{"id":36942,"date":"1997-03-03T11:11:00","date_gmt":"1997-03-03T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36942"},"modified":"2022-08-29T00:57:25","modified_gmt":"2022-08-28T22:57:25","slug":"interview-laika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/03\/interview-laika\/","title":{"rendered":"Interview: Laika"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erneuerer der abendl\u00e4ndischen Popkultur<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/musik\/intrview\/images\/laikaa.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>&#8222;Silver Apples On The Moon&#8220; &#8211; so hie\u00df eine der eigenst\u00e4ndigsten Platten die im Jahre 1994 auf dem Musikmarkt erschienen sind, und trotzdem waren die Reaktionen seitens der Medien bescheiden. &#8218;Too Pure&#8216;, eine Art englisches Avantgarde-Label, auf dem zwar schon viele kleine Meisterwerke ver\u00f6ffentlicht wurden, das aber im Allgemeinen als eine Art Insider-Nische f\u00fcr spinnerte K\u00fcnstler betrachtet wird, sa\u00df mit Laikas Erstlingswerk mal wieder zwischen allen St\u00fchlen. Lediglich PJ Harvey, die ihr Debut bei selbiger Plattenfirma ver\u00f6ffentlichte, schaffte den Sprung zum Major-Act. Andere hervorragende Bands, wie Stereolab, Mouse On Mars oder auch Moonshake bleiben den Insidern vorbehalten. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Was Laika mit allen anderen &#8218;Too Pure&#8216;-Bands gemein hat, ist die Eigenst\u00e4ndigkeit ihres Sounds. Noch nie fiel es mir so schwer, Vergleiche heranzuziehen, die Laika nur im Entferntesten gerecht werden. Ihre neue CD &#8218;Sounds Of The Satellites&#8216; ist zwar homogener und gef\u00e4lliger, was die Rhythmen und die Samples angeht, doch noch immer mu\u00df der H\u00f6rer auf \u00dcberraschungen gefa\u00dft sein. Laika besteht aus Guy Fixsen und Margaret Fiedler, die f\u00fcr s\u00e4mtliche Ger\u00e4usche verantwortlich zeichnen, was soviel hei\u00dfen soll, da\u00df sie bis auf die Mithilfe weniger Gastmusiker, ihre Musik selbst aufnehmen und produzieren. Wie die Aufnahmen zu &#8222;Sounds Of The Satellites&#8220; zustande kamen, das wollte ich von Guy, der auf Promo-Tour war, erfahren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Soundt\u00fcftler<\/h3>\n\n\n\n<p>LaikaLaika nahmen &#8222;Silver Apples On The Moon&#8220; in einer etwas ungew\u00f6hnlichen Reihenfolge auf. Zuerst begann man mit den Drum-Loops und den B\u00e4ssen (Laika benutzen selten einen bestimmten Bass-Sound); erst sp\u00e4ter suchte man die Sound-Samples, die die Melodien der einzelnen St\u00fccke ausmachen und schrieb dann die passenden Vocal-Parts dazu. Die Aufnahmen waren sehr experimentell und glichen einer Jamsession von abgespaceten Soundt\u00fcftlern. Bei &#8222;Sound Of The Satellites&#8220; war das Prozedere etwas anders ausgefallen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Diesmal schrieben wir die Lyrics fr\u00fcher, da wir bei unserer ersten Platte den Eindruck bekamen, da\u00df die Stimme nicht gen\u00fcgend Platz hat, wenn sie sozusagen nur das Beiwerk abgibt. Diesmal klingt der Gesang wesentlich st\u00e4rker und steht dar\u00fcber hinaus auf einer zumindest gleichberechtigten Ebene mit den Instrumenten. Es wird ab einem bestimmten Zeitpunkt wirklich schwierig f\u00fcr die Stimme, sich durchzusetzen, da jedes Sample eine eigene Tonqualit\u00e4t besitzt, und wenn das St\u00fcck zu vielschichtig wird, geht dies auf Kosten der Vocals.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da die Stimme wie ein Korsett die Songs und die gesamte Platte zusammenh\u00e4lt, h\u00f6rt sich &#8222;Sounds Of The Satellites&#8220; flie\u00dfender, weniger hektisch und homogener als das Fr\u00fchwerk an.