{"id":36811,"date":"1997-03-11T04:56:00","date_gmt":"1997-03-11T03:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36811"},"modified":"2023-01-11T05:02:38","modified_gmt":"2023-01-11T04:02:38","slug":"george-a-romeros-night-of-the-living-dead","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/03\/george-a-romeros-night-of-the-living-dead\/","title":{"rendered":"George A. Romeros &#8222;Night Of The Living Dead&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">They&#8217;re coming to get you, Barbara!<\/h2>\n\n\n\n<p>George A. Romero kann als der Vater der Zombies angesehen werden, zumindest so wie wir sie heute kennen. Als er 1968 mit Freunden und Verwandten den Low-Budget Horrorfilm NIGHT OF THE LIVING DEAD drehte, wollte er etwas noch nie Dagewesenes schaffen. Das gl\u00fcckte!<br \/>Doch da\u00df dieser Schwarz\/Wei\u00df Schocker noch lange Zeit Auswirkungen auf das Horrorgenre haben w\u00fcrde, konnte sich niemand der Beteiligten ausmalen. Zwar gab es vorher schon einige Filme, die sich dem Thema Untote annahmen (White Zombie, 1932 und I walked with a zombie, 1943), doch hier wurden uns nur entmenschlichte K\u00f6rper gezeigt, die durch Voodoo-Zauber als willenlose Werkzeuge mi\u00dfbraucht wurden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Romero ging einen gro\u00dfen Schritt weiter und erschaffte die globale Katastrophe, die apokalyptisch \u00fcber die Menschheit hereinbricht. Am Beispiel einer zuf\u00e4llig zusammengetroffener Gruppe von Personen f\u00fchrt er uns diese Extremsituation erschreckend realistisch vor Augen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Satz &#8222;They coming to get you, Barbara!&#8220; beginnt schon in den ersten paar Minuten der Horror und er machte NIGHT OF THE LIVING DEAD zum CASABLANCA des Horrorfilms. Die Worte hallen Barbara die ganzen 90 Minuten in den Geh\u00f6rg\u00e4ngen und dem in den Sessel gepre\u00dften Zuschauer ebenso. Barbara wird mit einem Schlag aus ihrem ruhigen, b\u00fcrgerlichen Leben in den blanken Horror der real gewordenen H\u00f6lle katapultiert. V\u00f6llig verst\u00f6rt fl\u00fcchtet sie in ein abgelegenes Farmhaus, wo sie auf die anderen Charaktere trifft.<\/p>\n\n\n\n<p>In schr\u00e4gen Kameraeinstellungen, klaustrophobischen Soundeffekten, suggestiven Licht- und Schattenspielen sowie Ekel-Szenen in bisher ungewohnter H\u00e4rte stellt der Film die Nerven des Zuschauers auf eine Zerrei\u00dfprobe.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das allein rechtfertigt noch nicht die Qualit\u00e4t von NIGHT OF THE LIVING DEAD. Die Darstellung der elementaren Problematik soziales Verhalten auszubilden, macht den Film zu einem Schocker erster G\u00fcte, der ihm zurecht das Pr\u00e4dikat Klassiker verleiht. Die Protagonisten m\u00fcssen sich in dieser Extremsituation organisieren, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen. Ein Problem mit dem sich die Menschheit schon seit ihrem Bestehen herumschl\u00e4gt. Da diese Organisation nicht stattfindet f\u00fchrt sie zwangsl\u00e4ufig zum Untergang, was die Apokalypse unausweichlich macht.<\/p>\n\n\n\n<p>George A. Romero drehte in den Siebzigern die farbige Quasifortsetzung ZOMBIE &#8211; DAWN OF THE DEAD, die in noch drastischeren Bildern die gleiche Thematik verarbeitete. Der Film wurde zum Hit und zog eine noch nie dagewesene Zombie-Welle nach sich, die \u00fcberwiegend aus s\u00fcdeurop\u00e4ischen Produktionen bestand. Leider konnte keiner die Klasse und den Stil von Romeros Meisterwerken auch nur ann\u00e4hernd erreichen. Und so nahm Romero selbst noch einmal auf dem Regie-Stuhl Platz, um die Trilogie mit ZOMBIE II &#8211; DAY OF THE DEAD zu vollenden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>They&#8217;re coming to get you, Barbara! George A. Romero kann als der Vater der Zombies angesehen werden, zumindest so wie wir sie heute kennen. Als er 1968 mit Freunden und Verwandten den Low-Budget Horrorfilm NIGHT OF THE LIVING DEAD drehte, wollte er etwas noch nie Dagewesenes schaffen. 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