{"id":36790,"date":"1998-01-12T11:11:53","date_gmt":"1998-01-12T10:11:53","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36790"},"modified":"2022-09-16T03:42:47","modified_gmt":"2022-09-16T01:42:47","slug":"10-insel-platten-von-steffen-kailer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1998\/01\/10-insel-platten-von-steffen-kailer\/","title":{"rendered":"10 Insel-Platten von Steffen Kailer"},"content":{"rendered":"\n<p>10 Platten f\u00fcr die Insel?<br \/>Ich w\u00fcrde 100 mitnehmen!<\/p>\n\n\n\n<p>aber dennoch gibt es nat\u00fcrlich die eine oder andere Scheibe, von der man einfach nicht genug bekommen kann, n\u00e4mlich:<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>The Beach Boys &#8211; Pet Sounds (1966)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>ein Meisterwerk. Brian Wilson holt hier zum ganz gro\u00dfen Schuss aus, ein Album, da\u00df man auch nach dem hundersten h\u00f6ren nicht leid wird. Pionier-Arbeit auf allerh\u00f6chstem Niveau. Studiotechnisch alles ausgereizt, was damals m\u00f6glich war! Warum nicht einfach mal Cola-Flaschen neben Geigen als Klangbringer inszenieren? Melodien und Harmonie satt!<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\"><li>The Beatles &#8211; Sgt. Pepper&#8217;s Lonley Hearts Club Band (1967)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>die Beatles konnten und wollten es sich kaum leisten, in Punkto Perfektion von ihren amerikanischen &#8222;Rivalen&#8220; (jedenfalls wollten die Medien es so) \u00fcbertroffen zu werden. Mit Sgt. Pepper&#8217;s setzten sie noch einen drauf &#8211; aber Pet Sounds war halt etwas fr\u00fcher\u2026.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\"><li>Bob Dylan &#8211; Highway 61 Revisited (1965)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Dylan beeinflusste die Beatles und die Beatles beeinflussten Dylan.<br \/>Beide zusammen beinflussten dann so ziemlich jeden, nicht nur in der Rock\/Pop-Sparte. Der Rest ist Geschichte.<br \/>Unversch\u00e4mt diese Texte (\u2026worum geht&#8217;s hier eigentlich) und wie kann sich dieser 24j\u00e4hrige Folkie erdreisten auf einer elektrischen Gitarre zu musizieren???<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"4\"><li>Van Morrison &#8211; Astral Weeks (1968)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>&#8220; Them&#8220; war Geschichte &#8211; und auf Dauer nur in einem R&#8217;n&#8217;B &#8211; Trio tr\u00e4llern?<br \/>Daf\u00fcr war sich &#8222;Van The Man&#8220; gottseidank zu schade. Was n\u00fctzt einem die Kreativit\u00e4t, wenn sie nur im Kopf existiert?<br \/>Also raus damit und alles auf dieses Album geworfen &#8211; wunderbare, zeitlose Songs irgendwo zwischen Soul, Rock oder Jazz, einfach himmlisch relaxt. Ein Album jenseits aller Stilrichtungen.<br \/>Van Morrison hat nie wieder was besseres gemacht!<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"5\"><li>The Beatles &#8211; Revolver (1966)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Kaum noch Folk wie auf noch ein Jahr zu vor auf Rubber Soul, erst recht kein Mersey-Beat \u00e0 la &#8222;She loves you&#8220;.<br \/>Daf\u00fcr erste LSD-Einfl\u00fcsse erkennbar, von (Studio)-Experimenten gepr\u00e4gt, sp\u00e4ter dann auf &#8222;Sgt. Pepper&#8217;s\u2026&#8220; ausgereift.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"6\"><li>Bob Dylan &#8211; Blonde On Blonde (1966)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Erstes Doppelalbum in der Rockgeschichte. Greift auf die Ideen vom Vorg\u00e4nger &#8222;Highway 61..&#8220; zur\u00fcck, treibt das Thema der surrealen, ironischen Lyrik noch weiter voran. Aha, daher bekam John Lennon also seine aberwitzigen, augenzwinkernden Ideen. Die Phase zwischen 1965\/1965 war Dylan&#8217;s kreativste &#8211; einzigartig!