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Da stimme ich zu. Komischerweise sind Sounds eine sehr pers\u00f6nliche Angelegenheit, wohingegen Stimmen und Melodie universeller sind, d.h. es kann sich eine Gruppe eher auf die Stimme einer S\u00e4ngerin einigen als auf Ger\u00e4usche, die individuell st\u00e4rker empfunden werden. &#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Schaut man auf das manigfaltige Angebot der Techno-Szene, kann man in diesem Punkt nur zustimmen. Die Rolle der Stimme ist bei Laika definitiv der Atmosph\u00e4re der einzelnen St\u00fccke angepa\u00dft und steht weniger im Vordergrund des Geschehens als es bei anderen Bands der Fall ist. Somit wird eine Personifizierung der Musik unm\u00f6glich und wahrscheinlich ist der Faktor des Eingebettetseins von Margarets Gesang hauptverantwortlich daf\u00fcr, da\u00df Laika nicht die Beachtung finden wie zum Beispiel Portishead.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Die Lyrics sind weder sehr direkt noch transportieren sie eine Message; wir wollen nicht in die Rolle einer predigenden Band verfallen. Die ausgesuchten W\u00f6rter m\u00fcssen klanglich passen. Das Ergebnis mu\u00df einen Sinn ergeben und deshalb betrachte ich den Gesang als ein emotionales Bindeglied zur \u00fcbrigen Musik.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Wohngemeinschaft im Studio<\/h3>\n\n\n\n<p>Laika ist eine im Studio lebende Wohngemeinschaft. Ihr Studio befindet sich in ihrem Appartment in Hackney (East London) und somit braucht man keine R\u00fccksicht auf Studiokosten oder Produzenten zu nehmen. Guy zu den Vorteilen ihres &#8218;Homerecordings&#8216;:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Neben meiner T\u00e4tigkeit als Musiker bin ich auch noch als Produzent t\u00e4tig (Guy hatte mit Gruppen wie den Breeders, My Bloody Valentine, Throwing Muses und The House Of Love zusammengearbeitet). Dabei erlebe ich nat\u00fcrlich, wie umst\u00e4ndlich der normale Proze\u00df des Plattenaufnehmens ist. Es ist ein teilweise kreativit\u00e4tshemmender Vorgang: Erst nimmt eine Band ein rauhes Demo auf und dann mietet sie ein Studio um die gleichen St\u00fccke noch einmal zu produzieren, nur in einer besseren, glatteren Version. Dabei geht der urspr\u00fcngliche Spirit der Songs verloren und dar\u00fcber hinaus l\u00e4uft die Gelduhr ab und so kann sich eine Band mit geringem Budget nur auf das kleinstm\u00f6gliche \u00dcbel beschr\u00e4nken. Wir k\u00f6nnen jede Idee sofort in einer angemessenen Qualit\u00e4t aufs Band bringen, da das n\u00f6tige Equipment bei uns zu Hause rumsteht, und damit die beste Version eines Songs festhalten. Da wir gleichzeitig aufnehmen und komponieren, findet sich oft ein Sound, der ein ganzes St\u00fcck ausmacht und dieser ist bei der Fertigstellung immer noch vorhanden. Au\u00dferdem haben wir die M\u00f6glichkeit, w\u00e4hrend der Aufnahme die Musik \u00fcber unsere normale Hifi-Anlage abzuh\u00f6ren, was uns dem Sound, wie ihn der H\u00f6rer daheim erlebt, n\u00e4her bringt.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Damit erreicht Laika ihre Einzigartigkeit: Ihre Musik klingt sehr ausget\u00fcftelt und \u00fcberlegt arrangiert und doch sehr warm und selbstverst\u00e4ndlich. Da\u00df die Musik der Zukunft warm klingen mu\u00df, ist f\u00fcr Guy selbstverst\u00e4ndlich:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;H\u00f6r Dir nur mal die ganzen Achtziger Jahre-Bands an: Diese grausamen kalten Sounds! Ich bevorzuge warme, organische Musik, die sehr viel Raum besitzt, nicht diese zu Tode komprimierten, kalten Klangteppiche.