{"id":37007,"date":"2000-06-16T11:11:00","date_gmt":"2000-06-16T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=37007"},"modified":"2022-08-29T00:09:11","modified_gmt":"2022-08-28T22:09:11","slug":"phat-world-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2000\/06\/phat-world-6\/","title":{"rendered":"Phat World (6)"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Heute mit Mary J. Blige, Common, DJ Cam, Drag-On, Eminem, En Vogue, Kurupt, Outsidaz, Tony Touch und ABS, Deichkind, DJ Desue, Doppelkopf, Patrice.<\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong><em>From the US&#8230;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von&nbsp;<strong>Mary J. Blige<\/strong>&nbsp;gibt es dieses Mal &#8222;nur&#8220; eine Singleauskopplung ihres hervorragenden &#8222;Mary&#8220;-Albums.&nbsp;<em>&#8222;Deep Inside&#8220;<\/em>&nbsp;(MCA\/Polydor\/Universal) hei\u00dft der Track, der eine Neubearbeitung der Elton John-Nummer &#8222;Benny And The Jet Sets&#8220; ist. Ein wunderbares &#8222;Remake&#8220;, das Mary J. Blige in \u00fcberzeugender Art und Weise feilbietet. Die B-Seite ist ein Remix des in Amerika angesagten Produzenten Hex Hector. Nachdem sich bereits Madonna, Simply Red und Mariah Carey auf dessen Ma\u00dfarbeit verlassen haben, musste Mary gleichziehen und tat gut daran. Hex Hector hat einen tanzbaren, groovigen House-Mix abgeliefert, der die Tanzfl\u00e4che zum Beben bringen sollte. Grosse Klasse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Common<\/strong>&nbsp;k\u00f6nnte mitunter die L\u00fccke schlie\u00dfen, die einst die Native Tongue-Truppe A Tribe Called Quest hinterlassen hat.&nbsp;<em>&#8222;Like Water Like Chocolate&#8220;<\/em>&nbsp;(MCA\/Polydor\/Universal) ist ein l\u00e4ssiges St\u00fcck HipHop geworden, das Vergleiche mit eben jener Crew oder auch mit Mos Def nicht scheuen braucht. Conscious Rap hat man das fr\u00fcher mal genannt und ehrlich gesagt gibt es von solchen Bl\u00fcten viel zu wenige im Reimgarten. &#8222;The Light&#8220; ist ein Ausnahmehit wie es &#8222;You Got Me&#8220; von The Roots und Erykah Badu einer ist. Und wenn Common zusammen mit Mos Def wie in &#8222;The Questions&#8220; (featuring Monie Love) das Mikrofon rockt, dann ist dieses Duo besser und genialer als Mos Def &amp; Talib Kweli alias Blackstar. Nicht zu vergessen dieser absolut \u00fcberragende Tune &#8222;The 6<sup>th<\/sup>&nbsp;Sense&#8220;, den DJ Premier, der Producer-Gro\u00dfmeister perfekt in Szene gesetzt hat. Irgendwie hat sich Common die derzeitige Creme de la Creme der Szene ausgesucht (weiterhin dabei u.a. ?uestlove, D&#8217;Angelo, Bilal, Slum Village Rahzel und MC Lyte), um auf &#8222;Like Water Like Chocolate&#8220; pr\u00e4sent zu sein. Dieses Album ist das T\u00fcpfelchen auf dem i, die Sahne auf dem Kuchen, die Schokoglasur ohne die der Kuchen nur halb so gut schmecken w\u00fcrde \u2013 ergo, dieses Album ist essentiell.