{"id":35384,"date":"2001-04-07T11:11:00","date_gmt":"2001-04-07T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=35384"},"modified":"2022-08-04T02:56:28","modified_gmt":"2022-08-04T00:56:28","slug":"nash-kato-debutante","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/04\/nash-kato-debutante\/","title":{"rendered":"Nash Kato: Debutante"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach den Schweizer &#8222;Placebo-sound-alikes&#8220; Chewy verschafft das kleine sympatische Label B-track einer Stimme Platz auf dem europ\u00e4ischen Markt, die in den Neunzigern gro\u00dfen Einflu\u00df auf meine Wahrnehmung amerikanischer Musik hatte. War ich bis in die Mitte dieser Decade nicht entfernt an 70er Glam-\/Poserrock \u00e0 la Cheap Trick interessiert, \u00e4nderte sich dieser Zustand mit der Ver\u00f6ffentlichung von Urge Overkills &#8222;Supersonic Storybook&#8220; auf einem meiner Lieblinglabels dieser Hochphase amerikanischer Indielabels: &#8222;Touch and Go&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Best\u00e4rkt durch den Nachfolger &#8222;Saturation&#8220; (Geffen), schien mir die Melange aus amerikanischem Radiorock und Undergroundcredibility fast interessanter als Nirvanas &#8222;Nevermind&#8220; und ein weiteres Album reihte sich in meine TopTen der besten Gitarrenbands einer Generation (nein nicht die X-te, daf\u00fcr war es schon zu sp\u00e4t). Schlie\u00dflich konnte ich &#8222;Girl, You\u00b4ll Be a Woman Soon&#8220;, die Neil Diamond &#8211; Coverversion auf dem &#8222;Pulp Fiction&#8220; Soundtrack, aufgrund von zu vielen Studentenfeten nicht mehr ertragen. Dann kam die Rettung vor dem gro\u00dfen kommerziellen Erfolg durch das sperrige und depressiv anmutende letzte Album Urge Overkills &#8222;Exit The Dragon&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>In Interviews la\u00df man \u00fcber die Verweigerungshaltung der drei Chicagoer: W\u00e4hrend der Aufnahmesession warf man die Produzenten The Dust Brothers aus dem Studio, pers\u00f6nliche Erfahrungen machten Songs wie &#8222;View Of The Rain&#8220; zu Deprohymnen. Mangelnde Hitausbeute lie\u00df die Verkaufszahlen erst mal hinter den Erwartungen der Plattenfirma zur\u00fcck und schlie\u00dflich \u00e4nderte Geffen wegen finanziellen Schwierigkeiten seine Ver\u00f6ffentlichungs- politik. Ergo: Urge Overkill l\u00f6sten sich auf, Geffen machte weiter. Nash Kato, der den meisten UO &#8211; Songs seine rauchige Stimme schenkte, nahm in der Folgezeit mit Pearl Jam -Gitarrist Stone Gossard Filmmusik auf und begann 1999 mit eigener Band und Produzent Eric Rosse seine Arbeit an &#8222;Debutante&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis liegt nun vor: Nach dem Motto &#8222;Never change a winning team&#8220; klingt Nash Katos erstes Soloalbum so positiv und losrockend wie der eigentliche Nachfolger zum Meisterwerk &#8222;Saturation&#8220;, mit dem Unterschied, da\u00df nun wieder ein Indie am Zug ist, der Background Gesang von Frauench\u00f6ren getragen wird und viel mehr unterschiedliches Instrumentarium genutzt wird, um den &#8222;Cheap Trick-on-Underground-Sound&#8220; zu kreieren; so z.B. ein Saxophon , das der Ballade &#8222;Black Satin Jacket&#8220; einen leicht jazzigen Touch verleiht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Songs sind auf das erste H\u00f6ren etwas vertrackt, wie etwa bei &#8222;Supersonic Storybook&#8220;, beim zweiten Mal v\u00f6llig eing\u00e4ngig und zeitlos wie Nashs orangene Pilotenbrille, die ihn nach wie vor zum verquollen dreinschauenden Langhaarsmartie macht: Der Derrick des amerikanischen Cruisersounds. Bleibt zu hoffen, da\u00df Herr Kato bei seiner 100. Folge immer noch so beliebt und kultig wie der M\u00fcnchner Oberinspektor A.D. ist.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Nash Kato: Debutante<br \/>(b-track\/Caroline)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den Schweizer &#8222;Placebo-sound-alikes&#8220; Chewy verschafft das kleine sympatische Label B-track einer Stimme Platz auf dem europ\u00e4ischen Markt, die in den Neunzigern gro\u00dfen Einflu\u00df auf meine Wahrnehmung amerikanischer Musik hatte. 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