{"id":35318,"date":"1999-09-01T11:11:00","date_gmt":"1999-09-01T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=35318"},"modified":"2022-07-30T23:54:43","modified_gmt":"2022-07-30T21:54:43","slug":"machine-head-the-burning-red","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1999\/09\/machine-head-the-burning-red\/","title":{"rendered":"Machine Head: The Burning Red"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/musik\/cd-m\/images\/machine.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Machine Head anno 1999, das bedeutet \u00dcberraschung um \u00dcberraschung. Ganz banal f\u00e4ngt es schon damit an, da\u00df ihre Plattenfirma einen professionellen Schreiberkollegen zwecks Verfassen eines Bandinformationsblattes beauftragt hat. Lars Brinkmann von der viel geliebten\/geha\u00dften &#8218;Spex&#8216; durfte diese Aufgabe \u00fcbernehmen. Und der kam er verst\u00e4ndlicherweise gerne nach. Die zweite \u00dcberraschung ist, da\u00df Robert Flynn nicht mehr nur schreit, sondern zu singen begonnen hat und auch mal etwas rappt. Das steht ihm und kommt den brandneuen Kompositionen sehr zu gute &#8211; so etwa in &#8222;Desire To Fire&#8220;, &#8222;Exhale The Vile&#8220;, &#8222;Message In A Bottle&#8220; oder &#8222;Silver&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dann w\u00e4re da die \u00fcberaus gelungene Produktion des Erfinders des Korn-Sounds: Ross Robinson. Allerdings haben Machine Head ihren charakteristischen Sound nicht dem Genie dieses Mannes unterworfen, sondern nur seine F\u00e4higkeiten geschickt genutzt, um die MH-Soundwand zu verdichten und verst\u00e4rken. Dazu Robb Flynn: &#8222;Ich hatte nie das Gl\u00fcck mit so jemandem wie ihm zusammenzuarbeiten; zuvor h\u00f6rte ich h\u00f6chstens mal &#8218;Make the note perfect&#8216;. Ross hingegen h\u00e4ngt sich richtig rein &#8211; wir nehmen z.B. das Schlagzeug auf und er ist mit uns im Aufnahmeraum, pl\u00f6tzlich f\u00e4ngt er an, Ahrue rumzuschubsen oder verfickte Plastikflaschen ans Fenster zu schmettern w\u00e4hrend ich singe. Er brachte mich dazu, so zu singen als w\u00fcrden wir ein Konzert vor 100.000 Menschen geben; full fuckin&#8216; power, don&#8217;t hold anything back.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Und h\u00e4lt man sich dann vor Augen, da\u00df uns Schreiberlingen nicht einmal die &#8222;final version&#8220; vorliegt, diese einen allerdings schon aus dem Schreibtischstuhl bl\u00e4st, dann k\u00f6nnen wir nur vage erahnen, welche Klanggewalt in B\u00e4lde auf uns zukommen mag. Des weiteren ist zu notieren, da\u00df sich Neuzugang Ahrue Luster voll integriert zu haben scheint. Der Rausschmi\u00df der Kreuzung aus Tattoo-Poser und prolligem Aufschneider (Logan Mader) schl\u00e4gt sich demnach mehr als nur positiv nieder. Die Gitarrenspuren klingen ausgefeilter, abwechslungsreicher und schlichtweg besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gesamte Bandgef\u00fcge scheint sich gefestigt zu haben; die interne Balance und Ausgeglichenheit ist wieder eingekehrt und verhilft der Band zu neuen Taten. Die Sechssaiter werden flankiert von Adam Duce (Bass) und ex-Sacred Reich\/ex-Murdercar-Trommler Dave McClain. Beide beherrschen ihr Gesch\u00e4ft und wissen, was es hei\u00dft, geh\u00f6rig Druck zu machen. Der Titelsong selbst ist wie schon so vieles auf dieser Scheibe ein Bonbon aus der Trickkiste. Man k\u00f6nnte mit Fug und Recht behaupten, er sei die erste Ballade aus der Hand von Robb Flynn. Melodi\u00f6ser Gesang, Drumcomputer, ein bi\u00dfchen Bass und Gitarre &#8211; das reicht dem Maschinenkopfkopf aus, um zumindest mir ein Staunen zu entlocken. Ungew\u00f6hnlich ist nat\u00fcrlich auch die Wahl der Coverversion. Die fiel auf &#8222;Message In A Bottle&#8220;, dem altbew\u00e4hrten und schon von anderen gecoverten Police-Hit. Ein Umstand, der Robb Flynn \u00fcbrigens nicht bewu\u00dft war; er glaubte bis zu dem Interview mit mir (demn\u00e4chst \u00fcbrigens in &#8222;Heavy, oder was!?&#8220; nachzulesen), da\u00df der Song unverbraucht sei. Doch die Venice Beach-Band Excel hatte sich schon daran gemacht. Und ich erinnere mich vage an weitere Interpretationen. Aber ist ja egal.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Fazit bleibt festzuhalten, da\u00df diese Platte die Metal-Welt bereichern wird. Oder um es mit Brinkmanns Worten zu sagen: &#8222;In vieler Hinsicht verdient das Album &#8218;The Burning Red&#8216; eine gesonderte Stellung im Oeuvre von Machine Head. (\u2026) Die Ergebnisse [der Zusammenarbeit von verschiedenen Bands und Ross Robinson] sind ausnahmslos das beste, was die Bands bis dato aufgenommen haben. Da machen Machine Head mit &#8218;The Burning Red&#8216; keinen Unterschied.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Machine Head: The Burning Red<br \/>(Roadrunner\/Connected)<br \/>V\u00d6: 9.8.1999<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Machine Head anno 1999, das bedeutet \u00dcberraschung um \u00dcberraschung. Ganz banal f\u00e4ngt es schon damit an, da\u00df ihre Plattenfirma einen professionellen Schreiberkollegen zwecks Verfassen eines Bandinformationsblattes beauftragt hat. Lars Brinkmann von der viel geliebten\/geha\u00dften &#8218;Spex&#8216; durfte diese Aufgabe \u00fcbernehmen. Und der kam er verst\u00e4ndlicherweise gerne nach. 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