{"id":36998,"date":"2001-10-31T11:11:00","date_gmt":"2001-10-31T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=36998"},"modified":"2022-08-29T00:17:53","modified_gmt":"2022-08-28T22:17:53","slug":"phat-world-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/10\/phat-world-15\/","title":{"rendered":"Phat World (15)"},"content":{"rendered":"\n<p>Es kamen und gingen Gonzales, Bobby Digital, Promoe, Ferris MC, Mykill Miers, Breite Seite, Curse, Timbaland &amp; Magoo, Lil&#8216; Mo, Kelis, The Unspoken Heard, Fettes Brot und diverse Sampler.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ein neues Lebenszeichen von&nbsp;<strong>Gonzales<\/strong>&nbsp;alias Chilly Gonzales gibt es. Die EP &#8222;<em><strong>Take Me To Broadway<\/strong><\/em>&#8220; (Kitty-Yo\/EfA) ist ein weiterer Geniestreich des Exil-Kanadiers. Das Titelst\u00fcck ist ein echter Burner. Geiler Reim, geile Beats, obercoole Samples. Hier stimmt alles. Eine Hymne. Wirklich. War auch zu erwarten. Gonzales, der Smarte. Das gesanglose &#8222;Return Of The Sugar Plum Fairy&#8220; basiert auf einer allseits bekannten Melodie von Herrn Tschaikowsky und bei &#8222;Concerto In E Minor&#8220; hat sich Gonzales hinters Piano gesetzt und das an John Carpenters Horrormusiken erinnernde St\u00fcck einem gewissen Alexander Bokor gewidmet. Danke!<\/p>\n\n\n\n<p>Wo wir gerade bei Wiederkehr sind. Der als Robert Diggs geborene Wu Tang-Clan-Kopf RZA hat sich wieder das Gewand des&nbsp;<strong>Bobby Digital<\/strong>&nbsp;\u00fcbergeworfen und zielt mit der &#8222;<em><strong>Digital Bullet<\/strong><\/em>&#8220; (In The Paint\/Koch) auf euch. &#8222;Mit diesem Album r\u00fcckt Bobby noch n\u00e4her an RZA heran. Er beginnt sein h\u00f6heres Bewusstsein zu aktivieren. Wir sehen wie Bobby in Brooklyn aufw\u00e4chst, sich mit Shaolin besch\u00e4ftigt und erleuchtende Erfahrungen macht, die mit Musik, Drogen, Frauen und dem allt\u00e4glichen Stra\u00dfenkampf zu tun haben&#8220;, sagt Diggs. Erleuchtend ist das nicht immer. Dennoch: Ein Gro\u00dfteil der neuen Tracks ist erhaben. Ganz RZA halt. Es k\u00f6nnen noch so viele an seinem Thron s\u00e4gen, er bleibt der Unantastbare, dessen Produktionen unverkennbar seinen Stempel tragen. Ob er einen Schritt zu weit gegangen ist, die Latin Music auch noch zum HipHop zu bringen, ist Geschmacksache. F\u00fcr &#8222;La Rhumba&#8220; verlangsamte er einen Rumba-Rhythmus, um ein Grundger\u00fcst zu schaffen: &#8222;Das Tempo scheint langsam zu sein, aber du kannst immer noch den Groove sp\u00fcren&#8220;, sagt der Meister. Stimmt, der Track rockt. Im weiteren Verlauf des Albums ist selbst der Vollzugsexperte Ol&#8216; Dirty Bastard wieder zu h\u00f6ren. &#8222;Black Widow Pt. 2&#8220; hei\u00dft ihn willkommen. Aber am Ende muss man irgendwie doch zugeben, dass nicht alles Gold ist was gl\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schwenken nach Skandinavien. Was? Schwedens hei\u00dfester HipHop-Export? Was geht? Gitarren und Todesmasken beiseite gelegt und sich mit Brooklyn-Jungs unterhalten? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass&nbsp;<strong>Promoe<\/strong>&nbsp;Schwede ist. Der klingt wie Mos Def. Ja, das muss er sein. Da gibt es keinen Zweifel. &#8222;<em><strong>Government Issue<\/strong><\/em>&#8220; (David vs. Goliath\/Groove Attack) muss das neue Album des Brooklyners sein. Oder? Zur\u00fcck zur Wahrheit: Promoe ist Schwede und seit Jahren Mitglied der Looptroop. Sein Solodeb\u00fct ist das, worauf ich seit langem gewartet habe: Ein Album, das dich mit den ersten Takten packt. Das sich nicht an dem abscheulichen Charts-Gedudel orientiert, auf Originalit\u00e4t setzt und verschiedene Einfl\u00fcsse kanalisiert. Mit einem Rapper, der durchaus mit Mos Def zu vergleichen ist. