{"id":36995,"date":"1999-09-05T11:11:00","date_gmt":"1999-09-05T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36995"},"modified":"2022-09-10T03:21:36","modified_gmt":"2022-09-10T01:21:36","slug":"phat-world-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1999\/09\/phat-world-2\/","title":{"rendered":"Phat World (2)"},"content":{"rendered":"\n<p>Zweiter Teil von&nbsp;<em>Phat World<\/em>&nbsp;und ich mu\u00df erst meinen Senf vorausschicken. Ich m\u00f6chte die Kolumne um die Stilrichtung R&amp;B bzw. Soul erweitern, ansonsten h\u00e4tte&nbsp;<strong>Mary J. Blige<\/strong>&nbsp;in dieser Ausgabe nichts zu suchen gehabt. Ach ja, in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hinternet.de\/musik\/kolumnen\/phat001.php\">letzten Kolumne<\/a>&nbsp;hatte ich&nbsp;<strong>Sven Franzisko oder Lotto Ohm<\/strong>&nbsp;erw\u00e4hnt, die mit&nbsp;<em>&#8222;Hinter Diesen Mauern&#8220;<\/em>&nbsp;(WEA) das Titelst\u00fcck zu dem Game &#8222;Dungeon Keeper 2&#8220; geschrieben haben. Die im Handel erh\u00e4ltliche Single ist gro\u00dfartig. Die drei Remixe (die auf meiner Version nicht waren und ich somit nicht erw\u00e4hnt hatte) sind absolut empfehlenswert und besser als der \u00fcbliche Remix-Quatsch. Better check it out! Jetzt aber viel Spa\u00df mit&nbsp;<em>Phat World<\/em>!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wir starten im S\u00fcden: M\u00fcnchen, Sitz machtgieriger und korrupter Politikerk\u00f6pfe, hat weit mehr zu bieten als drei mal elf ausgewachsene Kinder, die einem Ball hinterherrennen. Da w\u00e4ren zum Beispiel&nbsp;<strong>Blumentopf<\/strong>&nbsp;aus Freising, die seit 1997 auf der deutschen HipHop-Karte ihr F\u00e4hnlein stecken haben. Ihr Deb\u00fct &#8222;Kein Zufall&#8220; verkaufte sich bis dato \u00fcber 25.000 Mal. Diese Marke soll mit&nbsp;<em>&#8222;Grosses Kino&#8220;<\/em>&nbsp;(Four Music\/Sony Music) nat\u00fcrlich \u00fcbertroffen werden. Ein Geniestreich ist ihnen aber leider nicht gelungen. Sie werden den deutschen HipHop keineswegs revolutionieren k\u00f6nnen. F\u00fcr meinen Geschmack sind zu viele Zitate ihrer heimischen Kollegen in ihre Texte gepackt worden. Doch halt, nur damit wir uns verstehen:&nbsp;<em>&#8222;Grosses Kino&#8220;<\/em>&nbsp;ist weit mehr als Durchschnitt, es fehlt lediglich der letze Kick.<\/p>\n\n\n\n<p>Bislang liegt mir nur die Genuine Draft Version vor, aber&nbsp;<strong>DJ Thomillas<\/strong>&nbsp;Song&nbsp;<em>&#8222;Schnapsidee&#8220;<\/em>&nbsp;(Benztown Records\/edel) ist eine feine Sache. Der Stuttgarter DJ hat sich mit Wasi (Massive T\u00f6ne) und Dendemann (Eins, Zwo) zwei wirklich klasse MCs geangelt. Da stimmen alle Raps. Was auf die Beats eh zutrifft, die gen\u00fc\u00dflich aus den Boxen tr\u00f6pfeln. Kolchose-Mann Thomilla wird mit seinem demn\u00e4chst erscheinenden Album &#8222;Genuine Draft&#8220; auf jeden Fall was rei\u00dfen k\u00f6nnen. Haltet Augen und Ohren offen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeb.Roc.Ski&nbsp;<\/strong>wollte mit&nbsp;<strong>Def Cut<\/strong>, dem Schweizer HipHop-Fachmann, mal eine Single machen. Dieser Plan entwickelte sich schnell zum Selbstl\u00e4ufer und so wurde es gleich ein ganzes Konzeptalbum.