{"id":34510,"date":"2001-09-27T11:11:00","date_gmt":"2001-09-27T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=34510"},"modified":"2022-07-27T20:57:12","modified_gmt":"2022-07-27T18:57:12","slug":"ruby-short-staffed-at-the-gene-pool","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/09\/ruby-short-staffed-at-the-gene-pool\/","title":{"rendered":"Ruby: Short-Staffed At The Gene Pool"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist fast eine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit, dass K\u00fcnstler, die mit ihrer Erstver\u00f6ffentlichung einen bahnbrechenden Erfolg hatten und dann in der Versenkung verschwanden, um dann Jahre sp\u00e4ter noch einmal mit einem hei\u00df erwarteten Nachfolger aufzutrumpfen, zum Scheitern verurteilt sind. So geschehen bei den Stone Roses (noch im Rahmen), Goldie (nicht mehr im Rahmen) und &#8211; um ein nationales Beispiel zu nennen &#8211; Liquido (war meiner Meinung noch nie im Rahmen &#8211; die Verkaufszahlen sprechen hier aber eine andere Sprache).<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Mrs Rankine alias Ruby hatte 1995\/96 in England den Bristol-Sound extrem nach vorne gebracht. Nicht zuletzt durch ihre \u00e4ussere Pr\u00e4senz fungierte sie als Star einer damals noch jungen Bewegung. Die Rhythmen, die Elektronik im Verband mit Liveinstrumenten &#8211; das war alles noch frisch und ungeh\u00f6rt. Dann das Remix-Album zum Erfolg von &#8222;Salt Peter&#8220; und es wurde still um Ruby. Pers\u00f6nliche Probleme, eine Odyssee zu einer neuen Heimat und damit einhergehende Umz\u00fcge, etc. verz\u00f6gerten die Ver\u00f6ffentlichung von was uns jetzt als &#8222;Short &#8211; Staffed at the Gene Pool&#8220; vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gravierende Unterschied zum Erstling von &#8222;Salt Peter&#8220; will nicht beim ersten H\u00f6ren auffallen- immerhin versammelt sich hier Material, das sich \u00fcber sieben Jahre angesammelt, bzw. geruht hat. Der Produzent Mark Walk hat was damals ein zeitgem\u00e4\u00dfer Sound war und heute noch ist ins rechte Licht ger\u00fcckt; der Wehrmutstropfen ist aber der, das man die Sounds mittlerweile schon galore geh\u00f6rt hat und der Wow!-Effekt sich nicht mehr einstellen kann. So ist Ruby eine unter den vielen, die hinter Portishead und Massive Attack in der zweiten Reihe stehen. F\u00fcr die erste h\u00e4tte sie sich mit &#8222;Short &#8211; Staffed&#8220; beeilen m\u00fcssen! Der Unterschied, der beim zweiten H\u00f6ren auff\u00e4llt ist, dass Frau Rankine nicht mehr so inbr\u00fcnstig schreit und die Lieder zeitweise einen jazzigen Grundton haben, wie bei &#8222;Lamplight&#8220; oder &#8222;Roses&#8220;. Dies wird nicht zuletzt durch den Einsatz von Vibraphon und einer cupped Trumpet erzielt. Diese Art von Songs setzen sich angenehm gegen state-of-the-art-Titel wie dem Opener &#8222;Beefheart&#8220; ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Zweimal h\u00f6ren und dann entscheiden, ob daf\u00fcr noch Platz im Portemonnaie ist. Ach ja- ein Remix-Album f\u00fcr dieses steht auch kurz vor der V.\u00d6. Ich w\u00fcnsche mir, dass My Bloody Valentine nie wieder ein Album aufnehmen werden\u2026.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Ruby: Short-Staffed At The Gene Pool<br \/>(Wichita\/Clearspot)<\/pre>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist fast eine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit, dass K\u00fcnstler, die mit ihrer Erstver\u00f6ffentlichung einen bahnbrechenden Erfolg hatten und dann in der Versenkung verschwanden, um dann Jahre sp\u00e4ter noch einmal mit einem hei\u00df erwarteten Nachfolger aufzutrumpfen, zum Scheitern verurteilt sind. 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