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Scheibe in Anbetracht der vielen Ver\u00f6ffentlichungen nicht unter den Tisch f\u00e4llt und seinen Weg zu den Ohren der HipHop-Headz findet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bleichgesicht des deutschen HipHops, das Reimemonster, der rappende Freak, Asi und Mongo in Personalunion. Das kann nur einer sein:&nbsp;<strong>Ferris MC<\/strong>. Ein Name, ein Style, eine Stimme. Erst asimetrisch, nun fertich mit Gott und der Welt. Er selbst gibt offen und ehrlich zu: &#8222;<em>Ich bin absolut kein Wehweiser und auch \u00fcberhaupt nicht als solcher geeignet. Ich leide oft, habe oft derbe Charakterschw\u00e4chen, aber manchmal genie\u00dfe ich es, zu leiden<\/em>.&#8220; Leiden und Schlecht-drauf-sein als Inspirationsquelle. Das funktionierte schon immer. Ferris hat eine Pause gemacht, sich Gedanken gemacht und Entscheidungen getroffen. DJ Stylewarz ist bekannterma\u00dfen wieder an Bord. Zus\u00e4tzlich engagierte der Hamburger MC den 5 Sterne Deluxe-Bruder Tobi Tobsen. Ein teuflisch gutes Duo mit unglaublich viel Potenzial. Nachzuh\u00f6ren in dem genialen Remake des Billy Idols-Klassikers &#8222;Flesh For Fantasy&#8220; (hier: &#8222;Flash For Ferris MC&#8220;). Warum nicht gleich so? Tobi Tobsen serviert bouncende Beats und Ohrwurm-Samples, Ferris erhebt seine verrauchte, heisere Stimme, die unter Tausenden heraussticht, und rappt im Eiltempo. Nat\u00fcrlich kommen auf&nbsp;<em>&#8222;<strong>Fertich!<\/strong><\/em>&#8220; (Yo Mama\/Zomba) auch einige seiner befreundeten Kollegen zu Wort. Da w\u00e4re an erster Stelle Afrob zu nennen, der auf &#8222;RM-2&#8220; (Reimemonster, zweiter Teil) zu h\u00f6ren ist. Ei\u00dffeldt und Samy Deluxe, die den Kracher &#8222;Wie ist mein Name?&#8220; spendeten, lie\u00dfen sich ebenso wenig lange bitten wie DJ Koze (&#8222;Hartdumm in jedem Datum&#8220;) und der Such A Surge-Ableger Pain In The Ass (&#8222;Kann uns nicht passieren&#8220;).<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt zu einem, der sich der Hitchcock des HipHop nennt. Gro\u00dfkotz galore seitens&nbsp;<strong>Mykill Miers<\/strong>! Kein Wunder, dass er uns was von&nbsp;<em>real niggas<\/em>&nbsp;erz\u00e4hlen will, die das tun m\u00fcssen wof\u00fcr sie bestimmt sind: b\u00f6se dreinschauen, mit Knarren wedeln, den&nbsp;<em>crew members<\/em>&nbsp;abh\u00e4ngen, Joints paffen, dissen und Frauen geil finden. Ich kann es echt nicht mehr h\u00f6ren. Rappen kann er ja, was er auf &#8222;<strong>The Second Coming<\/strong>&#8220; (Ill Boogie\/Groove Attack) beweist, aber \u00fcber was?!<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich die n\u00e4chste Klischeeso\u00dfe hinterher.&nbsp;<strong>Breite Seite<\/strong>, Teil des Stuttgarter Kopfnicker-Clans, sitzen &#8222;<strong><em>Zwischen Himmel und H\u00f6lle<\/em><\/strong>&#8220; (Kopfnicker\/Eastwest). MC Comouflow, Walterrama und DJ Hilmatic geben sich derbe und brettern damit frontal auf die Kiddie-Zielgruppe zu. All diejenigen, die es etwas differenzierter und tiefgr\u00fcndiger vorziehen, werden sich wohl abwenden und nach anderen Produkten umsehen m\u00fcssen. Sie werden &#8211; wie ich &#8211; schnell von dem Proletengehabe angenervt sein. Breite Seite haben sich zu sehr von \u00dcbersee-Klischees beeinflussen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt kommt Balsam auf die Ohren genau richtig. Und zwar von Xavier Naidoo, der mir mittlerweile ans Herz gewachsen ist. Fr\u00fcher konnte ich ihn nicht leiden, heute bin ich ein gro\u00dfer Fan. Er vergoldet mit seiner Stimme den zweiten Track auf &#8222;<em><strong>Von