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auf der Suche nach Ger\u00e4uschen<\/h3>\n\n\n\n<p>Wo bekommen Laika eigentlich ihr Feedback her, wenn sie als eingeschworene Gemeinschaft alles alleine machen? Schlie\u00dflich ist man bei einer solchen Arbeitsweise schnell dem Urteil der Eigenbr\u00f6tlerei und Selbstherrlichkeit ausgesetzt? Guy lenkt ein:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Nat\u00fcrlich machen wir nicht alles alleine! Margaret und ich besorgen das nackte Songger\u00fcst, das hei\u00dft die Samples, das Engineering und die Produktion. Die H\u00e4lfte der Platte ist allerdings mit Live-Drums eingespielt und dann haben wir noch einen Bassisten, eine Fl\u00f6tistin und einen Percussionisten, der auch Vibraphon spielt. Sie besorgen die Interpretationen unserer Ideen, vor allem was die Percussions und die Fl\u00f6te angeht. Louise, unsere Fl\u00f6tistin zum Beispiel sa\u00df im Aufnahmeraum und spielte einfach das, was ihr in den Sinn kam. Danach haben wir die geeignetsten St\u00fccke rausgesampelt und zu Loops verarbeitet. Wir nehmen uns daf\u00fcr ziemlich viel Zeit in Anspruch und manchmal vergeht eine Woche bis wir in die einzelnen Tracks noch einmal reinh\u00f6ren. Das w\u00fcrde kein Produzent mitmachen und finanziell w\u00e4re die Idee, eine dritte Instanz als Beratung einzusetzen v\u00f6llig unrentabel. Au\u00dferdem m\u00f6gen wir es, uns selbst immer wieder zu verbessern und selbst herauszufordern; dabei w\u00fcrde ein Produzent nur st\u00f6ren.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Laika suchen nach Ger\u00e4uschen, \u00fcber die sie schmunzeln k\u00f6nnen, wie zum Beispiel das Quietschen, das entsteht, wenn jemand in der Badewanne sitzt und dabei hin- und herrutscht. (Dieser Effekt findet sich auf &#8222;Silver Apples On The Moon&#8220; in dem Song &#8222;Coming Down Glass&#8220;.) Auf &#8222;Sounds Of The Satellites&#8220; sind die Effekte etwas subtiler und so geschickt in das Songger\u00fcst eingebettet, da\u00df man schon genau hinh\u00f6ren mu\u00df, will man alle Details mitbekommen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Diesmal hatten wir mehr Erfolg damit, die verschiedenen Schattierungen unserer Samples einander anzupassen und es steht nicht so sehr ein bestimmter Gimmik im Vordergrund. Ein Sound mit dem wir auf der neuen Platte gl\u00fccklich sind, ist zum Beispiel diese kleine Holztrommel in &#8222;Starry Night&#8220;, die wir in San Francisco auf einer Tour gekauft haben.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Missionare einer idealistischen Musikphilosophie<\/h3>\n\n\n\n<p>Es \u00fcberrascht herzlich wenig, da\u00df bei einer derart perfektionistischen Einstellung gegen\u00fcber der eigenen Musik, Laika schnell gelangweilt sind, wenn das Gespr\u00e4ch auf die momentane Szene gelenkt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Die Musik, die uns am meisten langweilt ist ROCK! Es gibt nichts reaktion\u00e4reres als die momentane Entwicklung in der Rock-Musik. Zum Beispiel produzierte ich in letzter Zeit eine Gitarren-Band und der Trommler spielte diesen Klischee-Funk-Beat; etwas \u00d6deres kann ich mir kaum vorstellen. Auf unserer neuen Platte befinden sich mehr Gitarren als auf der davor, nicht weil wir darauf abgezielt h\u00e4tten, es hat sich einfach so ergeben. Wir sind wohl das Gegenteil einer Konzept-Band. Wir arbeiten unter dem Motto: Alles kann gut sein, und somit haben wir Zugang zu einer unglaublichen Vielfalt. Wir samplen alles, was uns \u00fcber den Weg l\u00e4uft.