{"id":36362,"date":"2001-10-01T11:11:00","date_gmt":"2001-10-01T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36362"},"modified":"2022-08-08T02:31:22","modified_gmt":"2022-08-08T00:31:22","slug":"mariah-carey-glitter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/10\/mariah-carey-glitter\/","title":{"rendered":"Mariah Carey: Glitter"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.hinternet.de\/musik\/cd-c\/images\/carey.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die psychischen Probleme der Popsirene Mariah Carey scheinen schwerwiegender zu sein, als angenommen. Sie lie\u00df vor einiger Zeit verlauten, ausgebrannt und ersch\u00f6pft zu sein. Was verst\u00e4ndlich ist, arbeitete sie zeitgleich an dem Film &#8222;Glitter&#8220; (ab 15. November in europ\u00e4ischen Kinos zu sehen) und dem gleichnamigen Album, das die Musik f\u00fcr das St\u00fcck Zelluloid stellen wird. Andererseits k\u00f6nnte man ihr auch vorwerfen, vom vielen Posen &#8211; Br\u00fcste und Po raus, Bauch rein! &#8211; ausgelaugt zu sein. Aber lassen wir das.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>&#8222;Glitter&#8220; ist zur H\u00e4lfte ein hippes, tanzbares Album geworden. Der Rest ist von teils schmalzigen Balladen in bester Carey-Manier gekennzeichnet. Was anderes hatten wir auch nicht erwartet. Sie &#8211; wie auch viele andere Popstars in letzter Zeit &#8211; kann es sich leisten, hochkar\u00e4tige G\u00e4ste und Produzenten zu engagieren. Man m\u00f6chte mit aller Macht eine Baulandung vermeiden. So beginnt das Album mit einem treibenden Remix ihrer aktuellen Single &#8222;Loverboy&#8220; (mit den G\u00e4sten Da Brat und den hei\u00df begehrten Ludacris). Ganz im Zeichen des US-Mainstream-HipHop nat\u00fcrlich. Im krassen Gegensatz dazu steht die r\u00fchrselige Ballade &#8222;Lead The Way&#8220; &#8211; siehe auch &#8222;Reflections (Care Enough)&#8220; sowie die waschechten Disney-Balladen &#8222;Never Too Far&#8220; und &#8222;Twister&#8220;. Das ist die Mariah Carey, wie wir sie seit Jahren kennen. Im Abendkleid steht sie vor schillernder Kulisse, die Arme ausgebreitet, den Kopf gen Himmel gehoben, die Augen geschlossen, bringt sie ihre unverwechselbaren Stimmb\u00e4nder zum Schwingen. Wahrscheinlich Kandidat f\u00fcr die Weihnachtssingle. Ganz sicher. Bestimmt. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;If We&#8220; widmet sich wiederum dem HipHop. Willkommen in der Welt der wackelnden Popos, halbbedeckten Br\u00fcste und Weed rauchenden Rapper. Dieses Mal in der balladesken Variante. Auch gut, da wieder potenzieller Charthit. Pl\u00f6tzlich ist Mariah Chaka Khan und singt &#8222;Didn&#8217;t Mean To Turn You On&#8220;, was verdammt na an Chaka Khans Prince-Cover &#8222;I Feel for You&#8220; rankommt. Im weiteren Verlauf des Albums wird James Brown aus dem Archiv gezerrt und gesampelt (&#8222;Don&#8217;t Stop (Funkin&#8216; For Jamaica)&#8220;) und mit DJ Clue, Busta Rhymes und Fabolous der Club-Hit &#8222;Last Night A DJ Saved My Life&#8220; neu interpretiert. Popballaden mit Tanzfl\u00e4chenf\u00fcllern im Wechsel. Wie gesagt: Man will auf Nummer sicher gehen. Vor allem, wenn man das erste Album f\u00fcr den neuen Vertragspartner abliefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles gut und sch\u00f6n und absolut Pop. Nur h\u00e4tte sie sich einige Male mit dem Tr\u00e4llern zur\u00fcckhalten k\u00f6nnen. Ihre Stimme entflieht in solche H\u00f6hen, dass man Angst haben muss, die Gl\u00e4ser in der Vitrine k\u00f6nnten zerspringen. Sie kann ja singen. Aber muss sie das alle paar Minuten mit quiekenden und st\u00f6hnenden Lauten beweisen?<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Mariah Carey: Glitter\n(Virgin)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die psychischen Probleme der Popsirene Mariah Carey scheinen schwerwiegender zu sein, als angenommen. Sie lie\u00df vor einiger Zeit verlauten, ausgebrannt und ersch\u00f6pft zu sein. Was verst\u00e4ndlich ist, arbeitete sie zeitgleich an dem Film &#8222;Glitter&#8220; (ab 15. November in europ\u00e4ischen Kinos zu sehen) und dem gleichnamigen Album, das die Musik f\u00fcr das St\u00fcck Zelluloid stellen wird. 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