{"id":3424,"date":"1998-03-20T15:25:40","date_gmt":"1998-03-20T15:25:40","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=3424"},"modified":"2022-08-25T05:18:24","modified_gmt":"2022-08-25T03:18:24","slug":"stella-extralife","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1998\/03\/stella-extralife\/","title":{"rendered":"Stella: Extralife"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>&#8222;An extra life is what I need&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn drei sich streiten, freuen sich die vierten. Und das sind all die, die in den n\u00e4chsten Wochen das Debut-Album der Hamburger Band Stella in den CD-Player legen und in ihren Wohnzimmern tanzen. Stella sind cool und auftregend, elegant und tanzbar zugleich.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Extralife&#8220; verdient es, mit einem Klangkosmos verglichen zu wer-den: Tausend kleine Melodien, Ger\u00e4usche und Samples verbinden sich zu einer eleganten Mischung aus Pop, New Wave und groovigen Beats.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Herrlich: Der Song &#8222;Perfume&#8220;, mit dem die Band w\u00fctend klarstellt: &#8222;Be good, be bad, just be. But be without me&#8220;. Ohrwurmqualit\u00e4ten hat vor allem der vorab als Single ver\u00f6ffentlichte, ironische Song &#8222;O.K., tomorrow I`ll be perfect&#8220;. Entspannter geht es bei der einzigen ruhigeren Nummer der CD, &#8222;Harbour&#8220; zu: S\u00e4ngerin Elena Lange besingt m\u00fcde und traurig die Hafenromantik. Jeder Song &#8211; ein Abenteuer, jedes H\u00f6ren ist wie ein Spaziergang durch eine vertraute Landschaft, die sich doch irgendwie ver\u00e4ndert hat&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich kommt es nicht von ungef\u00e4hr, da\u00df Stellas Musik so viele Stile vereint: Die Bandmitglieder sind in diversen anderen Projekten t\u00e4tig. Elena Lange, Thies Mynther und Mense Reets hat man schon bei Schorsch Kamerun, GTV, Der allwissenden Billardkugel und anderen Bands gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stella sind sich zum Gl\u00fcck nie einig geworden, ihre Musik ist ein Aufeinanderprallen von Meinungen und Lebensgef\u00fchlen. Im Vorder-grund lauert eine poppige Gitarren-Melodie, w\u00e4hrend sich von hinten der Synthie-Groove anschleicht und den Song mitrei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Terror und Nervenzusammenbr\u00fcchen erz\u00e4hlen Elena, Thies und Mense, von diktatorischen Bem\u00fchungen, Vorschl\u00e4ge durchzudr\u00fccken. Dort, wo andere Bands &#8222;wir&#8220; sagen und sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, wetzen die Stellas die Messer. Gereizt und mi\u00dflaunig klingen viele Lieder, denn zu sagen haben Stella auch etwas. Und zwar, da\u00df sie mit der Gesellschaft nicht einverstanden sind, den Deutschen an sich alles Schlechte w\u00fcnschen und ansonsten gegen Chauvinismus, Nationalismus und Kapitalismus ansingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Puh. Zum Gl\u00fcck bringen sie die Message nicht straight-forward r\u00fcber, wie so viele uns\u00e4gliche Punk-Bands, sondern im schillernden Pop-Gewand. F\u00fcr die einen sind es bunte Songs, und wer bittesch\u00f6n darauf besteht, alle Songtexte zu zerlegen, findet darin mehr oder weniger deutlich formulierte politische Statements. Auch ein Grund, warum &#8222;Extralife&#8220; auch nach Tagen permanenten Anh\u00f6rens nicht langweilig wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende April sind die drei streitenden Hamburger auf Tour, doch die Zeit bis dahin wird uns ja nicht lang, denn seit neuestem haben wir ein &#8222;Extralife&#8220; &#8211; Stella sei dank.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;An extra life is what I need&#8230;&#8220; Wenn drei sich streiten, freuen sich die vierten. Und das sind all die, die in den n\u00e4chsten Wochen das Debut-Album der Hamburger Band Stella in den CD-Player legen und in ihren Wohnzimmern tanzen. 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