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl Laika sehr groovy sind und man sie im weitesten Sinne als ein Dance-Act bezeichnen k\u00f6nnte, kann kein Vergleich mit anderen Tanzmusikern aufkommen. Auch diese Klischees werden bewu\u00dft vermieden, wie zum Beispiel Drum&#8217;n&#8217;Bass, der momentan wohl abgenutzteste Stil.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Als wir &#8222;Silver Apples On The Moon&#8220; aufnahmen waren wir noch von Jungle beeinflu\u00dft. Diese Bewegung war damals unverbrauchter und auch der Trip Hop-Boom war ebenfalls noch nicht so ausgelutscht wie es heute der Fall ist. Unglaublich, aber unter den langweiligsten Reklamespots wird irgendein Jungle-Rhythmus druntergelegt, und schon hat man aus etwas Stinknormalem ein Novum gemacht. Au\u00dferdem ist diese Masche ein beliebtes Mittel, auf dem Abschiebegleis ruhende Musiker zu revitalisieren. Alles was man ben\u00f6tigt ist ein Jungle-Remix eines alten Hits und schon sind solche Leute wieder im Gespr\u00e4ch.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem so gro\u00dfen Bed\u00fcrfnis, jegliche Stereotypen zu vermeiden ist es f\u00fcr Laika gerade in ihrem Heimatland ziemlich schwer, Fu\u00df zu fassen. Guy ist h\u00f6rbar erregt, als wir auf die englische Musikszene zu sprechen kommen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Engl\u00e4nder sind was ihre H\u00f6rgewohnheiten angeht ziemlich engstirnig. Es scheint als w\u00fcrde diese Retro-Welle kein Ende nehmen. Aus einem mir unerkl\u00e4rlichen Grund behaupten die meisten Leute, da\u00df es gut ist, unoriginell zu sein, dabei geht es in der Musik doch um Kommunikation und sich gegenseitig auszutauschen, und was bringt es, sich mit den Mitteln alter Helden auszudr\u00fccken oder diese miteinander zu teilen? F\u00fcr mich geht der eigentliche Sinn des Musikmachens verloren. Was bringt schon die 100. Ausgabe der Beatles? Als deren Musik entstand war das Selbstverst\u00e4ndnis von Lennon, McCartney, Harrison und Starkey kongenial zu unserer Einstellung heutzutage. Sie produzierten in einer \u00e4hnlich experimentellen Art und Weise unter der Pr\u00e4misse, da\u00df alles Neue, was dabei entsteht, nur gut sein kann. Wenn heutzutage eine Band X die Beatles kopiert, dann haben wir nur noch Stillstand in der zeitgen\u00f6ssischen Musik. Es w\u00e4re angebracht die Einstellung der Beatles zu kopieren, dann h\u00e4tte wir ein interessanteres Spektrum an Bands.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Argumente, die nicht so leicht von der Hand zu weisen sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Crossover? &#8211; Nur bedingt!<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn in der Presse \u00fcber Laika berichtet wird, dann f\u00e4llt zumindest ein Vergleich immer wieder, und zwar der mit Bristol Bands, wie Portishead, Tricky, Massive Attack. Dies scheint Guy nichts auszumachen, da Trip-Hop seinem Geschmack entspricht:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Wenn irgendein Vergleich herhalten mu\u00df, dann kann ich den mit diesen Bands am ehesten akzeptieren. Wir wurden schon inspiriert von diesem Sound. Inspiration ist ja auch eine gute Sache, solange man nicht zum Klauen \u00fcbergeht. Mit Tricky zum Beispiel ist es so, da\u00df er aus einem Dance-Background kommt und wir eher aus der Rock- Richtung. Wir treffen uns wohl irgendwo in der Mitte. Es ist der Mix von verschiedenen Stilen, der mich interessiert und man darf nicht au\u00dfer acht lassen, da\u00df man sich selbst als Faktor mit einbringt und so der Musik einen eigenen Stempel aufdr\u00fcckt. Es gibt nat\u00fcrlich auch Stile, die man notwendigerweise nicht mixen darf, und wenn dies geschieht kommt schlechte Musik dabei heraus.