&nbsp;<em>&#8222;Official Battle Superbreaks&#8220;<\/em>&nbsp;(MZEE\/EFA) schl\u00e4gt eine Br\u00fccke zwischen HipHop, House, Drum&#8217;n&#8217;Bass und Big Beat. Oft kann man beim H\u00f6ren der St\u00fccke, die stark von der alten Schule gepr\u00e4gt sind, den Arsch nicht stillhalten. Am liebsten w\u00fcrde man gleich auf die Tanzfl\u00e4che st\u00fcrmen und seinen K\u00f6rper zu den Beats kreisen lassen (wenn man es denn kann). Auch die, die nicht tanzen k\u00f6nnen\/wollen, werden mit&nbsp;<em>&#8222;Official Battle Superbreaks&#8220;<\/em>&nbsp;ihren Spa\u00df haben. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Das einzige Problem ist nur, dass ich nicht wei\u00df, ob ich die Platte nun in das HipHop- oder das Big Beat-Fach stellen soll. Seufz!<\/p>\n\n\n\n<p>Tyron Ricketts, Akanni Humphrey, Cecile Didierjean-Brown, Coldfingha und DJ B. Side sind&nbsp;<strong>Mellowbag<\/strong>. Tyron werden einige sicherlich noch aus seiner Zeit als Moderator der &#8218;Viva&#8216;-Sendung &#8222;Wordcup&#8220; in guter Erinnerung haben. Dass er sich nicht nur gut auf der Mattscheibe macht, sondern auch als Rapper sein Mikrophon beherrscht stellt er seit Jahren mit Mellowbag unter Beweis. Stilistisch gesehen ist die multikulturelle Truppe mit keiner anderen deutschen Crew gleichzusetzen \u2013 und das nicht nur weile die Raps auf Englisch sind. Am ehesten k\u00f6nnte man ihnen noch Geistesverwandtschaft mit dem Freundeskreis nachsagen.&nbsp;<em>&#8222;Bipolar Opposites&#8220;<\/em>&nbsp;(WEA), ihr zweites Album, hat viel Soul und ist voller gef\u00fchlvoller Tracks, die sich nicht als schnelle Stimmungsmacher verstehen.&nbsp;<strong>Mellowbag<\/strong>&nbsp;kratzen unter der Oberfl\u00e4che und suchen die Tiefe. Cecile erweist sich dabei als angenehme Bl\u00fcte im von M\u00e4nnern beherrschten HipHop-Zirkus. Sie hat eine Stimme, die einem das Herz zum Schmelzen bringt. Wenn sie mal pausiert \u00fcberzeugt der Track durch ein klasse Sample oder gar live eingespielte Instrumente wie Piano (&#8222;Life Ain&#8217;t Easy&#8220;). Was soll ich sagen? Wer keinen Bock auf deutschsprachigen HipHop oder harte Spr\u00fcche hat, der sollte sich&nbsp;<em>&#8222;Bipolar Opposites&#8220;<\/em>&nbsp;anh\u00f6ren. Nat\u00fcrlich ist auch &#8222;Tabula Rasa&#8220;, der Hit in Kooperation mit Mr. Gentleman und besagtem Freundeskreis, auf dieser CD. Ein Grund mehr zuzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu den harten Spr\u00fcchen.&nbsp;<strong>Afrob<\/strong>&nbsp;hat das Image des b\u00f6sen Gro\u00dfstadtjungen. Alleine schon das Cover kann einem Angst einfl\u00f6\u00dfen. Ich sage nur: Wenn Blicke t\u00f6ten k\u00f6nnten.&nbsp;<em>&#8222;Rolle Mit HipHop&#8220;<\/em>&nbsp;(Four Music\/Sony Music) hei\u00dft seine Interpretation der HipHop-Kultur. Das Cover jedenfalls f\u00fchrt einen schon mal in die Irre, denn er l\u00e4\u00dft nicht immer den toughen Reimer raush\u00e4ngen. Selbstdefinition ist das zentrale Thema seiner Texte, die nicht ausschlie\u00dflich mit Wucht und Kraft um die Ecke kommen. F\u00fcr die Samples wurden einige Soundfragmente aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt, die einen nur staunen lassen. R&amp;B-Refrains, Spinett- und Fl\u00f6tenkl\u00e4nge und andere obskure Sounds wurden ohne Probleme geschickt in die Tracks eingef\u00fcgt und erg\u00e4nzen sich harmonisch zu&nbsp;<strong>Afrob<\/strong>s Raps.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei Afrobs Labelkollegen<a><\/a>&nbsp;will ich ein Ohr riskieren.