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber&nbsp;<strong>DJ Cam<\/strong>&nbsp;wei\u00df ich leider fast gar nichts, au\u00dfer dass er Franzose ist. Das sollte euch jedoch nicht daran hindern, in sein neuestes Werk&nbsp;<em>&#8222;Loa Project (Volume II)&#8220;<\/em>&nbsp;(Columbia\/Sony Music) reinzuh\u00f6ren. Es k\u00f6nnte sich ohne weiteres lohnen, glaubt mir. DJ Cam ist ein Turntable-Rocker der feinsten Sorte. Er bedient sich ohne mit der Wimper zu zucken oder lange zu z\u00f6gern querbeet im Musikregal und mischt Soul, Dub, Funk, HipHop, R&#8217;n&#8217;B und House. Erinnert mich leicht an den hervorragenden Sampler &#8222;Super Discount&#8220;, der ungef\u00e4hr vor zwei Jahren aus Frankreich an mein Ohr drang. Das Land des Weines, K\u00e4ses und Fl\u00fbtes scheint immer gr\u00f6\u00dferen Wert auf tanzbare Musik zu legen und nun hat es mit DJ Cam einen ganz vorz\u00fcglichen DJ an der Hand, der diese Vorgabe mit Bravour umzusetzen vermag.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ich bringe das Feuer&#8220;, t\u00f6nt&nbsp;<strong>Drag-On<\/strong>&nbsp;mit gro\u00dfer Klappe und will uns weismachen, dass er der Plattenindustrie Feuer unter dem Arsch machen kann. Hm, ich wei\u00df nicht, was das nun wieder soll. Typisch Amerika. In Deutschland will keiner die Industrie in Schutt und Asche legen. Da reicht es auch aus, mit musikalischen Argumenten die potentielle Zielgruppe zu \u00fcberzeugen. Wollen wir aber nicht Drag-On begraben, bevor er geboren ist. Daher zu den Fakten: 1. Er ist ein Ruff Ryder und f\u00fchlt sich im Dunstkreise von DMX und Eve wohl. 2. Eigentlich stottert er, doch er kann seine Texte ohne h\u00f6rbare Probleme fl\u00fcssig ins Mikro schreien. 3. Im Alter von neun Jahren wurde er verhaftet und schrieb zum Zeitvertreib im Knast erste Reime nieder. 4. Mit 17 Jahren stand er neben DMX im Studio und arbeitete bei dessen &#8222;It&#8217;s Dark And Hell Is Hot&#8220;-Album mit. 5. Jetzt ist er 19 Jahre alt und hat sein Handwerk sicherlich gelernt, doch der Ruff Ryders-Sound ist mir zu glatt, zu golden gl\u00e4nzend, zu hochpoliert, zu gangbanging-m\u00e4\u00dfig, zu reich, zu eins-wie-das-andere. Auch Drag-On bleibt auf&nbsp;<em>&#8222;Opposite Of H<sub>2<\/sub>O&#8220;<\/em>&nbsp;(Interscope\/Motor\/Universal) dem Ruff Ryders-Clan stilistisch zu treu.<\/p>\n\n\n\n<p>Slim Shady isn&#8217;t back, but Marshall Mathers is!&nbsp;<strong>Eminem<\/strong>&nbsp;hat nicht viel Zeit verstreichen lassen, den Nachfolger seines Megasellers &#8222;The Slim Shady LP&#8220; in die L\u00e4den zu bringen. Auf&nbsp;<em>&#8222;The Marshall Mathers LP&#8220;<\/em>&nbsp;(Aftermath\/Motor\/Universal) behauptet der kleine wei\u00dfe Rapper, den jeder anfangs bel\u00e4chelt hatte, dass er keine wei\u00dfe oder schwarze Musik sondern &#8222;fight music&#8220; macht. Dieses Statement geht mir nun nicht mehr aus dem Kopf. H\u00f6rt man genauer hin, wei\u00df man, was er damit gemeint haben k\u00f6nnte. Er reagiert sich in seinen Texten st\u00e4ndig ab, verwandelt Aggression in Silben und feuert diese aus seinem Mund ins Mikro ab. H\u00f6ren sich seine Tracks noch so lustig an, unter der Oberfl\u00e4che brodelt es. Er verarbeitet seine \u00c4ngste und Phantasien, in dem er auf diesem Album in die Rolle des Antistars geschl\u00fcpft ist, dessen Album es nie zur Ver\u00f6ffentlichung bringen wird, da er sich den Regeln des Biz nicht unterzuordnen vermag. Ihm stinkt es, er hat genug. Einmal sagt er so sch\u00f6n: &#8222;You want me to fix my words up, while the President&#8217;s getting his dick sucked&#8220; (&#8222;Who Knew&#8220;). Oder: &#8222;I&#8217;m just a regular guy, I don&#8217;t know why all the fuzz about me&#8220; (&#8222;Marshall Mathers&#8220;). Das sagt irgendwie alles. Warum immer in die Defensive und nicht lieber