{"id":37102,"date":"1997-01-29T11:11:00","date_gmt":"1997-01-29T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=37102"},"modified":"2022-08-29T01:27:50","modified_gmt":"2022-08-28T23:27:50","slug":"talking-about-the-revolution-vol-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1997\/01\/talking-about-the-revolution-vol-1\/","title":{"rendered":"Talking about the revolution, Vol.1"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.hinternet.de\/musik\/cd-k\/images\/keimel2.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>BERLIN &#8211; Sonnenschein &#8211; die Frisur sitzt &#8211; perfekter Halt.<\/p>\n\n\n\n<p>NEW YORK &#8211; Regen &#8211; die Frisur sitzt &#8211; perfekter Halt.<\/p>\n\n\n\n<p>SAARBR\u00dcCKEN, Hertz, 1.30 Uhr &#8211; die Frisur hat immer noch perfekten Halt. Kein Wunder, es bewegt sich ja auch sonst nichts. Wie schon so oft und immer noch: Weltklasse DJs unter Ausschlu\u00df der \u00d6ffentlichkeit. Die Handvoll Anwesender kann man eigentlich auch nicht mit dem Begriff &#8222;\u00d6ffentlichkeit&#8220; in Verbindung bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Blake Baxter<\/strong>&nbsp;m\u00fcht sich denn auch redlich ab, an Stimmung oder \u00e4hnliches \u00fcberhaupt zu denken und pendelt immer wieder von schicken Disco-Grooves zu satten Detroit-Brettern. Wer kann\u00b4s ihm auch verdenken?<\/p>\n\n\n\n<p>Zu einem netten Abend geh\u00f6ren wenigstens zwei und ohne Feedback kommt auch der routinierteste DJ ins Schwimmen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wehm\u00fctig denkt man dann an 1986&nbsp;<strong>Inner City<\/strong>\u00b4s &#8222;Big Fun&#8220;. (You don\u00b4t really need a crowd to have a party). Stattdessen scheint sich auch in der House\/Techno-Szene, die schon aus der Rock-Szene bekannte Theken-H\u00e4nger-Fraktion, immer mehr auszubreiten. Na, vielen Dank! Vollaufen lassen k\u00f6nnt ihr euch eigentlich auch in der Kneipe eurer Wahl, au\u00dferdem kann man sein Leid auch der Wirtin klagen und anschreien mu\u00df mu\u00df man sich dann auch nicht. Stellt sich also nur weiter in die Ecke und wartet aunauff\u00e4llig auf die Party f\u00fcr die ihr ja immerhin Eintritt bezahlt habt! Eure Eltern w\u00e4ren so stolz auf Euch! Aber bevor es jetzt ganz finster wird, lieber etwas Positives: Musik n\u00e4mlich, bis auf weiteres immer noch die einzige M\u00f6glichkeit, den Planeten kurzzeitig zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst sei Euch allen erst einmal die neue&nbsp;<strong>Macro Dub Infection<\/strong>&nbsp;Vol. 2 (Virgin) ans Herz gelegt. Wie schon der erste teil, wieder brilliant zusammengestellt von&nbsp;<strong>Kevin Martin<\/strong>, der auch hier wieder eine genre-\u00fcbergreifende K\u00fcnstlerschar versammelt hat (Von&nbsp;<strong>Alec Empire<\/strong>&nbsp;bis&nbsp;<strong>Palace Music<\/strong>), die ihresgleichen sucht. Das Ganze kommt sehr experimentell und hat mit Reggae-Roots nur noch sehr wenig zu tun. Aber egal: &#8222;The future is dark&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn wir gerde beim Thema sind, geht\u00b4s weiter mit&nbsp;<strong>Crooklyn Dub Consortium<\/strong>: &#8222;Certified Dope, Vol. 2&#8220; (Word Sound\/Efa). Hier werden dann auch schon mal die M\u00f6glichkeiten von Dub zur Jahrtausendwende ausgelotet. Oder, um es mal mit dem CD-Cover zu sagen: &#8222;Prepare for freedom&#8220;. Mu\u00df wohl auch ziemlich dunkel sein in New York. Also auch weniger Sonne Jamaicas sondern eher feuchte Keller in New York.