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da\u00df Guy, als ein Freund aller neuen Entwicklungen im musikalischen Bereich, neuen Medien wie dem Internet nicht abgeneigt ist, \u00fcberrascht nicht weiter:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Tats\u00e4chlich benutzen wir diese Quelle sehr oft und haben unsere eigene Homepage. Manche Leute werden, was Computer angeht, oftmals zu besessen und vergessen, da\u00df es noch andere Dinge im Leben gibt, aber prinzipiell sind die M\u00f6glichkeiten, die sich uns durch diese Technologie er\u00f6ffnen, gro\u00dfartig. Wir haben schon viele Interviews \u00fcbers Internet gegeben und Margaret, deren Eltern in den Staaten leben, kann auf eine kosteng\u00fcnstige Art jeden Tag nach Hause Verbindung aufnehmen. Unser neues Covermotiv haben wir auch nur durch das Internet realisieren k\u00f6nnen. Diese Briefbeschwerer in Form von Schneekugeln findet man normalerweise in Deutschland als Souvenirs. Eines nachts hatte ich jemand \u00fcber Internet an der Hand, der versprach da\u00df er die Hersteller in Hongkong beauftragen w\u00fcrde diese Schneekugeln f\u00fcr uns anzufertigen. Das ist das Gro\u00dfartige am Internet: Du hast Zugang zu Dingen, die normalerweise durch das Problem der Entfernung nicht so einfach zu bekommen sind. Trotzdem sch\u00e4tze ich es sehr Briefe zu erhalten.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist immer wieder beruhigend, mit Musikern zu sprechen, die so dezidiert wissen, \u00fcber was sie reden, deren Einstellung zur eigenen Musik so kritisch ist, da\u00df die gesetzten Standards nie hoch genug sein k\u00f6nnen. Am Ende des Interviews mu\u00dfte ich mir die Frage stellen, ob Rock&#8217;n&#8217;Roll nicht doch tot ist, denn in einem Punkt mu\u00dfte ich Guy rechtgeben: Im Moment gibt es wohl nichts Langweiligeres als zeitgen\u00f6ssische Rock-Musik. Dieses Thema wird in meiner Kolumne <em>Fred Konkret<\/em> noch n\u00e4her beleuchtet. Bis dahin empfehle ich den Kauf aller Laika-Produkte mit weniger Gitarren, daf\u00fcr 25% mehr Groove.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/musik\/intrview\/images\/laikab2.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneuerer der abendl\u00e4ndischen Popkultur &#8222;Silver Apples On The Moon&#8220; &#8211; so hie\u00df eine der eigenst\u00e4ndigsten Platten die im Jahre 1994 auf dem Musikmarkt erschienen sind, und trotzdem waren die Reaktionen seitens der Medien bescheiden. &#8218;Too Pure&#8216;, eine Art englisches Avantgarde-Label, auf dem zwar schon viele kleine Meisterwerke ver\u00f6ffentlicht wurden, das aber im Allgemeinen als eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":29,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ub_ctt_via":"","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-36942","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik"],"featured_image_src":null,"author_info":{"display_name":"Fred Scholl","author_link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/author\/fred-scholl\/"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36942","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/29"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36942"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36942\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36942"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36942"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36942"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}