in die Offensive. Marshall Mathers ist das Alter Ego von Eminem, um sich Luft zu verschaffen und zur\u00fcckzuschlagen. Ein \u00e4u\u00dferst gelungener Rundumschlag, wie ich finde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung der Singleauskopplung &#8222;Riddle&#8220; legen die drei Diven&nbsp;<strong>En Vogue<\/strong>&nbsp;nunmehr ihr neues Album&nbsp;<em>&#8222;Masterpiece Theatre&#8220;<\/em>&nbsp;(Elektra\/eastwest) nach. Die Single er\u00f6ffnet das Album, das unterstreichen soll, dass hier keine x-beliebige Girl Group am Werke ist, sondern eine, die davon \u00fcberzeugt ist, Spuren hinterlassen und viele beeinflusst zu haben. Terry, Maxine und Cindy sind jedenfalls \u00e4lter geworden. Sie haben Kinder bekommen, Boutiquen er\u00f6ffnet und Parf\u00fcmprodukte in Umlauf gebracht. Vielleicht sind sie gar nicht mehr auf Tantiemen angewiesen, um ihren Unterhalt zu sichern, trotzdem w\u00fcrde ich ihnen nicht unterstellen, weniger ambitioniert zu agieren. Besagtes &#8222;Riddle&#8220;, &#8222;Love U Crazay&#8220;, &#8222;Love Won&#8217;t Take Me Out&#8220;, &#8222;Latin Soul&#8220; und &#8222;Those Dogs&#8220; (hallo Missy!) haben durchaus Hitpotential. Irgendwie doch besser als uns das manch Feuilleton weismachen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Snoop Dog, Warren G, KRS-One, Xzibit, Daz Dillinger und Dr. Dre hat er im Schlepptau, der bebrillte Rapper der HipHop-Brutst\u00e4tte Philadelphia mit Namen&nbsp;<strong>Kurupt<\/strong>&nbsp;(ex-Dogg Pound). Im Gegensatz zu seinen ehemaligen Nachbarn The Roots oder Bahamadia ist Kurupt ganz dem West Coast-Style verfallen und lebt seit Anfang der 90er in Los Angeles. Dass daher Namen wie Snoop Dog und Dr. Dre auf der G\u00e4steliste seines zweiten Albums &#8222;Tha Streetz Iz A Mutha&#8220; (Antra\/PIAS\/Connected) auftauchen, ist wenig \u00fcberraschend. Er geht in diesem Style voll und ganz auf und liefert in meinen Augen ein weitaus besseres Album ab als es Snoop Dog zum Beispiel j\u00fcngst getan hat. Er ist ein Stra\u00dfenkind und singt von der selbigen. Dadurch entstand eine smoothe Gangsta-HipHop-Rille, wie sie seit langem nicht mehr auf den Markt kam. Den Jungen sollten wir im Auge behalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Chris Schwartz, der bereits den Grundstein f\u00fcr das mittlerweile aufgel\u00f6ste Label Ruffhouse (Fugees, Lauryn Hill, Cypress Hill) gelegt hatte, gr\u00fcndete j\u00fcngst Rufflife. Eines seiner ersten Signings sind die&nbsp;<strong>Outsidaz<\/strong>&nbsp;aus Newark, New Jersey. Das erste Mal richtig bekannt wurden sie durch ihren Beitrag zum Fugees-Track &#8222;Cowboys&#8220; auf deren Multiplatinalbum &#8222;The Score&#8220;. Weitere Projekte u.a. mit KRS-One und Redman folgten. Jetzt ist die Zeit reif, dass die Outsidaz auf eigenen Beinen stehen. Die acht Outsidaz \u2013 Azz-Izz, Pace Won, Axe, Young Zee, Yah Yah, Denton, D.U., NawShis und DJ Muhammed \u2013 \u00fcberzeugen mit ihrem Deb\u00fct&nbsp;<em>&#8222;Night Life&#8220;<\/em>&nbsp;(Rufflife\/Intonation\/Virgin) von Track eins bis sieben. Da sie bereits mit Eminem und Rah Digga in den Staaten tourten, lie\u00dfen es sich beide Artists nicht nehmen, Outsidaz gastm\u00e4\u00dfig zur Seite zu stehen. Neben den Floorfillern &#8222;The Rah Rah&#8220; und &#8222;Night Life&#8220; geh\u00f6ren ihre Joints, also der l\u00e4ssige