{"id":34630,"date":"2001-01-10T11:11:00","date_gmt":"2001-01-10T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=34630"},"modified":"2022-07-28T01:33:11","modified_gmt":"2022-07-27T23:33:11","slug":"boards-of-canada-in-a-beautiful-place-out-in-the-country","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/01\/boards-of-canada-in-a-beautiful-place-out-in-the-country\/","title":{"rendered":"Boards Of Canada: In A Beautiful Place Out In The Country"},"content":{"rendered":"\n<p>Schon seit ihrem Deb\u00fct auf Skam 1996 verbreitet das schottische Duo Boards Of Canada diese unheimlichen Untert\u00f6ne, wie Schleifen, Rauschen, Kinderstimmen, um ihren gl\u00e4sernen Eispal\u00e4sten von T\u00f6nen den Geist eines zugefrorenen Sees in der Tundra einzuhauchen. Auch optisch wird auf den Covern diese sch\u00f6n-schaurige Stille einer Landschaft oder einer verwackelten Momentaufnahme von seltsamen Eindr\u00fccken oder Traumsequenzen verbreitet; so zum Beispiel auf meinem Lieblingscover einer Warp &#8211; Platte ever, der Doppel &#8211; LP &#8222;Music has the Right To Children&#8220;. Darauf ist eine Familie &#8211; der Mode nach aus den Siebzigern &#8211; wie unter Seewasser im Schleier von schwimmenden Partikeln abgebildet, deren Mitglieder ohne Gesichter an einer Mauer stehen oder lehnen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter wird der Ansatz des Versuchs eine Momentaufnahmen wie unter Narkose akustisch umzusetzen weiter verfolgt. Das Tempo, wie gewohnt verschleppt langsam, die Fl\u00e4chen der Sounds wie durch einen Eissturm verh\u00fcllt und durch ein Plinkern auf ihren Glockenspiel hauchen Gnome dem Opus das n\u00f6tige Quentchen W\u00e4rme ein &#8211; so wird &#8222;Kid For Today&#8220; zu einer elektronischen Kurzgeschichte von Hans Christian Andersen. Seltsame Ger\u00e4usche, wie Funkspr\u00fcche, versuchen sich einzumischen und werden durch das Rauschen eines abgenudelten Ferrochrombandes unterdr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Amo Bishop Raden&#8220; klingt wie eine Fortsetzung von Aphex Twins &#8222;Icot Hedrall&#8220;. Der Kn\u00fcppel bleibt im Sack, die sakrale Stimmung von Streichern im Wagnerweirdotouch hervorgezaubert.<\/p>\n\n\n\n<p>Seite Zwei beginnt mit Kinderstimmen und einer elegischen Fl\u00e4che, der Rhythmus kriecht langsam ins Bild und schon befinden wir uns an einem sch\u00f6nen Ort, drau\u00dfen auf dem Lande. Eine Vocoder-Stimme erz\u00e4hlt uns, was dort so vor sich geht. So konkret (richtiger Gesang!) waren BOC noch nie.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist &#8211; und das mu\u00df ich wahrscheinlich beim n\u00e4chsten Output auch feststellen &#8211; eindeutig ihr bisher sch\u00f6nstes Werk. Schlie\u00dflich endet dieses Appetith\u00e4ppchen mit einem spinettartigen Solost\u00fcck und entl\u00e4\u00dft mich mit dem schaurig sch\u00f6nen Verlangen nach einem kompletten Album. Was bleibt, ist die Option nochmal umzudrehen und erneut den Versuch zu starten, eine Antwort auf die Frage zu erhalten, warum BOC es schaffen, trotz nur minimaler Progression, den immer gleichen Zauber von Weite und Einsamkeit zu kreieren. Ich mu\u00df mal in die schottische Pr\u00e4rie hinausreiten und den beiden einen Besuch abstatten.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Boards Of Canada: In A Beautiful Place Out In The Country<br \/>12\" (Warp\/Zomba)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon seit ihrem Deb\u00fct auf Skam 1996 verbreitet das schottische Duo Boards Of Canada diese unheimlichen Untert\u00f6ne, wie Schleifen, Rauschen, Kinderstimmen, um ihren gl\u00e4sernen Eispal\u00e4sten von T\u00f6nen den Geist eines zugefrorenen Sees in der Tundra einzuhauchen. 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