Innen Nach Aussen<\/strong><\/em>&#8220; (Jive\/Zomba), dem zweiten Album von&nbsp;<strong>Curse<\/strong>. F\u00fcr mich der H\u00f6hepunkt des erz\u00fcrnten Rappers aus Minden. Er ist vorlaut und frech wie auf &#8222;Feuerwasser&#8220;. Dieses Mal geht es haupts\u00e4chlich um Beziehungen, um Frauen, um Sex, um Schw\u00e4nze und um Muschis. Ja, ja, richtig gelesen. So ist das Leben. &#8222;Von Innen Nach Aussen&#8220; ist okay, Curse ein versierter Rapper, der sich noch etwas unter Wert verkauft &#8211; sprachlich betrachtet. Er ist eben nicht mein Fall, was nicht hei\u00dft, dass er schlecht ist. Und auch keine Entschuldigung meinerseits sein soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommen wir zu Timbaland, der Mann der Aaliyah und Missy Elliott lange begleitete. Zusammen mit seinem Kollegen Magoo hat er ein Album zusammengestellt, das seinem guten Ruf als Ausnahme-Produzent des Nu Soul\/R&#8217;n&#8217;B\/HipHop gerecht werden soll.&nbsp;<strong>Timbaland &amp; Magoo<\/strong>&nbsp;sind seit Anfang der Neunziger dicke Freunde und stiegen 1997 ins HipHop-Biz ein. &#8222;<em><strong>Indecent Proposal<\/strong><\/em>&#8220; (Blackground\/Virgin) ist ihr erstes gemeinsames Album. Nat\u00fcrlich ganz im Stile des Missy Elliott\/Aaliyah-Proteg\u00e9s. Ich steh drauf und kann nicht anders, als mit dem Kopf zu nicken, die Taille im Rhythmus mitschwingen zu lassen und mit den Fingern im Takt zu schnippen. Klasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt sind aber mal die Damen an der Reihe. Den Anfang macht&nbsp;<strong>Lil&#8216; Mo<\/strong>. Die st\u00e4mmige R&#8217;n&#8217;B-S\u00e4ngerin mag es realistisch und schickt uns ein Album &#8222;<strong><em>Based On A True Story<\/em><\/strong>&#8220; (Elektra\/Eastwest) ins Haus. Eine sch\u00f6ne Stimme hat sie, das wissen wir nicht erst, seitdem es uns Missy Elliott gesteckt hat. Singen kann sie auch vorz\u00fcglich. Und ihre Produzenten haben ganze Arbeit geleistet, Lil&#8216; Mo kuschelweiche Songs auf den Leib zu schneidern. Nur haben sie vergessen, Haken und \u00d6sen einzuflicken, Spannung aufzubauen, Risiken einzugehen. Das Deb\u00fct der in Queens geborenen S\u00e4ngerin ist leider zu glatt und zu genretypisch aufgefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wahre Powerfrau ist&nbsp;<strong>Kelis<\/strong>. Die Frau mit dem derzeit wohl schlechtesten Modegeschmack im Popzirkus (Haben Stars mittlerweile nicht Styling-BeraterInnen?) kommt aus dem &#8222;<em><strong>Wanderland<\/strong><\/em>&#8220; (Virgin). &#8222;Young, Fresh &amp; New&#8220; hei\u00dft ihre hervorragende neue Single und die zeigt uns gleich, dass Kelis keineswegs kleinlauter geworden ist. Nat\u00fcrlich waren wieder einmal die genialen Neptunes f\u00fcr die gro\u00dfartigen, dichten und innovativen Soundcollagen verantwortlich. So geh\u00f6rt sich das. Kelis hat mit &#8222;Wanderland&#8220; den Beweis erbracht, kein One-Hit-Wonder zu sein. Ihr Potenzial ist noch lange nicht ausgesch\u00f6pft. Eigentlich k\u00f6nnte sie jeden einzelnen Song dieser CD auskoppeln. Ihre Fans w\u00fcrden ihr bei jedem zu F\u00fcssen liegen. Jeder ein Hit, jeder ein Ohrwurm.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu den M\u00e4nnern.&nbsp;<strong>The Unspoken Heard<\/strong>, das sind die MCs Asheru und Blue Black. Kennen gelernt hatte sich das Duo auf der Universit\u00e4t. Ihr Studium schlossen sie ab, bevor sie sich mit aller Kraft ins Musikgesch\u00e4ft st\u00fcrzten. Ein Anthropologe und ein Soziologe machen HipHop. Das hei\u00dft: sie rappen, denn die Beats auf &#8222;<strong><em>Soon Come<\/em><\/strong>&#8220; (1 Heads Records\/Groove Attack) kommen von Yusef Dinero, J. Rawls, DJ Khali und 88 Keys, um nur einige aufzuz\u00e4hlen. Very old school und nicht so weit weg von der Native Tongue-Schule.