&nbsp;<strong>Freundeskreis<\/strong>&nbsp;(FK) haben nach&nbsp;<em>&#8222;Quadratur des Kreises&#8220;<\/em>&nbsp;endlich den Nachfolger&nbsp;<em>&#8222;Esperanto&#8220;<\/em>&nbsp;(Four Music\/Sony Music) fertiggestellt. Sie sind die Sauberm\u00e4nner der Szene, obwohl die Jungs auch gerne mit der Faust auf den Tisch hauen, wenn die Teeniepresse meint, MC Max als den &#8222;Jesu aus Benztown&#8220; zu taufen. Es war kein feiner Zug von der &#8218;Bravo&#8216;, ein gefaktes Interview mit einem noch viel mehr gefakten Image abzudrucken. Zur\u00fcck zu&nbsp;<strong>FK<\/strong>: Die zeigen sich gegen\u00fcber fremden Kulturen und deren musikalischen Einfl\u00fcsse wie gewohnt aufgeschlossen. Gleich schon der Opener &#8222;Kore Bonvenon\/Intro&#8220; stellt dies eindrucksvoll unter Beweis. Ihre Songs sind rund. Da fehlt es an nichts. Klug, durchdacht und bis auf das letzte i-T\u00fcpfelchen perfekt inszeniert. Der Titelsong ist ein Geniestreich, wie ihn eben nur der&nbsp;<strong>FK<\/strong>&nbsp;machen kann. Ich liebe Maximilians Stimme und wenn die von Deborahs Vocals (Sensunik) abgewechselt wird, dann l\u00e4uft mir der Schauer den R\u00fccken runter. Maximilian, Don Philippo und DJ Friction und&nbsp;<em>&#8222;Esperanto&#8220;<\/em>&nbsp;sind eine Einheit. Romantik, viel Gef\u00fchl, eine sch\u00f6ne Zeit, Beats und Raps f\u00fcrs Herz und den Kopf. Lehnt euch zur\u00fcck und genie\u00dft dieses St\u00fcck HipHop-Geschichte.&nbsp;<strong>FK<\/strong>&nbsp;zeigen keine Schw\u00e4che \u2013 im Gegenteil, sie \u00fcberbieten&nbsp;<em>&#8222;Quadratur Des Kreises&#8220;<\/em>. Ich k\u00f6nnte noch so viel schw\u00e4rmen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230; und tu dies auch, denn gerade ist&nbsp;<strong>Udo Lindenberg feat. Freundeskreis<\/strong>&nbsp;frisch auf meinem Tisch gelandet. Erste Sahne, sag&#8216; ich euch. Ich bin eigentlich kein Freund des heiseren Mannes, der mit alberner Sonnenbrille und Hut sein musikalisches Unwesen treibt, doch dieses Mal hat er Gr\u00f6\u00dfe bewiesen. Die Jungs haben den Song &#8222;You Can&#8217;t Run Away&#8220; (Polydor\/Universal) von Bob Marley in Angriff genommen. Ausnahmsweise hat selbst die 3P-Posse was Gutes dazu beigetragen. Deren Produzent Sherry N. Ansari (SNA) durfte n\u00e4mlich remixen. D-Flame, Kumpan von Max, rappte dann auch gleich noch mit. Zucker!<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt ein paar internationale Vertreter der Zunft. In der Pole Position sitzt Dego McFarlane, eine H\u00e4lfte des Drum&#8217;n&#8217;Bass-Projektes 4 Hero, einflu\u00dfreicher Produzent und schon seit vielen Jahren HipHop-Fan. Dieser Neigung wollte er ausreichend Tribut zollen und nahm sich nach den vielen Monaten Arbeit mit 4 Hero die Zeit, unter dem Pseudonym&nbsp;<strong>Tek9<\/strong>&nbsp;zw\u00f6lf HipHop-Tunes zu schreiben.&nbsp;<em>&#8222;Simply&#8220;<\/em>&nbsp;(SSR\/EFA) ist kein gew\u00f6hnlicher HipHop, sondern mit Hirn und Herz in Szene gesetzt. Er ist bestens geeignet zum Wohlf\u00fchlen und Drankuscheln. Hier steckt Arbeit und Leidenschaft drin. Seiner Vorliebe f\u00fcr jazzige Sounds hat er ebenfalls mit einflie\u00dfen lassen. Manchmal f\u00fchlt man sich gar an fr\u00fche A Tribe Called Quest erinnert.