche Themen v\u00f6llig unpeinlich und &#8222;w\u00f6rtlich&#8220; in einen Popsong zu packen. Der letzte, an den ich mich erinnern kann, der das drauf hatte, war Paul Weller und sein Style Council. Und als musikalisches Referenz-Modell f\u00fcr Rocko Schamonis &#8222;Showtime&#8220; taugt der auch allemal.<\/p>\n\n\n\n<p>Join the Loveschool!<\/p>\n\n\n\n<p>Rocko Schamoni &amp; Jogging Mystique: Showtime<br \/>(Trikont\/Indigo)<\/p>\n\n\n\n<p>(rk)<br \/>27.9.1999<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Na Leute, k\u00f6nnt ihr euch auch noch an Zeiten erinnern, in denen sich &#8222;Jugend&#8220; und &#8222;CDU&#8220; noch weitestgehend ausgeschlossen haben? 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