<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"7\"><li>The Velvet Underground &#8211; The Velvet Underground &amp; Nico (1967)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Auch an der Ostk\u00fcste gab es Psychedelic, wenngleich auch brutaler vorgetragen als von den Hippies im Westen.<br \/>Die Vorstufe zum Punk. Musikalischer Dilettantismus &#8211; jedoch auf hohem Niveau. Lou Reed&#8217;s Texte greifen die harte Drogenrelit\u00e4t auf, reden das Thema niemals sch\u00f6n. Das Alles mit drei Akkorden, genialen Viola-Ideen unterlegt und von einer abgedreht naiven, germanischen Sch\u00f6nheit namens Christa P\u00e4ffgen (aka Nico) vorgetragen. Dunkel und schaurig-sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"8\"><li>The Rolling Stones &#8211; Get Yer Ya Ya&#8217;s Out &#8211; Live (1970)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Eine Live-Platte? Ja &#8211; aber nur eine wie diese!<br \/>Man h\u00e4tte im Prinzip jede Scheibe der Stones in ihrer Phase zwischen 1968 und 1972 nehmen k\u00f6nnen, aber auf &#8222;Get Yer..&#8220;<br \/>bringen die Stones (damals mit Mick Taylor als 2. Gitarristen) die ultimativen Versionen von z. B. &#8222;Stray Cat Blues&#8220; oder &#8222;Midnight Rambler&#8220;. Rotzig, pervers, frech &#8211; Stones eben\u2026<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"9\"><li>The Beatles &#8211; Rubber Soul (1965)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Rubber Soul markierte eine Trendwende f\u00fcr die &#8222;Fab Four&#8220;. Charttaugliche Fr\u00f6hlichkeit war dahin, stattdessen wurden die Texte (insbesondere die von John Lennon) bissig, sarkastisch und zynisch. Man h\u00f6re nur &#8222;Norwegian Wood&#8220; oder auch &#8222;Run For Your Live&#8220;. Dieses Album steht gut neben s\u00e4mtlichen Dylan-Alben dieser Zeit.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"10\"><li>The Byrds &#8211; The Notorious Byrd Brothers (1968)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Das I-T\u00fcpfelchen auf alles Alben der Byrds. McGuinn und Hillman hatten Crosby kurz vorher rausgeworfen und seinen Platz auf dem Cover durch einen Pferdekopf ersetzt. Insbesondere Hillman steuert hier die ersten Country-Einfl\u00fcsse ein, die die folgende(n) Byrds &#8211; Scheibe(n) pr\u00e4gen sollte. Eine Abkehr vom Rickenbacker-Jingle-Jangle war hier klar erkennbar, obgleich dieses Instrument auch in den sp\u00e4ten Jahren das Byrds-Trademark bildet. Das Album bietet die gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich stilistische Bandbreite aller Byrds-Alben. Herrlich (abge)mischt findet man hier Folk, Jingle-Jangle Pop, Country und Psychedelic nebeneinander. Das Alles jedoch in dem typisch, bekannten Harmoniegesang der Byrds.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10 Platten f\u00fcr die Insel?Ich w\u00fcrde 100 mitnehmen! aber dennoch gibt es nat\u00fcrlich die eine oder andere Scheibe, von der man einfach nicht genug bekommen kann, n\u00e4mlich:<\/p>\n","protected":false},"author":79,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ub_ctt_via":"","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-36790","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik"],"featured_image_src":null,"author_info":{"display_name":"Hinternet User","author_link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/author\/hinternet-user\/"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36790","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/79"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36790"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36790\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36790"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36790"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36790"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}