{"id":36370,"date":"1995-08-08T11:11:00","date_gmt":"1995-08-08T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36370"},"modified":"2022-08-08T03:20:50","modified_gmt":"2022-08-08T01:20:50","slug":"ruby-salt-peter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1995\/08\/ruby-salt-peter\/","title":{"rendered":"Ruby: Salt Peter"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ruby-salt-peter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ruby-salt-peter.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36371\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ruby-salt-peter.jpg 500w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ruby-salt-peter-145x145.jpg 145w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ruby-salt-peter-60x60.jpg 60w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ruby-salt-peter-120x120.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Schade, aber es wird spannender sein, zu beobachten, was jetzt in den Medien aus Lesley Rankine gemacht wird, als diese CD zu h\u00f6ren. Dabei hatte sich bei mir gro\u00dfe Vorfreude auf das erste Solo-Album der ex-Silverfish-S\u00e4ngerin eingestellt. &#8222;Paraffin&#8220; n\u00e4mlich, die Vorweg-Auskopplung, war bester zeitgen\u00f6ssischer Pop und klang etwa nach Portishead ohne James Bond. Bei besagtem St\u00fcck klappt das auch noch mit dem tollen Refrain. Leider aber wird der oft auch da bem\u00fcht, wo ein Track dadurch spannend geblieben w\u00e4re, w\u00e4re er offen gehalten worden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dies unn\u00f6tige Festhalten am Refrain macht auf die grunds\u00e4tzliche Schw\u00e4che der Platte aufmerksam:<br \/>hier wird zuviel gewollt. Erstmal gehen Songwriting und Produktion oft aneinander vorbei. Letztere f\u00fchrt ein vom Song unabh\u00e4ngiges, gespenstisch wirkendes Eigenleben und verursacht schwere Verw\u00fcstungen. Zudem ist &#8222;Salt peter&#8220; stilistisch zerfleddert. Geschlossen \u00fcberzeugen k\u00f6nnen mich dabei nur die St\u00fccke, die eine Schnittmenge aus &#8218;Industrial&#8216;, &#8218;Electro&#8216; und &#8218;Indie&#8216; bilden, die Nine Inch Nails-Menge also. Genausowenig beeindruckend ist die Selbstinszenierung der Lesley Rankine. St\u00e4ndig wird der Gedanke provoziert, sie wolle sich bedingungslos gegen ihr altes Silverfish-Image (Tank-Girl-artiges Rohsein) wehren. Daraus resultiert eine Art von Singen, das Nuancen m\u00f6chte und nicht findet. Ihre Spr\u00f6digkeit wirkt au\u00dferdem m\u00fchsam angeeignet; dahinter versteckt sie sich geradezu und schafft eine unangenehme Anonymit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Und diese wiederum wirkt unangebracht angesichts der Lyrik. Da steht n\u00e4mlich das Individuum im Vordergrund, und wir d\u00fcrfen annehmen, dieses Individuum hei\u00dft Rankine. In die Welt geworfen ist es, stark sein mu\u00df es. Denn es lebt in einer kalten Umwelt, durchlebt Beziehungskrisen und wird von Freunden verarscht. Das ist okay, doch widerspricht diesem literarischen Vorgehen eben das musikalische. Meistens jedenfalls. Programm-Funktion vorausgesetzt, werde ich die CD n\u00e4mlich weiterhin sehr gerne in den Player legen:<\/p>\n\n\n\n<p>2,5,7,9 und 11 sind dann die magic numbers.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Ruby: Salt Peter<br \/>(Creation\/ Sony)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schade, aber es wird spannender sein, zu beobachten, was jetzt in den Medien aus Lesley Rankine gemacht wird, als diese CD zu h\u00f6ren. Dabei hatte sich bei mir gro\u00dfe Vorfreude auf das erste Solo-Album der ex-Silverfish-S\u00e4ngerin eingestellt. &#8222;Paraffin&#8220; n\u00e4mlich, die Vorweg-Auskopplung, war bester zeitgen\u00f6ssischer Pop und klang etwa nach Portishead ohne James Bond. 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