{"id":35619,"date":"1996-03-01T11:37:00","date_gmt":"1996-03-01T10:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=35619"},"modified":"2022-08-03T01:30:49","modified_gmt":"2022-08-02T23:30:49","slug":"victor-bockris-lou-reed-walk-on-the-wild-side","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1996\/03\/victor-bockris-lou-reed-walk-on-the-wild-side\/","title":{"rendered":"Victor Bockris: Lou Reed &#8211; Walk On The Wild Side"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/bockris-lou-reed.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/bockris-lou-reed.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36107\" width=\"175\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/bockris-lou-reed.jpg 500w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/bockris-lou-reed-442x600.jpg 442w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/bockris-lou-reed-110x150.jpg 110w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Victor Bockris? Klar doch, den kennen wir! Der hat Ende der 80er Jahre die exzellente VELVET UNDERGROUND-Story &#8222;up-tight&#8220; verfa\u00dft und bald darauf noch &#8217;ne Warhol-Bio (auch ordentlich) auf den Markt geworfen. Seine Insider-Kenntnisse bez\u00fcglich der &#8222;factory&#8220; und der New Yorker K\u00fcnstlerszene \u00fcberhaupt waren da nat\u00fcrlich sehr hilfreich, und sie sind es auch, was diese erste, eigenst\u00e4ndige Biographie zu Ex-VU-Frontmann Lou Reed betrifft.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ungemein detailliert schreibt Bockris &#8211; streng chronologisch &#8211; die an Exzessen aller Art nicht arme Lebensgeschichte des offenkundig ver- und gest\u00f6rten Musikers nieder.Das geht so richtig 1959 los: Die bieder-konservativen Eltern wissen nicht weiter mit ihrem schwierigen, launischen Sohnemann, den sie zudem f\u00fcr schwul halten. Also stecken sie Lou auf Anraten eines Psychiaters in eine entsprechende Klinik, wo er fast ein Jahr lang mit Elektroschocks &#8222;behandelt&#8220; wird. Reed seilt sich ab, begibt sich an die Uni in Syracuse und jobbt schlie\u00dflich ab 1964 beim Pickwick-Label, wo er auch John Cale kennenlernt. Von da ab ist die Sache klar: VELVET formiert sich, dann die Soloerfolge in den 70ern\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Bockris zeigt die Karrierestationen Reeds mit ihren Hoch und Tiefs auf bis zur zwiesp\u00e4ltigen VU-Reunion 1993 und kurz danach. Seine Analyse von Mensch und Musik ist wahrlich beeindruckend. Der Leser kommt dem eigenbr\u00f6tlerischen, von dunklen M\u00e4chten (?) getriebenen Reed recht nahe, und auch die schrille New Yorker Szene wird transparent. Bockris&#8216; Buch ist &#8211; \u00fcber die reine K\u00fcnstlerbiographie hinaus &#8211; ein spannendes Psychogramm eines fast schon bemitleidenswerten Stars. Irgendwie hat man das Gef\u00fchl, er rechne mit Reed ab, vertrete die Positionen der \u00fcbrigen, von Reed weggedr\u00e4ngten Velvet-Mitglieder. Als Fazit kommt einem ein auf Miles Davis gem\u00fcnztes Zitat in den Sinn, das abgewandelt lauten k\u00f6nnte: &#8222;Lou Reed mu\u00df ein geniales Arschloch sein.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anhang findet sich eine passable, aber unvollst\u00e4ndige Diskografie; des weiteren hat der Verlag eine CD mit den Tracks des VU-Deb\u00fctalbum von 1967 beigef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Victor Bockris: <br \/>Lou Reed - Walk On The Wild Side. <br \/>Ein sado-masochistisches Leben. <br \/>Aus d. Amerik. St. Andr\u00e4-W\u00f6rdern: Hannibal-Verlag, 1995. <br \/>381 S. m. CD Preis: DM 50.-<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Victor Bockris? Klar doch, den kennen wir! 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