Singalong-Tune &#8222;F**k Y&#8217;all Niggaz&#8220; (Rah Digga) und &#8222;Rush Ya Clique&#8220; (Eminem), zu den H\u00f6hepunkten dieser EP und runden das positive Gesamtbild, das die Outsidaz hinterlassen, nochmals ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tony Touch<\/strong>&nbsp;ist ein weiterer DJ, der uns in diesem Monat von seinen K\u00fcnsten \u00fcberzeugen m\u00f6chte. Sein Album&nbsp;<em>&#8222;Piece Maker&#8220;<\/em>&nbsp;(Tommy Boy\/eastwest) ist ein Aufeinandertreffen vieler derzeit angesagter US-Acts: Gang Starr, Eminem, De La Soul, Mos Def, Mobb Deep, Xzibit, Wu-Tang Clan, Defari, Flipmode Squad und so weiter. Was muss das ein Gedr\u00e4ngel im Studio gegeben haben, als der 30j\u00e4hrige Joseph Anthony Hernandez zum Stelldichein einlud. Vorher hatte er aber geh\u00f6rig viel Arbeit am Hals, denn er produzierte nat\u00fcrlich nicht nur das Album, sondern schrieb auch alle Rhymes im Alleingang. Nicht schlecht f\u00fcr eine einzelne Person. Doch wer bereits 1982 als B-Boy anfing, der hat mit 30 Jahren sein Handwerk perfektioniert. &#8222;Piece Maker&#8220; ist eine nette Mix-CD, die nicht unbedingt auf Frontalangriff aus ist und eher mit gedrosseltem Tempo durch die Boxenkabel schlingert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>&#8230; to Germany.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>ABS<\/strong>, das steht f\u00fcr das Antiblockiersystem aus dem Ruhrpott. Genauer gesagt kommen ABS aus dem idyllischen und malerischen Bochum. Die beiden MCs Steve Austin und Mr. Ecan mit Backup von Producer dISCOpOLO und DJ Salicious schicken &#8222;Mathematik \/ Klarkomm&#8220; ihrem demn\u00e4chst folgenden Deb\u00fctalbum als Appetizer voran. Beide Tracks sind auf Frontalangriff (jetzt aber!) ausgelegt und pr\u00e4sentieren uns wortgewandte, ideenreiche MCs die alles andere sind als blutige Anf\u00e4nger. ABS treten selbstbewusst auf und brauchen sich hinter nichts zu verstecken. Ich bin gespannt, wie es mit denen weitergeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Es waren einmal drei Deichkinder. Die ver\u00f6ffentlichten zwei EPs und sammelten damit erste Erfahrungen im Biz. Dann gingen Malte, Philipp und Buddy ins Studio, um endlich eine Langspielplatte in Angriff zu nehmen. Da trafen sie auf Sebastian Hackert und mochten seine Produzentenqualit\u00e4ten so sehr, dass er seit kurzem viertes Deichkind ist. Wer sich nun fragt, wer&nbsp;<strong>Deichkind<\/strong>&nbsp;sind, der sollte sich daran erinnern, dass da ein Floorfiller (hi, hi!) namens &#8222;Bon Voyage&#8220; von den Musiksendern ausgestrahlt wird. In dem Videoclip seht ihr einen Burschen von der Waterkant mir Afro, der sein Haupt hektisch von links nach rechts und zur\u00fcck sch\u00fcttelt. Das sind Deichkind bzw. Deichkind zusammen mit Nina, die neben Bintia, Dendemann und Nico Suave Gastfeatures auf ihrem Album beisteuert. Ein obercooles Video und ein Hammer-Tune, meine Damen und Herren. Das l\u00e4sst sich auch f\u00fcr das komplette Album&nbsp;<em>&#8222;Bitte Ziehen Sie Durch&#8220;<\/em>&nbsp;(Showdown\/Wea) prophezeien. Deichkind rocken das Haus und ich wette, dass sie nicht so schnell wieder von der Spitze zu verdr\u00e4ngen sind. Die haben&#8217;s drauf. Sowohl die Beats und Cuts sind erste Sahne als auch die Rhymes und deren Inhalt \u2013 h\u00f6re &#8222;Schwei\u00df &amp; Tr\u00e4nen&#8220;, &#8222;Evergreens&#8220; oder &#8222;T2wei&#8220;. Zum Gl\u00fcck nehmen sich die Vier nicht zu ernst und geizen nicht mit flotten, lustigen Spr\u00fcchen. Das macht sie n\u00e4mlich unglaublich sympathisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Globalisierung im HipHop nimmt immer gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe an. DJ Tomekk angelt sich Grandmaster Flash zum Batteln an den Turntables, dann holt er sich GZA ins Studio und l\u00e4sst ihn deutsche Rhymes aufsagen. Auf der anderen Seite haben wir DJ Desue, der schon \u00f6fters in die USA eingeflogen wurde, um zum Beispiel Defari und den Dilated Peoples produktionstechnisch unter die Arme zu greifen. Hut ab, kann ich da nur sagen. &#8222;O.L.C. (Operation Left Coast)&#8220; (RahRah Entertainment\/Groove Attack) hei\u00dft der n\u00e4chste Schritt deutsch-amerikanischer HipHop-Verst\u00e4ndigung. Es ist eine Compilation, die DJ Desue zusammen mit seinem Label erstellt hat. Dazu hat er sich 16 Rapper aus den Staaten gesucht, die allesamt der Likwit Crew angeh\u00f6ren und den West Coast HipHop pr\u00e4sentieren. Jeder durfte einen Track beisteuern, der nat\u00fcrlich unter der Federf\u00fchrung von DJ Desue im Studio ins rechte Licht ger\u00fcckt wurde. Nicht alle St\u00fccke sind donnernde Kopfnicker-Tunes, aber diese Compilation ist besser als der \u00fcbliche Durchschnitt \u2013 besonders der aus \u00dcbersee.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jungs von Doppelkopf rotieren hart auf MTV. Ihre Auskopplung&nbsp;<em>&#8222;Supa Stah (Chan Chan)&#8220;<\/em>&nbsp;(Hong Kong\/EMI) erfreut sich gro\u00dfer Nachfrage. Daher gibt es auf der dazugeh\u00f6rigen Single ein paar nette Versionen. Neben der Album- und einer abgespeckten Single-Version tummeln sich noch ein Hong Kong Allstars-Mix und nat\u00fcrlich die beiden Videocuts, die unter dem Banner&nbsp;<strong>Doppelkopf vs Yard<\/strong>&nbsp;laufen \u2013 einmal mit, einmal ohne Lyrics. Irgendwie l\u00e4sst sich jede Version gut an, wobei &#8222;Supa Stah (Chan Chan)&#8220; trotzdem die beste von allen ist. Das liegt sicherlich am gut gew\u00e4hlten Buena Vista Social Club-Sample.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinlegen, eincremen, Sonnenbrille auf, Beine ausstrecken, Zehen spreizen und ganz tief durchatmen.&nbsp;<strong>Patrice<\/strong>&nbsp;hat endlich seinen Longplayer am Start und verzaubert uns von nun an mit seinem&nbsp;<em>&#8222;Ancient Spirit&#8220;<\/em>&nbsp;(YoMama\/Zomba). Den hat er mit den Jahren auf seinen Reisen \u00fcber den Globus gefunden. Von allerlei Musik inspiriert konnte er sich nicht von der Idee l\u00f6sen, auch selbst zum Instrument zu greifen. Komponiert hat er die 16 neuen Songs auf einer akustischen Gitarre. Auch wenn manch einem der Albumtitel hochn\u00e4sig erscheint, seinen Songs wohnt eine ganz besondere Seele inne. Fast k\u00f6nnte man annehmen, er sei ein deutscher Nachkomme von Bob Marley, trennen beide doch in musikalischer Hinsicht nicht unbedingt Welten. Wer Reggae aus Deutschland bis dato verp\u00f6nt hat, der sollte mal Patrice anchecken und staunen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Phat World VII<\/em>&nbsp;erscheint Anfang Juli (und das trotz EM). Ehrenwort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute mit Mary J. 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