<\/p>\n\n\n\n<p>Schaun wir doch jetzt mal in den dunklen Kellerl\u00f6chern von K\u00f6ln vorbei. Und es lohnt sich, denn die Gemeinschaftsarbeit von&nbsp;<strong>J. Burger<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Mike Ink<\/strong>&nbsp;&#8211; &#8222;Las Vegas Part I + Part II&#8220; (Harvest\/EMI) l\u00e4sst auch kein Auge trocken. Das befreit nicht nur den Hals, sondern auch das Hirn. Wenn ich Euch demn\u00e4chst mal wieder entspannen wollt, empgehle ich &#8222;The jealous guy from Memphis&#8220;. Eine wundersch\u00f6ne Piano-Line, ganz ohne Schleimspur auf der Tanzfl\u00e4che (im Gegensatz zu Robert Miles). Eine weitere Empfehlung aus K\u00f6ln:&nbsp;<strong>Khan<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Walker<\/strong>&nbsp;mit &#8222;Schlu\u00dffahrt&#8220; (Disco B\/Efa). Etwas direkter und etwas mehr nach vorne orientiert als Burger\/ink, aber mindestens genauso brauchbar f\u00fcr kontrollierte Raumverzerrungen wie die vorher genannten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls neu und gut:&nbsp;<strong>Porter Ricks&nbsp;<\/strong>mit &#8222;Nautical Dub&#8220; (Tidal mix) auf Chain Reaction\/Efa. Vor allem die B-Seite ist das volle Brett (Port Gentil). Alles dreht sich, alles bewegt sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schlu\u00df noch was f\u00fcr die Massive Attack\/tricky-Fraktion:&nbsp;<strong>Snooze<\/strong>&nbsp;aus Frankreich mit &#8222;The man in the shadow&#8220; (SSR\/Efa). Sehr jazzig und groovy ohne gleich Willemsens Woche-kompatibel zu sein. Der Sommer kommt wohl doch so langsam und Franzosen kriegen jetzt wohl doch gute Pop-Musik auf die Reihe (siehe Daft Punk), ohne gleich den Crossover mit Musette und Chnson zu versuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um jetzt doch zum wirklichen Schlu\u00df zu kommen, mach ich Euch noch die Nase lang:&nbsp;<strong>Rockers Hi-fi<\/strong>&nbsp;mit dem Highlight des letzten Albums &#8222;Going Under&#8220; im Remix von&nbsp;<strong>Kruder<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Dorfmeister<\/strong>. Ich wei\u00df, das h\u00f6rt sich fast zu sch\u00f6n an, um wahr zu sein. Aber es ist real und noch viel sch\u00f6ner. Die beiden Agenten aus Wien zeigen den Jungs aus England mal wie tief deep wirklich sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin begeistert und plane meinen Sommerurlaub in Wien (O Schreck!,&nbsp;<em>die Red<\/em>.). Leider gibt\u00b4s das ganze nur als Promotional Copy f\u00fcr Auserw\u00e4hlte wie mich. Und das war dann auch die lange Nase zum Schlu\u00df. Und warum hab&#8216; ich Euch das jetzt alles erz\u00e4hlt? Nein, nicht weil ich\u00b4s vielleicht besser wei\u00df, sondern weil ich es gut mit Euch meine!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN &#8211; Sonnenschein &#8211; die Frisur sitzt &#8211; perfekter Halt. NEW YORK &#8211; Regen &#8211; die Frisur sitzt &#8211; perfekter Halt. SAARBR\u00dcCKEN, Hertz, 1.30 Uhr &#8211; die Frisur hat immer noch perfekten Halt. Kein Wunder, es bewegt sich ja auch sonst nichts. Wie schon so oft und immer noch: Weltklasse DJs unter Ausschlu\u00df der \u00d6ffentlichkeit. 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