{"id":34507,"date":"2001-10-01T11:11:00","date_gmt":"2001-10-01T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=34507"},"modified":"2022-07-27T20:55:28","modified_gmt":"2022-07-27T18:55:28","slug":"orbital-the-altogether","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/10\/orbital-the-altogether\/","title":{"rendered":"Orbital: The Altogether"},"content":{"rendered":"\n<p>Alle Jahre wieder bescheren uns die Gebr\u00fcder Hartknoll eine neue Lektion wie sich elektronische Musik in England anzuh\u00f6ren hat &#8211; gro\u00dfspurig, ravend, ohne minimale Ausfl\u00fcge auskommend. So die Bestandsaufnahme bis dato. In Verbund mit den anderen Gr\u00f6\u00dfen der Insel so wie Underworld, Prodigy und den Chemicals sind Orbital einen Tick weniger Hauruck und versuchen doch eine Menge Abwechslung in ihr Programm einflie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ihre ganz gro\u00dfe Zeit liegt allerdings bis Anfang und Mitte der Neunziger zur\u00fcck, als sie zuerst durch das Album &#8222;Snivilization&#8220; und der zugeh\u00f6rigen Single &#8222;Are we here?&#8220; den Brit Award f\u00fcr das beste Dance Video\/-Album 1994 gewannen und dann ein Jahr sp\u00e4ter mit der LP &#8222;Insides&#8220; und dem dazu geh\u00f6renden Smash Hit &#8222;The Box&#8220; noch einen draufsetzen konnten- wer erinnert sich nicht gerne an das Spion-Video, indem die Hartknolls ihre K\u00f6pfe austauschen und im K\u00f6fferchen mit sich rumtragen?<\/p>\n\n\n\n<p>Dann die gro\u00dfe Entt\u00e4uschung: Das Album &#8222;In the Middle Of Nowhere&#8220; (2000) verpuffte einfach sang- und klanglos im nichts- und das nachdem Orbital zu sowas wie den Helden der Dance Armada avanciert waren, alle gro\u00dfen Raves beschallten und mit ihrer weniger prolligen Variante dieser Generation immer zeigten, wie smart es ist Bon Jovis &#8222;Living On A Prayer&#8220; mit Belinda Carlisles &#8222;Heaven is a Place on Earth&#8220; zu verwursteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann auch auf &#8222;The Altogether&#8220; den Spassfaktor beim Samplen raush\u00f6ren und liest man die Anmerkungen zu den Samplequellen im Booklet nach, dann ist es offensichtlich, dass sich Orbital vornehmlich wei\u00dfer K\u00fcnstler &#8211; oft aus dem Rock<code>n\u00b4Roll-Bereich bedienen, so wie The Bananamens \"Surfin<\/code>Bird&#8220; im eirigen Opener &#8222;Tension&#8220;, Ian Durys &#8222;Hit Me With Your Rhythm Stick&#8220; bei der Auskopplung &#8222;Funny Break&#8220;, die auch wirklich Hit-Charakter besitzt, oder gar Tools &#8222;Sober&#8220; im elektrobeatlastigen &#8222;Tootled&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man an der Beschreibung unschwer kann: diese Platte ist ein Gemischtwarenladen an Sounds und Beats. Orbital hatten ja noch nie Angst vor komplexen Geschichten, auch nicht vor Gitarren. Die Englische Mesh-Culture noch mal auf den Punkt gebracht. Mit &#8222;The Altogether&#8220; k\u00f6nnen die Hartknolls vielleicht wieder auf der Insel an fr\u00fchere Erfolge ankn\u00fcpfen, da neben dem Groove wieder gute Hooks existieren. Ob der Rest der Welt sich allerdings noch an dem etwas altbackenen Konzept des &#8222;Mehr ist mehr&#8220; laben k\u00f6nnen wird, ziehe ich in Zweifel.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Orbital: The Altogether<br \/>(ffrrr\/Warner)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder bescheren uns die Gebr\u00fcder Hartknoll eine neue Lektion wie sich elektronische Musik in England anzuh\u00f6ren hat &#8211; gro\u00dfspurig, ravend, ohne minimale Ausfl\u00fcge auskommend. So die Bestandsaufnahme bis dato. 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