{"id":36761,"date":"2002-03-17T11:11:18","date_gmt":"2002-03-17T10:11:18","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36761"},"modified":"2022-08-29T23:00:11","modified_gmt":"2022-08-29T21:00:11","slug":"a-boy-named-sue-johnny-cash-revisited","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2002\/03\/a-boy-named-sue-johnny-cash-revisited\/","title":{"rendered":"A Boy Named Sue: Johnny Cash Revisited"},"content":{"rendered":"\n<p>Tributalben sind eine nette Sache. Sofern sie gut gemacht sind und von einem Kenner zusammengestellt wurden. Bei &#8222;A Boy Named Sue&#8220; ist das durchaus der Fall. Hier hatte der deutsche Country-Poet Franz Dobler die Oberaufsicht \u00fcbernommen und sorgf\u00e4ltig in seinen pers\u00f6nlichen Tonarchiven nach obskuren Interpretationen bew\u00e4hrter Johnny Cash-Klassiker geforscht. 19 Songs hat er f\u00fcr h\u00f6renswert erachtet, von denen immerhin 15 zuvor noch nicht ver\u00f6ffentlicht worden waren. Der Anlass f\u00fcr dieses Unternehmen war nat\u00fcrlich der 70. Geburtstag von Mister Cash, den dieser am 26. Februar dieses Jahres feiern durfte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Man muss schon froh sein, dass dem so ist. Die Country-Ikone ist gezeichnet von st\u00e4ndigen Krankheitsattacken. Sie setzen ihm schwer zu. Man hofft, dass es ihm bald besser gehen m\u00f6ge und er letztendlich noch viele Male den Weg ins Studio aufnehmen kann, um seinen Fans weitere Songs f\u00fcr die Ewigkeit zu schenken. Das allerdings ist und bleibt fraglich. Leider.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu &#8222;A Boy Named Sue&#8220;. Eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Zusammenstellung nicht allt\u00e4glicher Country-Coverversionen &#8211; neben Songs von Cash auch solche, die Cash gecovert hat. Das Album beginnt mit Zugger\u00e4uschen und der Stimme des Meisters und m\u00fcndet in eine Elektro-Dub-Kollage von Cash-Samples aus den Sechzigern. Danach machen Gerry Lee &amp; The Wanted Man den Rockabilly-Hengst, wenn sie &#8222;Locomotive Man&#8220; anstimmen. Weitere au\u00dfergew\u00f6hnliche Interpretationen sind die Ska-Version von &#8222;Ring Of Fire&#8220; (Kingston Cowboys), der in Deutschland lebende Chilene Alvaro, der wie Ian Dury klingt und \u00fcber &#8222;Senor Johnny Cash&#8220; singt, die Singer\/Songwriter-Variante von &#8222;Let The Train Blow The Whistle&#8220; (Danny Dziuk) und das ins Deutsche umgetextete &#8222;A Boy Named Sue&#8220; (nun: &#8222;Ein M\u00e4dchen namens Gerd&#8220; und von Bernadette La Hengst). Au\u00dferdem hervorzuheben der Fink-Ableger Mann Ohne Schmerzen mit &#8222;Big River&#8220;, die Elektropop-Schlacht, die Queen Of Japan aus &#8222;Wanted Man&#8220; (von Dylan) machen und das Finale, das Three Shades Of Blue mit dem ins Kroatische transformierten Cash-Hit &#8222;Five Feet High And Rising&#8220; (jetzt: &#8222;Gdje Je Kod Kuce, Mama&#8220;) beschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Cash stimmlich am n\u00e4chsten kommt \u00fcbrigens Wiglaf Droste, der in &#8222;I Won&#8217;t Back Down&#8220; wie gewohnt von seinem Spardosenterzett unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>P.S.: Parallel zum Album ist on Franz Dobler das Buch &#8222;The Beast In Me &#8211; Johnny Cash&#8220; erschienen. Erh\u00e4ltlich im Verlag Antje Kunstmann.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Sampler<br \/>A Boy Named Sue: Johnny Cash Revisited<br \/>(Trikont\/Indigo)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tributalben sind eine nette Sache. 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