<\/p>\n\n\n\n<p>Deren ex-Mitglied&nbsp;<strong>Phife Dawg<\/strong>&nbsp;kn\u00fcpft auf der Maxi&nbsp;<em>&#8222;Bend Ova b\/w Thought U Wuz Nice&#8220;<\/em>&nbsp;(Groove Attack) dort an, wo ATCQ stilistisch aufgeh\u00f6rt hatten. Intelligenter, geruhsamer HipHop, der wie Honig runtergeht. Wenn sich in naher Zukunft Q-Tip \u00e4hnlich \u00fcberzeugend zur\u00fcckmeldet, k\u00f6nnen wir eigentlich dankbar daf\u00fcr sein, dass es die Band nicht mehr gibt. Den Fans jedenfalls sei versichert, dass diese Scheibe jeden Pfennig Wert ist. &#8222;Bend Ova&#8220; hat nach Public Enemys Hendrix-Sample in &#8222;Do You Wanna Go Our Way ???&#8220; das coolste Gitarrensample des Jahres vorzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von ganz anderem Format ist&nbsp;<strong>Noreaga<\/strong>s Album&nbsp;<em>&#8222;Melvin Flynt&#8220;<\/em>&nbsp;(Tommy Boy\/East West). Er war und ist reimender Gangbanger, der seine Wurzeln nicht verleugnen will. Er sagt schlie\u00dflich selbst in den Liner Notes: &#8222;I&#8217;m a gangsta. I was born a gangsta, I&#8217;ma always be a gangsta. But I know how to make gangsta music.&#8220; Nach &#8222;The War Report&#8220; (zusammen mit Capone entstanden) und &#8222;N.O.R.E.&#8220; folgt die Kampfansage Numero drei des geb\u00fcrtigen New Yorkers Victor Santiago. Als Reaktion auf sein Solodeb\u00fct, dessen Stil viele zu kopieren versuchten, will er all den Nach\u00e4ffern zeigen, dass er noch ein weiteres As im \u00c4rmel hat und mu\u00dfte &#8222;etwas Anderes machen, diese verr\u00fcckte Figur (Melvin Flynt \u2013 der Verf.) erfinden, die allen Trend-Hopsern da drau\u00dfen die Fersen zeigt. (&#8230;) Dieses Album zu machen war schwieriger als &#8218;N.O.R.E.&#8216;. Ich mu\u00dfte mich erstmal hinsetzen, alles bedenken, neue Konzepte f\u00fcrs Studio entwickeln. Der Plan sollte stehen, bevor ich ihn umsetze.&#8220; Sein Stil lockt jedenfalls prominente Fans an: Missy Elliott (&#8222;Wethuggedout&#8220;), Maze (&#8222;Sometimes&#8220;) oder Kelis (&#8222;Cocaine Business (Hysteria)&#8220;, mein Lieblingsst\u00fcck \u00fcbrigens). Guter Gansta Rap ist nicht tot zu kriegen, zumindest nicht solange&nbsp;<strong>Noreaga<\/strong>&nbsp;weitermacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hat ganz gewi\u00df eine gro\u00dfartige Stimme, liebe Leser.&nbsp;<strong>Mary J. Blige<\/strong>&nbsp;ist die, der in den folgenden Zeilen die Ehre zuteil wird, neben Lauryn Hill auf dem Thron Platz nehmen zu d\u00fcrfen.&nbsp;<em>&#8222;Mary&#8220;<\/em>&nbsp;(Polydor\/MCA\/Universal) gibt 15 Anl\u00e4sse dazu. Vielleicht werde ich alt (oder bin es schon). Fr\u00fcher h\u00e4tte ich nicht zugelassen, dass mich Musik ber\u00fchrt und mein Herz derart zum Erweichen bringt. Heute bin ich froh, wenn das geschieht.&nbsp;<strong>Mary J. Blige<\/strong>&nbsp;mu\u00df lediglich ihre Stimmb\u00e4nder zum Vibrieren bringen und solche T\u00f6ne hervorbringen wie in &#8222;All That I Can Say&#8220; (geschrieben und produziert von Lauryn Hill), &#8222;Memories&#8220;, &#8222;As&#8220; (Duett mit George Michael, geschrieben von Stevie Wonder und produziert von Babyface!), &#8222;Time&#8220; oder &#8222;Don&#8217;t Waste Your Time&#8220;, dem Duett mit Aretha Franklin (abermals von Babyface produziert). Dann bin, nein, bleibe ich ewig ihr untergebener Diener und ziehe meinen sch\u00e4bigen Hut. Es lebe die Euphorie!