<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<strong>Fetten Brote<\/strong>&nbsp;sind zur\u00fcck. Auf den Bildschirmen der Nation mit dem Bouncer &#8222;Schwule M\u00e4dchen&#8220;. Auf den Plattentellern mit &#8222;<strong><em>Demotape<\/em><\/strong>&#8220; (Yo Mama\/Zomba), ihrem neuesten Angriff auf die Lachmuskulatur. Nachdem ihre Semi-Best Of &#8222;Fettes Brot f\u00fcr die Welt&#8220; weniger originell war und ihre Liveauftritte auch mehr als durchwachsen waren, brillieren die Spa\u00dfv\u00f6gel der deutschen HipHop-Nation auf dem aktuellen Album. Yippie yo, sch\u00fcttle den Po! So soll&#8217;s sein und so isses auch. Es gibt nicht viele wirkliche Fette Brote-Fans. Ich z\u00e4hle mich dazu. Auch wenn mir jetzt all die&nbsp;<em>true headz<\/em>&nbsp;Kommerzliebe vorwerfen sollten. Gut ist und bleibt gut. Egal von wem es kommt. &#8222;Demotape&#8220; macht einfach Laune, ist nicht \u00fcbertrieben ernst, ebenso wenig \u00fcbertrieben albern und kommt &#8211; bis auf wenige Ausnahmen (&#8222;Ich hasse das&#8220;, &#8222;Fast 30&#8220;) &#8211; sehr locker aus der H\u00fcfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Uuups! Wie kommt dieses Teil pl\u00f6tzlich auf meinen Tisch?&nbsp;<strong>Baldhead Slick &amp; Da Click<\/strong>&nbsp;ist niemand anderes als Guru, die eine H\u00e4lfte von Gang Starr. Sein unbetiteltes Album (Ill Kid\/Groove Attack) stellt die R\u00fcckkehr des Gurus zu seinen Wurzeln dar. Er, der uns in den vergangenen Jahren mit seinem Partner DJ Premier das ein oder andere Gl\u00fccksgef\u00fchl beschert hatte, hat mit vielen bekannten G\u00e4sten ein neues Werk gezimmert. Als Produzenten waren DJ Premier, Pete Rock, Stoupe (Jedi Mind Tricks) und Alchemist mit dabei. Gastrapper treten mit Ice-T, Treach (Naughty By Nature) und Killah Priest auf. Guru hat aber die F\u00e4den in der Hand behalten. Er ist eine Legende, dem keiner was vormachen kann. Er wei\u00df, wer&nbsp;<em>true<\/em>&nbsp;und wer&nbsp;<em>fake<\/em>&nbsp;ist (siehe &#8222;No Surviving&#8220;). Demnach ist Vorsicht geboten, wenn man sich mit dem Ober-Gangsta auseinandersetzen will. Er geht konsequent seinen Weg und kommt stylistisch wie inhaltlich von diesem nicht ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Hat man sich durch das Intro und den eigentlich ersten, ungemein schwachen Track durchgeh\u00f6rt, f\u00e4ngt das Vergn\u00fcgen erst an, das man mit&nbsp;<strong>Mr. Complex<\/strong>&nbsp;haben kann. Dem vorliegenden Deb\u00fctalbum &#8222;<strong><em>Hold This Down<\/em><\/strong>&#8220; (7 Heads Records\/Groove Attack) gingen unz\u00e4hlige 12-Inches, Samplerbeitr\u00e4ge und Gastauftritte voraus. Durch die scheint sich der versierte MC nicht nur erste Sporen verdient zu haben. Er hat auch intensiv an seiner Technik gefeilt, die jetzt zum vollen Zuge kommt und uns den Tag vers\u00fc\u00dfen k\u00f6nnte, w\u00e4ren da nicht dauernd diese d\u00e4mlichen H\u00f6rspiele.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Franzose dieser Ausgabe der Kolumne ist&nbsp;<strong>Karlito<\/strong>, dessen &#8222;<strong><em>Contenu Sous Pression<\/em><\/strong>&#8220; (Chronowax\/Groove Attack) justament auf den Markt kam. Er ist Mitglied der Mafia K&#8217;infry und zu seinen Einfl\u00fcssen z\u00e4hlt er den bereits oben erw\u00e4hnten Guru sowie Kery James. Sein Kompagnon ist DJ Mehdi. Zusammen brauen sie ein nettes Gangster Rap-S\u00fcppchen und benutzen unfl\u00e4tige, deutsch klingende W\u00f6rter &#8211; was aber nur Zufall sein wird. Oder auf einen H\u00f6rschaden meinerseits zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor es an die Gemischtwaren geht, noch kurz und knapp die Scheibe von&nbsp;<strong>Steve Austen And DJ Krooger<\/strong>&nbsp;vorgestellt. Sie hei\u00dft &#8222;<strong><em>The Last World<\/em><\/strong>&#8220; (Deck 8\/TIS Warner) und ist Turntablism pur. Jedoch kein verkapptes Technikdingens. Groove und Kopfnicker-Tauglichkeit blieben nicht auf der Strecke. Daf\u00fcr die Vocals, die h\u00f6chstens in gesampelter Form auftauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur allgemeinen Abwechslung und Auflockerung ein paar&nbsp;<strong>Sampler<\/strong>. Der erste hei\u00dft &#8222;<strong><em>The High &amp; Mighty Presents Eastern Conference All Stars II<\/em><\/strong>&#8220; (Rapster\/Zomba). Dieses Album bzw. deren Initiatoren &#8211; das sind DJ Mighty Mi und Mister Eon &#8211; verstehen sich als F\u00f6rderer bekannter Talente aus den unterschiedlichen Teilen der USA. Dazu z\u00e4hlen sie u.a. die Smut Peddlers, Cage, Defari, Kool Keith, Big Daddy Kane und Skillz. Ein Sampler anderer Art ist &#8222;<strong><em>InstruMental Surgery<\/em><\/strong>&#8220; (Deck 8\/TIS Warner), der vom Deck 8-Meister h\u00f6chstpers\u00f6nlich kompiliert wurde. Er hat sich daran gemacht, gute DJs und Beatboxer zu finden und f\u00fcr diese sehr sch\u00f6ne Scheibe zu gewinnen. Jazzy, groovy, funky. Alles dabei, alles drin, alles entspannt, alles gen\u00fcgsam, alles l\u00e4ssig und durchweg erste Sahne. Gro\u00dfe Klasse &#8211; wie Folge 1 &#8211; ist &#8222;<strong><em>Superrappin: The Album Vol. 2<\/em><\/strong>&#8220; (Groove Attack). Kein Mainstream, kein Jiggy-Gedudel, keine Gun-Swinger, keine Gro\u00dfm\u00e4uler. Sch\u00f6n, dass die HipHop-Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Diese Doppel-CD (gibt&#8217;s nat\u00fcrlich auch auf Vinyl) ist mit das Beste, was dieses Mal kam und ging. Maspyke ist ein Trio, das mit etwas guter Labelpolitik und Gl\u00fcck im R\u00fccken alle Freunde und Fans von A Tribe Called Quest zur\u00fcck in die Gegenwart katapultieren k\u00f6nnte. Sowieso weckt dieser Sampler den Glauben an HipHop mit Hirn, Seele und Liebe. Klar, HipHop sollte nie stehen bleiben und auch nicht zu sehr in Erinnerungen an qualitativ bessere Zeiten schwelgen. Aber eine R\u00fcckbesinnung auf die guten alten Wurzeln darf erlaubt sein. Schade, dass nicht ein paar Damen eine Chance bekamen.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><strong>Achtung<\/strong>: <br \/>Die Phat World-Kolumne wird\u00a0<strong>nicht<\/strong>\u00a0mehr fortgef\u00fchrt<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es kamen und gingen Gonzales, Bobby Digital, Promoe, Ferris MC, Mykill Miers, Breite Seite, Curse, Timbaland &amp; Magoo, Lil&#8216; Mo, Kelis, The Unspoken Heard, Fettes Brot und diverse Sampler.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ub_ctt_via":"","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[4649,4656,4658,4655,4659,4651,1080,4650,4657,4653,4652,4648,4654],"class_list":["post-36998","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik","tag-bobby-digital","tag-breite-seite","tag-curse","tag-ferris-mc","tag-fettes-brot","tag-gonzales","tag-hip-hop","tag-kelis","tag-lil-mo","tag-mykill-miers","tag-promoe","tag-the-unspoken-heard","tag-timbaland-magoo"],"featured_image_src":null,"author_info":{"display_name":"Kai Florian Becker","author_link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/author\/kaiflorian\/"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36998","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36998"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36998\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}