{"id":36774,"date":"1997-10-26T11:11:00","date_gmt":"1997-10-26T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36774"},"modified":"2022-09-01T04:58:07","modified_gmt":"2022-09-01T02:58:07","slug":"marketing-oder-die-kunst-platten-zu-verkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/10\/marketing-oder-die-kunst-platten-zu-verkaufen\/","title":{"rendered":"Marketing oder die Kunst Platten zu verkaufen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Plattenindustrie st\u00f6hnt! Der Tontr\u00e4germarkt stagniert bzw. die Absatzzahlen gehen sogar zur\u00fcck. Hier ist der Marketingmann (oder -frau) der Plattenfirma gefragt. Die haben sich in der letzten Zeit etwas einfallen lassen. Nicht umsonst war es gerade dieser blinde Tenor, der mit Henry Maske im Duett die Verkaufs- charts erst\u00fcrmte. Der Mix zwischen Song, Sport, Fernseh\u00fcbertragung und entsprechender Werbung hat hier wohl den Erfolg gebracht. Im folgenden will ich nun drei weitere M\u00f6glichkeiten darstellen, Platten (genauer Maxis) an die Frau oder an den Mann zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Erster Fall : <strong>Johnny Harris<\/strong> mit <strong>&#8222;Stepping Stones&#8220;<\/strong> (EMI) und die Vermarktung der Vermarktung. Johnny Harris sagt einem f\u00fcr sich genommen eigentlich wenig, wenn man allerdings sagt : &#8222;Der Songs aus der Levis Werbung&#8220;, dann wei\u00df man Bescheid. Es handelt sich hier um den Plot, der sich an den Bruce Lee, Chakie Chan Eastern der 70er orientiert. Die Musik ist passend zum Thema des Werbespots, funky Gitarren und nerv\u00f6se Querfl\u00f6ten unterst\u00fctzen die Jagd des Chinesen durch die Stadt. Die CD (4 Mixe des Instrumentalsongs) selbst wird leider ohne Jeans in der normalen Jewel-Box geliefert. Mu\u00df man nicht unbedingt haben, der Shaggy-Song (Mr Boombastic) war da um Welten besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweiter Fall : <strong>The Mustard Seeds<\/strong> mit <strong>&#8222;Rosemarie&#8220;<\/strong> (Marlboro Records) und doch Werbung f\u00fcr ein anderes Produkt. Die Zigarettenfirma Marlboro geht den Weg ein eigenes Plattenlabel zu gr\u00fcnden und dort einige Bands zu promoten und so ganz nebenbei vielleicht noch ein paar Kippen abzusetzen. Zigarrettenrauch kommt nicht aus der Plattenh\u00fclle, es bleibt beim einfachen Silberling. Die Maxi ist eine 2-Track-Maxi mit einer Laufzeit von 6:20. Einfacher Pop, ganz nett.<\/p>\n\n\n\n<p>Dritter Fall : <strong>The Teenage Fanclub<\/strong> mit <strong>&#8222;Ain\u00b4t That Enough&#8220;<\/strong> (Creation Records\/sony) und kauft einfach das, was wir euch empfehlen. Teenage Fanclub machen einfach nur gute Popmusik ohne besondere Marketingmechanismen. Poppige klare Bandarrangements mit sonnigem Gesang und tollem Backgroundgesang. Die hier vorliegende Maxi scheint mir in der Songauswahl einen Hauch langsamer zu sein, als bei TF gewohnt. Vom Backgroundgesang her erinnert mich das noch st\u00e4rker an die Byrds, was nicht wundert, bleiben doch bei guten Gesangsharmonien nicht mehr so viele Vorbilder. Auf ihren Maxis haben die TFs schon immer auch eine Coverversion drauf gehabt, diesmal covern sie &#8222;Femme Fatale&#8220; von Velvet Underground. Nat\u00fcrlich ist es gerade dieser Song der Velvets, der auch schon im Orginal den Popaspekt der Velvets unterstreicht. Noch Statistik : Auf der Maxi sind vier Tracks mit einer Laufzeit von 16:02.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Plattenindustrie st\u00f6hnt! Der Tontr\u00e4germarkt stagniert bzw. die Absatzzahlen gehen sogar zur\u00fcck. Hier ist der Marketingmann (oder -frau) der Plattenfirma gefragt. Die haben sich in der letzten Zeit etwas einfallen lassen. 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