<\/p>\n\n\n\n<p>The Roots haben bekannterma\u00dfen mit &#8222;Things Fall Apart&#8220; mal wieder von sich Reden gemacht, jetzt war es an der Zeit, dass&nbsp;<strong>Rahzel<\/strong>, Mitglied besagter Crew, auf seine Solokarriere aufmerksam macht.&nbsp;<em>&#8222;Make The Music 2000&#8220;<\/em>&nbsp;(MCA\/Universal) soll nicht nur Roots-Fans, sondern all diejenigen begeistern, die sich f\u00fcr Freestyle-Rap interessieren. Rahzel ist nachweislich ein Genie wenn es darum geht, seinem K\u00f6rper Rhythmen und Sounds zu entlocken. Die lebendige Human Beat Box schimpft sich &#8222;Godfather of Noyze&#8220;. Lediglich mit seinen Lippen, Backen, dem Kehlkopf und einem Mikrofon bewaffnet groovt er mehr als manch ein M\u00f6chtegern-DJ oder -MC. Huldigt dem gr\u00f6\u00dften&nbsp;<em>microphone champion<\/em>&nbsp;aller Zeiten. So mu\u00df HipHop klingen, dann geht was!<\/p>\n\n\n\n<p>Kevi und die Background-S\u00e4ngerinnen Anita Kopacz und ihre Schwester Michelle hatten irgendwie keine Lust auf ein reines HipHop-Album und schmissen zahlreiche Einfl\u00fcsse von Rock bis Easy Listening in einen Topf und probierten ein neues Rezept aus. Das nennt sich&nbsp;<strong>1000 Clowns<\/strong>&nbsp;und serviert mit&nbsp;<em>&#8222;Freelance Bubblehead&#8220;<\/em>&nbsp;(Elektra\/eastwest) gerade den ersten Gang. Dass Kevi kein ausgezeichneter Rapper ist, m\u00f6chte er gleich mit dem zweiten St\u00fcck &#8222;(Not The) Greatest Rapper&#8220; betont wissen. Aber so schlecht ist er gar nicht. Besonders seine Texte sind \u00fcberdurchschnittlich unterhaltsam. Sie strotzen vor Humor, was \u00fcbrigens gleicherma\u00dfen auf die Musik zutrifft. Auch Fans von Fun Lovin&#8216; Criminals, Beck oder Ween werden dieses Album lieben, da bin ich mir sicher. Sehr zu empfehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur letzten Scheibe in dieser Ausgabe: Hinter dem Projekt Quannum stehen verschiedene K\u00fcnstler, die ihre Kr\u00e4fte konzentriert haben, um den Menschen zu zeigen, wie vielf\u00e4ltig heutzutage das Spektrum des HipHop sein kann.&nbsp;<strong>Quannum Spectrum<\/strong>&nbsp;ist die moderne Mix-Tape-Variante auf CD\/LP. Diese tr\u00e4gt den Titel&nbsp;<em>&#8222;Quannum Projects&#8220;<\/em>&nbsp;(MoWax\/PIAS\/Connected) und gibt einen wirklich abwechslungsreichen \u00dcberblick \u00fcber das Quannum-Empire. Latyrx, Blackalicious, Lyrics Born und DJ Shadow geben sich hier die Ehre. Als G\u00e4ste sind El-P (Company Flow) und Jurassic 5 am Start. Alles in allem ein relaxtes und smoothes Album, das immer Laune und daher Lust auf mehr macht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorschau auf den Oktober:<\/strong>&nbsp;DJ Thomilla, Ferris MC, Die Firma , KC Da Rookee, Ice T, Handsome Boy Modeling School, Screwball, Ol&#8216; Dirty Bastard<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweiter Teil von&nbsp;Phat World&nbsp;und ich mu\u00df erst meinen Senf vorausschicken. Ich m\u00f6chte die Kolumne um die Stilrichtung R&amp;B bzw. Soul erweitern, ansonsten h\u00e4tte&nbsp;Mary J. Blige&nbsp;in dieser Ausgabe nichts zu suchen gehabt. Ach ja, in der&nbsp;letzten Kolumne&nbsp;hatte ich&nbsp;Sven Franzisko oder Lotto Ohm&nbsp;erw\u00e4hnt, die mit&nbsp;&#8222;Hinter Diesen Mauern&#8220;&nbsp;(WEA) das Titelst\u00fcck zu dem Game &#8222;Dungeon Keeper 2&#8220; geschrieben haben. 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